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Kettner Edelmetalle
16.02.2026
07:42 Uhr

Chinas Würgegriff auf Seltene Erden: CME plant historischen Futures-Kontrakt

Es ist ein Paukenschlag, der die geopolitischen Machtverhältnisse im Rohstoffsektor grundlegend verschieben könnte: Die Chicago Mercantile Exchange (CME), der weltweit größte Derivatemarktplatz, arbeitet offenbar an der Einführung des ersten Futures-Kontrakts für Seltene Erden überhaupt. Ein Schritt, der längst überfällig ist – und der die westliche Welt endlich aus der demütigenden Abhängigkeit von Peking befreien könnte.

Peking diktiert die Preise – der Westen schaut zu

Die Dimension des Problems lässt sich in einer einzigen Zahl zusammenfassen: 90 Prozent. So hoch ist Chinas Anteil an der Verarbeitung Seltener Erden. Eine Monopolstellung, die das kommunistische Regime in Peking seit Jahren als geopolitische Waffe einsetzt und die den Westen in eine strategische Abhängigkeit getrieben hat, die an Fahrlässigkeit grenzt. Während westliche Politiker jahrelang über Klimaziele und Gendersternchen debattierten, baute China systematisch seine Kontrolle über jene 17 Elemente aus, ohne die weder Elektroautos noch Windturbinen, weder Kampfjets noch Drohnen funktionieren.

Derzeit werden die Preise für Neodym und Praseodym – die beiden wichtigsten Seltenen Erden, die als kombiniertes Produkt (NdPr) gehandelt werden – ausschließlich in China festgelegt. Zwei chinesische Börsen, die Ganzhou Rare Metal Exchange und die Baotou Rare Earth Products Exchange, dominieren den Spothandel. Der Westen? Steht daneben und nimmt, was er bekommt.

Ein fehlender Baustein mit enormer Tragweite

Genau hier setzt der Plan der CME an. Laut mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Quellen arbeite die Börse an einem neuen Futures-Kontrakt, der Neodym und Praseodym kombiniere. Auch die rivalisierende Intercontinental Exchange (ICE) beschäftige sich mit dem Thema, sei jedoch in der Planung noch nicht so weit fortgeschritten. Beide Börsen wollten sich zu den Berichten nicht äußern.

„Es ist ein so entscheidendes fehlendes Puzzlestück für die Branche im Moment", wird eine der Quellen zitiert.

Und tatsächlich: Das Fehlen eines funktionierenden Futures-Marktes ist eines der größten Hindernisse für den Aufbau westlicher Lieferketten. Banken scheuen sich, Bergbauprojekte außerhalb Chinas zu finanzieren, weil sie ohne Absicherungsinstrumente die künftigen Einnahmen schlicht nicht prognostizieren können. Produzenten wiederum können sich nicht gegen Preiseinbrüche absichern. Ein Teufelskreis, der Chinas Dominanz zementiert.

Extreme Preisschwankungen als Warnsignal

Wie berechtigt die Sorge vor Volatilität ist, zeigen die jüngsten Preisbewegungen eindrucksvoll. Seit Jahresbeginn 2026 seien die NdPr-Preise auf dem chinesischen Markt um satte 41 Prozent gestiegen und hätten den höchsten Stand seit Juli 2022 erreicht. Doch wer glaubt, das sei eine Einbahnstraße, irrt gewaltig: In den 15 Monaten bis Mai 2023 brachen die Preise um 50 Prozent ein. Solche Achterbahnfahrten machen jede seriöse Kalkulation zur Lotterie.

Washingtons strategisches Erwachen

Die Initiative der CME fällt in eine Zeit, in der die USA unter Präsident Donald Trump die Abhängigkeit von China bei kritischen Mineralien endlich ernst nehmen. Erst kürzlich stellte Washington einen präferenziellen Handelsblock mit Verbündeten vor und kündigte ein 12 Milliarden Dollar schweres strategisches Vorratslager an. Im vergangenen Juli schloss die US-Regierung zudem ein milliardenschweres Abkommen mit MP Materials, das eine 15-prozentige Staatsbeteiligung und eine Preisuntergrenze auf Basis des NdPr-Preises umfasste.

Es sind Schritte in die richtige Richtung – doch sie kommen spät. Viel zu spät, wenn man bedenkt, dass China seine strategische Position über Jahrzehnte aufgebaut hat, während der Westen sehenden Auges in die Abhängigkeit schlitterte. Dass ausgerechnet die EU, Japan und Mexiko nun in eine gemeinsame Initiative für kritische Mineralien eingebunden werden sollen, zeigt, wie dramatisch die Lage inzwischen ist.

Auch für Deutschland von enormer Bedeutung

Für Deutschland, dessen Automobilindustrie massiv auf Elektromobilität setzt und dessen Verteidigungssektor dringend modernisiert werden muss, wäre ein funktionierender Futures-Markt für Seltene Erden von unschätzbarem Wert. Permanentmagnete aus Neodym und Praseodym stecken in jedem Elektromotor, in jeder Windkraftanlage, in jedem modernen Waffensystem. Wer diese Rohstoffe nicht absichern kann, baut auf Sand.

Die CME hat bereits bewiesen, dass sie neue Rohstoff-Futures erfolgreich etablieren kann. Kontrakte für Lithium und Kobalt – beides ebenfalls kritische Mineralien für die Batterieproduktion – laufen bereits. Im vierten Quartal meldete die Börse ein durchschnittliches tägliches Handelsvolumen von rekordverdächtigen 27,4 Millionen Kontrakten, ein Anstieg um 7,5 Prozent.

Ein Markt mit Tücken

Allerdings gibt es erhebliche Hürden. Der Markt für Seltene Erden ist im Vergleich zu anderen Metallmärkten winzig. Die Handelsvolumina sind dünn, die Liquidität begrenzt. Eine endgültige Entscheidung über den Start eines solchen Kontrakts sei noch nicht gefallen, heißt es aus informierten Kreisen. Doch allein die Tatsache, dass die weltweit größte Derivatebörse ernsthaft an einem solchen Produkt arbeitet, sendet ein unmissverständliches Signal: Der Westen hat verstanden, dass er sich aus Chinas Würgegriff befreien muss.

Für Anleger, die sich vor geopolitischen Verwerfungen und der zunehmenden Fragilität globaler Lieferketten schützen wollen, bleiben physische Edelmetalle wie Gold und Silber ein bewährter Anker der Stabilität. In einer Welt, in der Rohstoffabhängigkeiten zur Waffe werden und Währungen durch schuldenfinanzierte Sondervermögen entwertet zu werden drohen, bietet der Besitz realer Werte eine Sicherheit, die kein Futures-Kontrakt ersetzen kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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