
Fake-Videos im ZDF: Hayali schrieb brisante Anmoderation selbst – und will von nichts gewusst haben
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland steckt einmal mehr in einer Glaubwürdigkeitskrise, die das ohnehin ramponierte Vertrauen der Gebührenzahler weiter erschüttert. Im Zentrum des jüngsten Skandals: das ZDF Heute Journal, ein KI-generiertes Fake-Video, ein falsch zugeordneter Clip aus dem Jahr 2022 – und eine Moderatorin, die in ihrer Anmoderation erstaunlich hellsichtig von gefälschten Videos sprach, aber angeblich nichts von den Fälschungen im eigenen Beitrag gewusst haben will.
Was ist passiert?
In einem Beitrag des Heute Journal über Einsätze der US-amerikanischen Abschiebebehörde ICE unter Präsident Donald Trump wurden gleich zwei problematische Videoclips verwendet. Der erste war ein mittels des KI-Tools „Sora" generierter Fake-Clip – erkennbar an einem eindeutigen Wasserzeichen. Der zweite zeigte einen Jungen aus Florida, der im Jahr 2022 Amokdrohungen verschickt hatte, wurde jedoch im Beitrag fälschlicherweise als Szene eines ICE-Einsatzes präsentiert. Zwei Fehler in einem einzigen Beitrag – das ist selbst für die Verhältnisse des gebührenfinanzierten Fernsehens bemerkenswert.
Die Anmoderation wirft unbequeme Fragen auf
Besonders pikant wird die Angelegenheit durch die Anmoderation von Dunja Hayali. Die ZDF-Moderatorin eröffnete den Beitrag mit den Worten, wer in den sozialen Netzwerken unterwegs sei, werde festgestellt haben, dass es sehr viele Videos zu den ICE-Einsätzen gebe. Dann fügte sie hinzu: „Nicht alle sind echt, aber doch sehr viele." Eine bemerkenswerte Formulierung – unmittelbar bevor ein Beitrag ausgestrahlt wurde, der selbst unechtes Material enthielt.
Auf Nachfrage bestätigte das ZDF nun, dass Hayali diese Anmoderation selbst verfasst habe. Gleichzeitig beteuert der Sender, die Moderatorin habe von der Verwendung der KI-generierten Bilder und des falsch kontextualisierten Clips nichts gewusst. Man muss sich diese Konstruktion auf der Zunge zergehen lassen: Die Moderatorin warnt vor Fake-Videos, zeigt dann welche – und will davon nichts geahnt haben. Ein Zufall, der so groß ist, dass er schon fast wieder unglaubwürdig wirkt.
Das ZDF laviert und relativiert
Die Reaktion des Senders auf den Skandal folgte dem üblichen Muster öffentlich-rechtlicher Krisenkommunikation: erst relativieren, dann Einzelpersonen opfern, schließlich zur Tagesordnung übergehen. Zunächst behauptete das ZDF, es habe lediglich eine Kennzeichnung des KI-Clips gefehlt, die aus „technischen Gründen" bei der Überspielung verloren gegangen sei. Eine Erklärung, die den zweiten, falsch zugeordneten Clip wohlweislich unerwähnt ließ.
In einer sogenannten „korrigierten" Fassung wurde der KI-Clip zwar ausgetauscht – doch auch der zweite problematische Clip aus dem Jahr 2022 verschwand stillschweigend. Das Heute Journal musste sich schließlich vor einem Millionenpublikum öffentlich entschuldigen. Die Autorin des Beitrags, Nicola Albrecht, wurde aus dem New Yorker Studio abberufen. Sie habe, so das ZDF, „von sich aus angeboten und entschieden, neues Bildmaterial hinzuzufügen".
Verantwortlicher Redakteur bleibt im Schatten
Während die Korrespondentin als Sündenbock herhalten muss, bleibt der „verantwortliche Redakteur", der den Beitrag hätte prüfen müssen, namenlos und offenbar auch konsequenzlos. Das ZDF räumte lediglich ein, dass „die vorgesehenen Prüfverfahren im vorliegenden Fall nicht konsequent angewendet" worden seien. Eine Formulierung von entwaffnender Bürokratie, die verschleiert, was eigentlich gesagt werden müsste: Die Qualitätskontrolle hat auf ganzer Linie versagt.
Ein Symptom des Vertrauensverlusts
Dieser Vorfall ist weit mehr als eine journalistische Panne. Er ist symptomatisch für den schleichenden Vertrauensverlust, den die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland seit Jahren erleben – und den sie sich redlich verdient haben. Wenn ein Sender, der jährlich Milliarden an Gebührengeldern verschlingt, nicht einmal in der Lage ist, ein offensichtlich mit KI-Wasserzeichen versehenes Fake-Video zu erkennen, dann stellt sich die fundamentale Frage: Wofür zahlen die Bürger eigentlich?
Die Ironie könnte kaum größer sein. Ausgerechnet jene Medien, die sich als Bollwerk gegen Desinformation und Fake News inszenieren, verbreiten selbst gefälschtes Material – und das in einem Beitrag, der die Abschiebepolitik der Trump-Regierung in ein möglichst negatives Licht rücken sollte. Die Anmoderation Hayalis, die von „Gewalt" und „Willkür" der Abschiebekräfte sprach und ein „Klima der Angst" beschwor, „das selbst vor Kindern nicht haltmacht", liest sich weniger wie eine neutrale Nachrichtenmoderation als vielmehr wie ein politisches Statement. Dass zur Untermauerung dieser Erzählung dann auch noch gefälschtes Bildmaterial herhalten musste, wirft ein bezeichnendes Licht auf die redaktionelle Arbeitsweise.
Doppelmoral beim Thema Abschiebungen
Bemerkenswert ist auch der inhaltliche Kontext des Beitrags. Während die USA unter Präsident Trump konsequent gegen illegale Einwanderung vorgehen und Abschiebungen durchsetzen, tut sich Deutschland mit genau diesem Thema seit Jahren schwer. Statt die amerikanische Konsequenz als das zu würdigen, was sie ist – nämlich die Durchsetzung geltenden Rechts –, wird sie im deutschen Fernsehen mit emotionalisierenden Bildern und fragwürdigen Narrativen delegitimiert. Dass dabei offenbar auch vor der Verwendung von Fake-Material nicht zurückgeschreckt wird, spricht Bände.
Der deutsche Bürger, der monatlich seinen Rundfunkbeitrag entrichtet, hat ein Recht auf wahrheitsgemäße Berichterstattung. Was er stattdessen bekommt, ist ein öffentlich-rechtliches System, das sich zunehmend als Haltungsjournalismus entpuppt – mit allen Kollateralschäden, die das für die demokratische Debattenkultur mit sich bringt. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz nicht nur über Infrastruktur-Milliarden nachdenkt, sondern auch über eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Gebührenzahler hätten es verdient.
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