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25.10.2026
16:10 Uhr
KI-generiert

Faust-Attacke im RE 5: Helfer landet mit Gesichtsbrüchen in der Klinik!

Faust-Attacke im RE 5: Helfer landet mit Gesichtsbrüchen in der Klinik!
Symbolbild: KI-generiert

Mitternacht in München, ein Regionalzug Richtung Salzburg – und dann fliegen plötzlich die Fäuste. In der Nacht zum Mittwoch, 21. Oktober, soll ein 20-jähriger Afghane im RE 5 zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof ohne Vorwarnung auf einen 18-Jährigen eingeschlagen haben. Ein 32-Jähriger wollte dazwischengehen. Jetzt hat er mehrere Knochenbrüche im Gesicht.

Ein paar Minuten Fahrt, ein Leben lang Erinnerung

Laut Bundespolizei passierte es gegen 0.10 Uhr. Der Tatverdächtige saß demnach zunächst einige Sitzreihen von den beiden deutschen Fahrgästen entfernt. Dann soll er auf den 18-Jährigen zugegangen sein und ihm ins Gesicht geschlagen haben.

Warum? Das wissen die Ermittler bisher nicht. Einen erkennbaren Anlass gab es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Ein Motiv ist bislang nicht bekannt, und gerade das macht die Sache für Pendler so beklemmend.

Der 32-jährige Begleiter des Opfers versuchte zu schlichten. Den Angaben zufolge soll der 20-Jährige daraufhin auch ihm die Faust ins Gesicht geschlagen haben. Zudem soll der 36-jährige Begleiter des mutmaßlichen Angreifers, Berichten zufolge ebenfalls afghanischer Staatsangehöriger, auf den 18-Jährigen eingewirkt haben.

Wer hilft, zahlt drauf

Der 18-Jährige trug eine Platzwunde unter der linken Augenbraue und eine Verletzung an der Innenseite der Oberlippe davon. Härter traf es ausgerechnet den Mann, der helfen wollte. Sein linkes Auge schwoll stark an, er klagte über schlechteres Sehen. In einem Münchner Krankenhaus stellten Ärzte dann mehrere Frakturen im Gesicht fest.

Politiker loben Zivilcourage gern in Sonntagsreden. Hier sieht man, was sie im Ernstfall kosten kann. Wer eingreift, riskiert die eigene Gesundheit, und das ist eine bittere Botschaft an jeden, der künftig vor der Frage steht: Hinsehen oder wegschauen?

Null Promille beim Hauptverdächtigen

Mehrere Fahrgäste setzten Notrufe ab. Beim Halt am Ostbahnhof trafen Einsatzkräfte der Bundespolizei alle vier Beteiligten an. Der Atemalkoholtest brachte ein bemerkenswertes Ergebnis: Der 20-Jährige hatte 0,0 Promille. Sein 36-jähriger Begleiter kam auf 1,6 Promille.

Mit Alkohol lässt sich der mutmaßliche Hauptangriff also nicht erklären. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung laufen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für beide Tatverdächtigen die Unschuldsvermutung.

Zeugin dringend gesucht

Mehrere Reisende sollen die Szene beobachtet haben, einige versuchten offenbar sogar, die Streithähne zu trennen. Ihre Personalien kennt die Polizei bisher nicht. Besonders gesucht wird eine junge Frau, die sich ganz in der Nähe aufgehalten und das Geschehen mitbekommen haben dürfte.

Bahnfahren mit flauem Magen

Der Fall ist kein Einzelfall in der Landeshauptstadt. Erst am Samstag zuvor wurde Medienberichten zufolge eine Frau in einer Münchner U-Bahn-Station von einem Angreifer mit einem Messer schwer verletzt. Zwei Gewalttaten innerhalb weniger Tage, beide im öffentlichen Nahverkehr. Wo Millionen Menschen täglich auf Busse und Bahnen angewiesen sind, wiegt das schwer.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist bundesweit ein Rekordniveau bei der erfassten Kriminalität aus, dazu einen deutlichen Anstieg bei Messerangriffen. Aus Sicht unserer Redaktion ist das auch die Folge politischer Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre, gerade in der Migrations- und Sicherheitspolitik. Viele Bürger haben mit dem Regierungswechsel auf eine echte Kehrtwende gehofft.

Die Koalition von Kanzler Friedrich Merz muss nun zeigen, dass sie mehr liefert als Ankündigungen. Mehr Polizeipräsenz in Zügen und an Bahnhöfen, schnelle Verfahren und konsequentes Durchgreifen bei Gewalttätern wären ein Anfang. Wer abends mit dem Zug nach Hause fährt, sollte dort auch heil ankommen. In einem der reichsten Länder der Welt müsste das selbstverständlich sein.

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