Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
19.04.2026
18:10 Uhr

FDP-Machtkampf: Höne lockt Rivalen Kubicki mit Vize-Posten

FDP-Machtkampf: Höne lockt Rivalen Kubicki mit Vize-Posten

Die FDP, einst stolze Partei des wirtschaftlichen Liberalismus, ringt weiter um ihre Zukunft – und um die Frage, wer das angeschlagene Schiff durch die stürmische See der politischen Bedeutungslosigkeit steuern soll. Der nordrhein-westfälische FDP-Politiker Henning Höne hat nun einen bemerkenswerten Schachzug gewagt: Sollte er zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt werden, wolle er seinen direkten Konkurrenten Wolfgang Kubicki als stellvertretenden Parteivorsitzenden in sein Team holen.

Taktisches Kalkül oder echte Versöhnungsgeste?

Gegenüber dem „Spiegel" erklärte Höne, er freue sich, wenn Kubicki im Falle seiner Wahl als Stellvertreter Teil des Teams werde. Kubicki sei ein wichtiger Teil der Partei und müsse auch weiterhin eine bedeutende Rolle spielen. Man befinde sich in einem „fairen, sportlichen Wettbewerb" und stehe im Austausch miteinander. Klingt harmonisch. Fast zu harmonisch für eine Partei, die sich in den vergangenen Jahren durch interne Grabenkämpfe und spektakuläres Scheitern auf der politischen Bühne hervorgetan hat.

Doch hinter den versöhnlichen Worten dürfte knallhartes Kalkül stecken. Höne weiß genau, dass er die Basis der Kubicki-Anhänger braucht, um die Partei überhaupt noch zusammenhalten zu können. Kubicki, der streitbare Urgestein aus Schleswig-Holstein, verfügt nach wie vor über eine treue Gefolgschaft – und über jene Medienpräsenz, die der FDP in diesen Tagen so schmerzlich fehlt.

Eine Partei auf der Suche nach sich selbst

Man muss sich die Dimension dieses parteiinternen Ringens vor Augen führen. Die FDP flog bei der vorgezogenen Bundestagswahl im Februar 2025 aus dem Bundestag – ein Debakel historischen Ausmaßes, das unmittelbar auf das Zerbrechen der Ampelkoalition im November 2024 folgte. Christian Lindner, der die Partei jahrelang als Alleinherrscher geführt hatte, musste die Konsequenzen ziehen. Seitdem sucht die FDP verzweifelt nach einem Neuanfang, nach einem Gesicht, das Aufbruch signalisiert, ohne die verbliebene Stammwählerschaft zu verprellen.

Dass ausgerechnet Höne und Kubicki nun um den Vorsitz konkurrieren, ist symptomatisch für den Zustand der Partei. Hier der jüngere Höne, der für einen generationellen Neustart steht. Dort der erfahrene Kubicki, der mit seiner markanten Art zwar polarisiert, aber immerhin noch Aufmerksamkeit generiert. Beide wissen: Wer diese Wahl verliert, könnte in der politischen Versenkung verschwinden.

Die eigentliche Frage bleibt unbeantwortet

Was bei all dem taktischen Geplänkel allerdings auf der Strecke bleibt, ist die inhaltliche Neuausrichtung. Wofür steht die FDP im Jahr 2026? Für Steuersenkungen, die sie in der Ampel nicht durchsetzen konnte? Für Bürokratieabbau, den sie in der Regierung selbst nicht hinbekam? Für wirtschaftliche Vernunft, die sie im entscheidenden Moment dem Koalitionsfrieden opferte?

Deutschland bräuchte dringend eine starke marktwirtschaftliche Kraft, die den ausufernden Staatsapparat in die Schranken weist, die das 500-Milliarden-Euro-Schuldenprogramm der neuen Großen Koalition kritisch hinterfragt und die den Bürgern wieder mehr Freiheit und weniger Bevormundung verspricht. Ob die FDP unter Höne oder Kubicki diese Rolle ausfüllen kann, darf bezweifelt werden. Denn das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen, erfordert mehr als geschickte Personalrochaden – es erfordert Glaubwürdigkeit. Und genau daran mangelt es der einstigen Partei der Freiheit derzeit am meisten.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen