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Eskalation am Persischen Golf: Iran droht mit Zerstörung der Lebensadern ganzer Nationen

Eskalation am Persischen Golf: Iran droht mit Zerstörung der Lebensadern ganzer Nationen

Was sich derzeit am Persischen Golf zusammenbraut, hat das Potenzial, die geopolitische Landkarte des Nahen Ostens grundlegend zu verändern – und die Auswirkungen werden weit über die Region hinaus zu spüren sein. Der Iran hat in einer beispiellosen Drohgebärde angekündigt, Kraftwerke und Wasserentsalzungsanlagen in den Golfstaaten anzugreifen, sollten die USA ihre Ankündigung wahrmachen, iranische Stromversorgungsanlagen zu bombardieren. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Staat droht offen damit, die Trinkwasserversorgung ganzer Nachbarländer zu vernichten.

Trumps Ultimatum und Teherans Antwort

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstagabend ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt. Die Forderung: Der Iran solle die Straße von Hormus – jene maritime Nadelöhr-Passage, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird – vollständig für den Schiffsverkehr öffnen. Andernfalls würden die USA iranische Kraftwerke „auslöschen". Die Frist lief am späten Montagabend Washingtoner Zeit ab.

Teherans Reaktion? Keine Einkehr, kein Einlenken, sondern eine Eskalation, die selbst hartgesottene Geopolitik-Beobachter erschaudern lässt. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten über Staatsmedien, man werde Energieinfrastruktur in sämtlichen Gebieten treffen, die US-Stützpunkte mit Strom versorgen. Die regimenahe Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte gar eine detaillierte Liste potenzieller Ziele – darunter das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Angriff auf ein Atomkraftwerk. Man lese das noch einmal langsam.

Ganze Nationen ohne Trinkwasser?

Die Tragweite dieser Drohungen kann kaum überschätzt werden. Bahrain und Katar decken 100 Prozent ihres Trinkwassers über Entsalzungsanlagen. Die VAE sind zu mehr als 80 Prozent davon abhängig, Saudi-Arabien immerhin noch zur Hälfte. Würden diese Anlagen zerstört oder auch nur beschädigt, stünden Millionen Menschen buchstäblich vor dem Verdursten. In einer Region, in der Temperaturen regelmäßig die 50-Grad-Marke überschreiten, wäre ein Ausfall der Wasserversorgung nicht bloß eine Unannehmlichkeit – es wäre eine humanitäre Katastrophe biblischen Ausmaßes.

Eine Infografik der iranischen Nachrichtenagentur Mehr trug den zynischen Titel „Verabschieden Sie sich vom Strom" und zeigte mögliche Angriffsziele in Saudi-Arabien, den VAE, Katar und Kuwait. Weitere Grafiken listeten Israels größte Kraftwerke auf. Die Botschaft des iranischen Regimes könnte kaum deutlicher sein: „Im Falle des geringsten Angriffs auf die Strominfrastruktur der Islamischen Republik wird die gesamte Region in Dunkelheit versinken."

Verminung der Straße von Hormus

Als wäre die Bedrohung der zivilen Infrastruktur nicht genug, drohte der iranische Verteidigungsrat zusätzlich damit, bei Angriffen auf iranische Küsten oder Inseln sämtliche Zugangswege im Persischen Golf mit Seeminen zu versehen – einschließlich sogenannter Treibminen. Eine vollständige Verminung der Straße von Hormus würde den globalen Ölhandel in seinen Grundfesten erschüttern und die ohnehin angespannten Energiemärkte in eine Krise stürzen, wie sie die Welt seit Jahrzehnten nicht erlebt hat.

Ölpreis explodiert – schlimmer als die Schocks der 1970er

Der Chef der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, fand in Canberra drastische Worte: Die aktuelle Krise habe schlimmere Auswirkungen auf die Energiemärkte als die Ölschocks der 1970er-Jahre und der russisch-ukrainische Krieg zusammengenommen. Der Ölpreis für Brent-Rohöl lag bereits bei rund 112 Dollar pro Barrel – ein Anstieg von fast 55 Prozent seit Kriegsbeginn am 28. Februar. Für den deutschen Verbraucher, der ohnehin unter den Folgen einer verfehlten Energiepolitik ächzt, sind das keine guten Nachrichten. Wer glaubte, die Energiepreise hätten ihren Höhepunkt bereits erreicht, dürfte eines Besseren belehrt werden.

Und hier zeigt sich einmal mehr, wie verhängnisvoll die ideologiegetriebene Energiewende der vergangenen Jahre war. Deutschland hat sich durch den überhasteten Ausstieg aus der Kernenergie und die einseitige Fixierung auf erneuerbare Energien in eine Abhängigkeit manövriert, die in Krisenzeiten wie diesen besonders schmerzhaft zutage tritt. Während andere Nationen ihre Energieversorgung diversifizieren und auf Versorgungssicherheit setzen, steht die Bundesrepublik mit einer fragilen Infrastruktur da, die jedem geopolitischen Sturm schutzlos ausgeliefert ist.

Israel greift an – die Spirale dreht sich weiter

Unterdessen startete Israel nach eigenen Angaben eine „großangelegte Angriffswelle" auf Infrastrukturziele in Teheran. Der Chef des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, erklärte gegenüber dem persischsprachigen Sender Iran International, die Kampagne verlaufe „planmäßig oder schneller als geplant". Laut iranischem Gesundheitsministerium seien im bisherigen Kriegsverlauf mehr als 1.500 Iraner getötet worden. In Israel hätten 15 Menschen durch iranische Angriffe ihr Leben verloren. Im Libanon kamen durch israelische Angriffe auf die Hisbollah mehr als 1.000 Menschen ums Leben.

Ein hochrangiger UN-Vertreter, Jorge Moreira da Silva, warnte vor einem globalen Dominoeffekt. Die Welt erlebe bereits „exponentielle Preisanstiege bei Öl, Treibstoff und Gas", die vor allem Millionen Menschen in Entwicklungsländern Asiens und Afrikas träfen. Seine Mahnung: „Es gibt keine militärische Lösung." Ob diese Worte in Washington, Teheran oder Jerusalem Gehör finden, darf bezweifelt werden.

Was bedeutet das für Deutschland und Europa?

Die Konsequenzen dieser Eskalation werden auch in Europa und Deutschland massiv zu spüren sein. Steigende Energiepreise, explodierende Spritkosten, eine weitere Belastung der ohnehin angeschlagenen deutschen Wirtschaft – all das zeichnet sich am Horizont ab. Die neue Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz wird sich fragen lassen müssen, welche konkreten Maßnahmen sie ergreift, um die Energieversorgung Deutschlands krisenfest zu machen. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wäre hier sinnvoller investiert als in so manches ideologische Prestigeprojekt.

In Zeiten derartiger geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr der Wert von physischen Edelmetallen als Instrument der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben in jeder großen Krise der Menschheitsgeschichte ihren Wert bewiesen – von den Ölschocks der 1970er über den Zusammenbruch des Ostblocks bis hin zur Finanzkrise 2008. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen absichert, schützt sich gegen genau jene Verwerfungen, die wir derzeit in Echtzeit beobachten können.

„Im Falle des geringsten Angriffs auf die Strominfrastruktur der Islamischen Republik wird die gesamte Region in Dunkelheit versinken." – Iranische Nachrichtenagentur Mehr

Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, ob die Diplomatie noch eine Chance hat – oder ob der Nahe Osten in einen Flächenbrand gerät, dessen Folgen die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen werden. Eines steht fest: Die Zeit des Abwartens ist vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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