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02.03.2026
07:23 Uhr

Dublin-Desaster: EU-Partner lassen Deutschland bei Asylrücknahmen eiskalt auflaufen

Dublin-Desaster: EU-Partner lassen Deutschland bei Asylrücknahmen eiskalt auflaufen

Die Zahlen sind so ernüchternd wie vorhersehbar – und sie offenbaren ein europäisches Asylsystem, das längst nur noch auf dem Papier existiert. Von knapp 36.000 deutschen Übernahmeersuchen an andere EU-Staaten im Jahr 2025 wurden gerade einmal 5.377 Asylbewerber tatsächlich zurücküberstellt. Das entspricht einer Quote von rund 15 Prozent. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: Mehr als 30.000 Menschen, die eigentlich in anderen EU-Ländern ihr Asylverfahren hätten durchlaufen müssen, blieben in Deutschland hängen.

Italien: Eine einzige Überstellung bei über 6.000 Ersuchen

Besonders dreist gebärdet sich ausgerechnet Italien. Das Mittelmeerland, über dessen Küsten Hunderttausende Migranten nach Europa gelangen, überstellte im gesamten Jahr 2025 exakt einen einzigen Asylbewerber zurück – bei 6.229 deutschen Ersuchen. Eine einzige Person. Das ist keine Kooperation mehr, das ist blanker Hohn. Während die italienische Regierung unter Giorgia Meloni nach außen hin eine harte Migrationspolitik propagiert, verweigert sie gleichzeitig die Rücknahme jener Menschen, für die sie nach geltendem EU-Recht zuständig wäre.

Die Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zeichnen ein Bild des systematischen Versagens. Von den 35.942 gestellten Übernahmeersuchen wurden zwar 23.912 positiv beschieden – die Partnerländer stimmten also formal zu. Doch zwischen Zusage und tatsächlicher Überstellung klafft ein Abgrund, der tiefer kaum sein könnte. Nicht einmal jeder vierte bewilligte Antrag führte am Ende zu einer realen Rückführung.

2024 war noch schlimmer – doch Besserung bleibt Illusion

Wer nun meint, die Lage habe sich zumindest verbessert, der irrt nur bedingt. Im Vorjahr 2024 sah die Bilanz sogar noch desaströser aus: 74.583 Überstellungsanträge, 44.431 Zustimmungen – und lediglich 5.827 tatsächliche Rückführungen. Die absolute Zahl der Überstellungen stagniert also auf erbärmlich niedrigem Niveau, während die Ersuchen immerhin deutlich zurückgingen. Ob das an einer realistischeren Einschätzung der Erfolgsaussichten liegt oder schlicht an veränderten Migrationsströmen, darüber schweigen sich die Behörden aus.

Die Dublin-Verordnung, jenes Herzstück des europäischen Asylsystems, besagt im Kern etwas denkbar Einfaches: Der Staat, in dem ein Asylbewerber erstmals europäischen Boden betritt, ist für dessen Verfahren zuständig. Eine Regel, die auf dem Papier logisch und gerecht erscheint. In der Praxis jedoch erweist sie sich als zahnloser Tiger. Denn Sanktionsmechanismen für Staaten, die sich der Rücknahme verweigern? Fehlanzeige.

Deutschland nimmt selbst nur widerwillig zurück

Fairerweise muss man anmerken, dass auch Deutschland kein Musterknabe ist, wenn es um die umgekehrte Richtung geht. Im vergangenen Jahr richteten andere EU-Staaten 16.530 Übernahmeersuchen an die Bundesrepublik. In 10.512 Fällen stimmten die deutschen Behörden zu. Angekommen sind letztlich aber nur 4.865 Personen. Auch hier also eine erhebliche Diskrepanz zwischen Theorie und Wirklichkeit – wenngleich die Quote immerhin höher liegt als bei den deutschen Ersuchen an die Partner.

Ein System am Ende – und der Bürger zahlt die Zeche

Was bedeutet das alles für den deutschen Steuerzahler? Jeder Asylbewerber, der eigentlich in einem anderen EU-Land sein Verfahren durchlaufen müsste, aber in Deutschland bleibt, kostet Geld. Unterbringung, Verpflegung, medizinische Versorgung, Verwaltungsaufwand – die Kommunen ächzen seit Jahren unter der Last, und ein Ende ist nicht in Sicht. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hatte im Wahlkampf vollmundig eine härtere Gangart in der Migrationspolitik versprochen. Doch was nützen markige Worte, wenn die europäischen Partner schlicht nicht mitspielen?

Es drängt sich die unbequeme Frage auf: Ist die Dublin-Verordnung überhaupt noch das Papier wert, auf dem sie geschrieben steht? Seit Jahren funktioniert das System nicht, seit Jahren werden die gleichen Klagen vorgetragen, seit Jahren passiert – nichts Substanzielles. Die EU feiert sich gerne als Wertegemeinschaft und Solidargemeinschaft. Doch wenn es um die faire Verteilung von Lasten geht, ist es mit der Solidarität offenbar schnell vorbei. Deutschland bleibt der gutmütige Zahlmeister Europas, der brav seine Pflichten erfüllt und dafür von den Partnern mit einem Achselzucken belohnt wird.

Die Bürger dieses Landes haben ein Recht darauf, dass geltendes Recht durchgesetzt wird. Nicht irgendwann, nicht vielleicht, sondern jetzt. Wer das Dublin-System nicht reformieren oder ersetzen kann, der muss zumindest den Mut haben, nationale Maßnahmen zu ergreifen, die den unkontrollierten Zuzug wirksam begrenzen. Alles andere wäre eine Kapitulation vor der Realität – und ein weiterer Vertrauensbruch gegenüber jenen Millionen Deutschen, die sich fragen, ob in diesem Land überhaupt noch jemand ihre Interessen vertritt.

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