
Chinesische Hacker drangen bis ins Herz der britischen Regierung vor
Was sich wie ein Spionagethriller aus dem Kalten Krieg liest, ist bittere Realität: Staatlich gesteuerte chinesische Hackergruppen haben offenbar über Jahre hinweg systematisch die Mobiltelefone hochrangiger britischer Regierungsbeamter infiltriert. Die Angriffe reichten dabei, wie Fox News unter Berufung auf Geheimdienstquellen berichtet, "direkt ins Herz von Downing Street" – dem Amtssitz des britischen Premierministers.
Eine Kampagne mit globalem Ausmaß
US-amerikanische Geheimdienste gehen davon aus, dass die Cyberangriffe bereits 2021 begannen, obwohl sie erst 2024 öffentlich bekannt wurden. Die Dimension dieser Spionageoffensive ist erschreckend: Nicht nur Großbritannien, sondern sämtliche Mitglieder der sogenannten "Five Eyes"-Allianz – also die USA, Kanada, Australien und Neuseeland – wurden ins Visier genommen.
Die ehemalige nationale Sicherheitsberaterin der USA, Anne Neuberger, beschrieb das Ausmaß der Kompromittierung in alarmierenden Worten. Die chinesischen Angreifer hätten sich "umfassenden und vollständigen Zugang" zu den Netzwerken verschafft. Dies ermöglichte es ihnen, Millionen von Personen zu orten, Telefongespräche nach Belieben aufzuzeichnen und Nachrichten mitzulesen.
Salt Typhoon – ein Name, der Geheimdienste erschaudern lässt
Hinter den Angriffen steht eine Hackergruppe, die unter dem Codenamen "Salt Typhoon" bekannt ist. Der ehemalige israelische Geheimdienstchef Yuval Wollman bezeichnete diese Formation als "einen der prominentesten Namen" in der Welt der Cyberspionage. Ihre Operationen erstrecken sich über Europa, den Nahen Osten und Afrika.
Die Dreistigkeit, mit der hier vorgegangen wurde, offenbart ein fundamentales Versagen westlicher Sicherheitsarchitektur.
Besonders brisant: Laut Berichten des Telegraph waren "zahlreiche" Hacking-Vorfälle während der Amtszeit des ehemaligen Premierministers Rishi Sunak zwischen 2022 und 2024 zu verzeichnen. Welche sensiblen Informationen dabei möglicherweise abgeflossen sind, bleibt im Dunkeln.
Westliche Naivität rächt sich bitter
Diese Enthüllungen werfen ein grelles Schlaglicht auf die jahrelange Blauäugigkeit westlicher Regierungen gegenüber chinesischen Technologieunternehmen und deren Verflechtung mit dem Staatsapparat in Peking. Während man sich in Berlin, London und anderswo mit Gender-Debatten und Klimazielen beschäftigte, baute China systematisch seine Cyberkriegskapazitäten aus.
Erst im August 2025 veröffentlichten US-Behörden eine gemeinsame Warnung, dass chinesische staatlich geförderte Gruppen weiterhin globale Netzwerke angreifen. China selbst weist sämtliche Vorwürfe als "haltlos" und "ohne Beweise" zurück – eine Standardreaktion, die mittlerweile niemanden mehr überrascht.
Konsequenzen für die Sicherheitspolitik
Die britische Regierung hat sich zu den jüngsten Berichten bislang nicht geäußert. Doch eines ist klar: Der Westen muss endlich aufwachen und seine kritische Infrastruktur vor feindlichen Akteuren schützen. Die Zeit der Naivität gegenüber autoritären Regimen sollte ein für alle Mal vorbei sein.

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