
Explosion in Berlin-Mitte: Umspannwerk brennt, Ampeln fallen aus!

In der Nacht zum Montag rückte die Berliner Feuerwehr mit 54 Kräften in die Bissingzeile im Ortsteil Tiergarten aus. Dort brannten eine Baustelle und ein Teil eines Umspannwerks, beides wurde beschädigt. Die Stromversorgung selbst blieb nach Angaben der Polizei stabil – doch rund um den Standort fielen am Morgen 50 bis 60 Ampeln aus.
Technischer Defekt – oder doch mehr?
Betreiber der Anlage ist der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz. Ein Sprecher erklärte, derzeit deute alles auf einen technischen Fehler hin. Die Polizei teilte am Vormittag mit, ersten Erkenntnissen zufolge habe ein Defekt einen Kurzschluss ausgelöst, der zu einer Explosion geführt habe.
Klingt nach Routine. Ist es aber nicht. Denn dass ein Feuer an einem Umspannwerk in Deutschland derzeit binnen Minuten die Frage nach Sabotage aufwirft, sagt mehr ĂĽber den Zustand unserer kritischen Infrastruktur als jede Sonntagsrede.
Eine Serie, die Ermittler in Alarmbereitschaft hält
Denn parallel laufen in mehreren Bundesländern Ermittlungen wegen mutmaßlicher Sabotage. Am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde lenkten Unbekannte laut Ermittlern leitfähiges Material mit selbstgebauten, Silvesterraketen ähnelnden Flugkörpern in Richtung der Höchstspannungsleitungen. Mehr als 20 solcher Vorrichtungen wurden gefunden – ermittelt wird unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung.
In Nordrhein-Westfalen entdeckte ein Spaziergänger an einem Umspannwerk bei Dormagen einen verdächtigen Gegenstand, möglicherweise eine Abschussvorrichtung. In Bergheim bei Köln fanden Behörden nach eigenen Angaben Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik, in Sachsen an zwei Standorten mehrere Sprengstoffvorrichtungen. Auch am Umspannwerk Ganderkesee in Niedersachsen war die Polizei nächtelang im Einsatz, zeitweise mit Hubschrauber.
Fahndung nach einem 48-Jährigen läuft weiter
Gesucht wird ein 48-jähriger Tatverdächtiger, öffentlich mit Fotos. In seiner Wohnung in Gevelsberg fanden Beamte Sprengstoff; ein Spezialeinsatzkommando stürmte bei Niederzier einen zum Wohnmobil umgebauten Lastwagen – ohne den Gesuchten anzutreffen. Auch eine großflächige Durchsuchung im Hambacher Forst blieb Medienberichten zufolge am Sonntag erfolglos. Grundlage sind zwei Bekennerschreiben, die bei Medienhäusern eingingen.
„Das Wissen, was offenbart wird in diesen Schreiben, das ist eindeutiges Täterwissen“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).
Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Gesuchten selbstverständlich die Unschuldsvermutung.
Berlin hat den Blackout noch nicht vergessen
Wie verwundbar die Hauptstadt ist, zeigte der 3. Januar 2026: Nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Lichterfelde saßen laut öffentlich dokumentierten Angaben rund 45.000 Haushalte und über 2.200 Betriebe tagelang im Dunkeln – der längste Stromausfall Berlins seit 1945. Bundeswehr und THW mussten helfen, der Generalbundesanwalt übernahm, eine Belohnung von bis zu einer Million Euro verlief im Sande. Der Regierende Bürgermeister zog im Juli 2026 die politische Konsequenz und verzichtete auf eine erneute Spitzenkandidatur.
Aus Sicht unserer Redaktion ist das die eigentliche Nachricht: Ein Staat, der Milliarden in Sondervermögen und Klimaziele schreibt, hat es bis heute nicht geschafft, seine Stromadern gegen Bastelraketen zu härten. Wer sich darauf verlässt, dass immer alles läuft, handelt fahrlässig – Vorsorge ist Eigenverantwortung. Dazu zählen für viele Bürger Notvorräte, Bargeld im Haus und physische Edelmetalle als krisenfeste Beimischung im Vermögen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten. Er spiegelt unsere Einordnung auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jeder Leser trifft Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst informieren.

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