
Eskalation am Golf: Trump lässt Flugzeugträger auffahren – Experten warnen vor blindem Aktionismus

Die Zeichen stehen auf Sturm. Während die Welt gebannt auf den Persischen Golf blickt, haben die Vereinigten Staaten ihre militärische Präsenz in der Region auf ein bedrohliches Niveau hochgefahren. Der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln" hat nach einer Verlegung vom Südchinesischen Meer am Sonntagabend sein Ziel erreicht – begleitet von einer imposanten Armada aus Begleitschiffen und Kampfflugzeugen. Auch die britischen Verbündeten haben Verstärkung in die Region entsandt.
Trump gibt sich kämpferisch – doch fehlt der Plan?
US-Präsident Donald Trump ließ keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit aufkommen. „Wir haben eine Menge Schiffe in diese Richtung unterwegs, nur für alle Fälle", erklärte der 79-Jährige und fügte eine unmissverständliche Drohung hinzu: „Der Iran muss seine Aggression stoppen, oder er wird die Konsequenzen spüren." Worte, die in Teheran sicherlich nicht ungehört verhallen werden.
Doch während die Muskeln spielen, mehren sich die warnenden Stimmen aus dem Kreis der Experten. Der renommierte Außenpolitik-Experte Thomas Jäger, Professor für internationale Politik an der Universität zu Köln, hält eine US-Intervention zwar grundsätzlich für möglich. Trump könne seine Drohungen „jederzeit wahr machen", so Jäger. Allerdings rechne er allenfalls mit einer „Bestrafungsaktion". Ein direktes militärisches Engagement mit dem Ziel eines Regimewechsels werde der Präsident „scheuen".
Ehemaliger US-General mahnt zur Besonnenheit
Besonders eindringlich fällt die Warnung des früheren US-Generals Ben Hodges aus, der von 2014 bis 2017 als Oberbefehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa diente. Seine zentrale Frage an die Entscheidungsträger in Washington: „Was kommt nach dem Schlag?" Ohne „klare Antworten" auf diese fundamentale Frage sollte der Präsident „keinen Angriff anordnen", so Hodges unmissverständlich.
Wie brisant die Lage bereits ist, zeigte sich Mitte Januar auf dramatische Weise. In der Nacht vom 14. auf den 15. Januar 2026 ging man Berichten zufolge von einem unmittelbar bevorstehenden US-Angriff auf den Iran aus. Teheran sperrte kurzzeitig den Luftraum, in der gesamten Region herrschte höchste Alarmbereitschaft, während US-Flugzeuge von Basen im Nahen Osten starteten. Selbst auf dem US-Stützpunkt Ramstein in Deutschland fand an jenem Abend eine Krisensitzung zum Iran statt.
Strategischer Nutzen fraglich
Professor Jäger ordnet die aktuelle Situation nüchtern ein: „Die USA sind nun militärisch vorbereitet." Einen strategischen Nutzen sieht der Experte darin jedoch nicht. Ein Schlag gegen den Iran würde die Position der USA im Nahen Osten „eher verschlechtern als verbessern", da viele arabische Staaten einen Angriff ablehnten. Eine Einschätzung, die nachdenklich stimmen sollte.
Die Geschichte lehrt uns, dass militärische Abenteuer ohne klare Strategie und Ausstiegsszenario selten gut enden. Der Irak-Krieg, Afghanistan – die Liste der Beispiele ist lang und ernüchternd. Ob Trump diese Lektion beherzigt oder ob der Drang nach demonstrativer Stärke überwiegt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Welt hält den Atem an.
Für Deutschland und Europa bedeutet diese Entwicklung einmal mehr, dass wir uns nicht auf die Stabilität amerikanischer Außenpolitik verlassen können. Eine eigenständige europäische Sicherheitsarchitektur erscheint dringlicher denn je – auch wenn die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz andere Prioritäten zu setzen scheint.
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