
Chinas Wachstum schwächelt – doch Deutschland bleibt weit abgeschlagen
Die Volksrepublik China verzeichnet das schwächste Wirtschaftswachstum seit dem Ende der Corona-Lockdowns. Mit „nur" 4,5 Prozent Zuwachs im vierten Quartal 2025 mag das Reich der Mitte zwar hinter den eigenen Erwartungen zurückbleiben – doch im Vergleich zur wirtschaftlichen Tristesse in Deutschland wirken diese Zahlen geradezu paradiesisch.
Schwache Binnennachfrage bremst die Wirtschaftslokomotive
Nach Angaben der staatlichen Statistikbehörde in Peking legte das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2025 verzeichneten die Statistiker ein Wachstum von 5 Prozent – der niedrigste Wert seit drei Jahren. Zuletzt war die chinesische Wirtschaft 2022 mit lediglich 3,1 Prozent noch schwächer gewachsen.
Freilich muss man bei Daten aus einer kommunistischen Diktatur stets Vorsicht walten lassen. Wie verlässlich die offiziellen Zahlen aus Peking tatsächlich sind, bleibt eine offene Frage. Dennoch zeichnen die verfügbaren Indikatoren ein klares Bild: Die schwache Binnennachfrage drückt auf das Wachstum.
Deflationäre Tendenzen und Immobilienkrise
Der angespannte Arbeitsmarkt und fallende Immobilienpreise haben viele chinesische Haushalte in die Überschuldung getrieben. Die Konsequenz ist eine ausgeprägte Konsumzurückhaltung, die sich auch in den Inflationsdaten widerspiegelt. Seit fast drei Jahren liegt die Teuerungsrate unter einem Prozent – gefährlich nahe am deflationären Bereich. In Erwartung weiter fallender Preise halten sich die Verbraucher insbesondere bei größeren Anschaffungen zurück.
Deutsche Autobauer spüren den Gegenwind
Für deutsche Premiumhersteller entwickelt sich diese Entwicklung zunehmend zum Desaster. Mercedes-Benz und Porsche kämpfen mit dramatisch einbrechenden Absätzen auf dem einst so lukrativen chinesischen Markt. Porsche musste im vergangenen Jahr einen Rückgang von 26 Prozent bei den Neuzulassungen in China hinnehmen. Im Vergleich zu 2021 haben sich die Verkaufszahlen sogar mehr als halbiert.
Das verhaltene Konsumklima trifft ausländische Luxusmarken besonders hart. Chinesische Verbraucher, die einst als kaufkräftige Kundschaft galten, üben sich nun in Zurückhaltung – ein Trend, der sich so schnell nicht umkehren dürfte.
Rekord-Handelsüberschuss trotz geopolitischer Spannungen
Während die Binnenwirtschaft schwächelt, bleibt der Export ein tragender Pfeiler des chinesischen Wachstums. Trotz anhaltender Handelskonflikte und der von US-Präsident Trump verhängten Strafzölle meldete Peking für 2025 einen historischen Rekord beim Handelsüberschuss: 1,2 Billionen US-Dollar.
Die Volksrepublik hat ihre Exportstrategie geschickt angepasst. Während die Ausfuhren in die USA deutlich zurückgingen, wurden neue Absatzmärkte erschlossen:
Afrika verzeichnete einen Exportzuwachs von 25,8 Prozent. Die ASEAN-Staaten legten um 13,4 Prozent zu. Selbst die Lieferungen nach Deutschland stiegen um 10,5 Prozent auf rund 118,3 Milliarden US-Dollar.
Der beschämende Vergleich mit Deutschland
Hier offenbart sich das eigentliche Drama: Während China mit „nur" 4,5 Prozent Wachstum hadert, dümpelt Deutschland in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit. Nach zwei Rezessionsjahren 2023 und 2024, in denen das BIP um 0,3 beziehungsweise 0,2 Prozent schrumpfte, prognostizierte das ifo-Institut für 2025 ein marginales Wachstum von gerade einmal 0,2 Prozent.
Man muss sich diese Zahlen auf der Zunge zergehen lassen: China wächst um das Zwanzigfache dessen, was Deutschland schafft. Und das trotz aller Probleme, die die Volksrepublik plagen.
Der Pro-Kopf-Wohlstand nähert sich an
Besonders alarmierend ist die Entwicklung beim kaufkraftbereinigten Pro-Kopf-Wohlstand. Die Chinesen haben inzwischen fast 40 Prozent des deutschen Niveaus erreicht. In absoluten Zahlen sind die Deutschen zwar noch viermal so wohlhabend – doch bei der aktuellen Entwicklung wird sich dieser Vorsprung kontinuierlich verringern.
Für die Jahre 2026 und 2027 werden in Deutschland Zuwächse von 1,3 beziehungsweise 1,6 Prozent erwartet – im Vergleich zu Chinas prognostizierten 4,4 bis 4,5 Prozent ein geradezu erbärmlicher Wert.
Resilienz in der Krise – ein Lehrstück
Besonders aufschlussreich ist der Blick auf das Pandemiejahr 2020. Während Deutschland mit einem BIP-Einbruch von 4,1 Prozent in die Knie ging, schaffte China trotz gestörter Lieferketten und Lockdowns noch ein Wachstum von 2,3 Prozent. Diese Resilienz sollte deutschen Wirtschaftspolitikern zu denken geben.
Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds rechnen auch für 2026 mit einer Fortsetzung des chinesischen Wachstumskurses bei etwa 4,4 bis 4,5 Prozent. Deutschland hingegen wird weiter vor sich hin stagnieren – gefangen in einem Netz aus überbordender Bürokratie, ideologiegetriebener Energiepolitik und einer Regierung, die wirtschaftliche Vernunft offenbar als Fremdwort betrachtet.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während China trotz aller Schwierigkeiten seinen wirtschaftlichen Aufstieg fortsetzt, droht Deutschland der schleichende Abstieg in die Mittelmäßigkeit. Vielleicht sollten wir weniger über chinesische Wachstumsschwächen lamentieren und stattdessen vor der eigenen Haustür kehren.
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