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Kettner Edelmetalle
20.03.2026
12:42 Uhr

Gaspreise explodieren: Iranischer Vergeltungsschlag auf Katar trifft Europa ins Mark

Gaspreise explodieren: Iranischer Vergeltungsschlag auf Katar trifft Europa ins Mark

Was viele Energieexperten seit Monaten befürchtet haben, ist nun bittere Realität geworden. Iranische Angriffe auf zentrale Gasförder- und Verflüssigungsanlagen in Katar haben die europäischen Erdgaspreise in die Höhe katapultiert – und Deutschland steht einmal mehr vor den Scherben einer verfehlten Energiepolitik, die das Land in eine gefährliche Abhängigkeit manövriert hat.

Preisschock an den Energiemärkten

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Die maßgeblichen europäischen Terminkontrakte schossen am Donnerstag um bis zu 35 Prozent nach oben und durchbrachen zeitweise die Marke von 70 Euro pro Megawattstunde, bevor sie im Tagesverlauf auf etwa 62 Euro zurückfielen. Parallel dazu erreichte der Ölpreis der Nordseesorte Brent mit zeitweise 119 US-Dollar pro Barrel nahezu das Niveau vom Beginn des Iran-Krieges. Wer geglaubt hatte, die Energiekrise sei überstanden, wird nun eines Besseren belehrt.

Der CEO von Qatar Energy, Saad al-Kaabi, geht davon aus, dass rund 17 Prozent der katarischen LNG-Exportkapazität durch schwere Schäden an den Verflüssigungseinheiten – den sogenannten Trains 4 und 6 – für bis zu fünf Jahre ausfallen könnten. Für die betroffenen Lieferverträge sei eine langfristige Force-Majeure-Erklärung notwendig. Man muss sich diese Dimension auf der Zunge zergehen lassen: Katar liefert rund 20 Prozent des weltweiten LNG. Ein Ausfall dieser Größenordnung ist kein Betriebsunfall – es ist ein tektonischer Schock für die globale Energieversorgung.

Revolutionsgarden eskalieren: Drohungen gegen die gesamte Golfregion

Als wäre die Lage nicht bereits dramatisch genug, verschärften die iranischen Revolutionsgarden die Situation weiter. Über Staatsmedien riefen sie zur Evakuierung mehrerer Öl- und Gasanlagen in der gesamten Golfregion auf. Konkret genannt wurden die Raffinerie Ras Laffan und das Petrochemiezentrum Mesaieed in Katar, die Raffinerie Samref und der Petrochemiekomplex Jubail in Saudi-Arabien sowie das Gasfeld Al Hosn in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die Angriffe auf „zivile und lebenswichtige Infrastruktur des Irans" seien „kein militärischer Sieg, sondern ein politischer Selbstmord", erklärten die Revolutionsgarden in einer Stellungnahme, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Die Zeit begrenzter Gefechte sei vorbei – das Kriegspendel bewege sich in Richtung eines „umfassenden Wirtschaftskrieges". Wer zwischen den Zeilen liest, versteht: Hier droht eine Eskalationsspirale, die den gesamten Persischen Golf in ein Pulverfass verwandeln könnte.

Vorgeschichte: Israelische Luftangriffe auf iranische Gasinfrastruktur

Vorausgegangen waren israelische Luftangriffe auf Teile der iranischen Gasindustrie am Persischen Golf. Betroffen waren petrochemische Anlagen bei der Industriestadt Asalujeh in der Provinz Buschehr – dort befindet sich mit South Pars das größte Gasfeld der Welt, das sich Iran und Katar teilen. Die Region deckt etwa 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. Berichten zufolge seien die Attacken mit den USA abgestimmt gewesen.

Der Iran-Experte Mohammad Ali Shabani wies darauf hin, dass fast das gesamte vom Iran geförderte Erdgas für den Inlandsverbrauch bestimmt sei. Die Angriffe zielten folglich darauf ab, langfristig die Stromversorgung und die Versorgung mit Kochgas für Millionen gewöhnlicher Iraner zu untergraben. Katars Außenministeriumssprecher Majed al-Ansari verurteilte den israelischen Angriff als „gefährlichen und unverantwortlichen Schritt" – Angriffe auf Energieinfrastruktur stellten eine Bedrohung für die globale Energiesicherheit dar.

Deutschland: Kein akuter Engpass – aber ein tickendes Zeitproblem

Für Deutschland besteht derzeit kein unmittelbarer physischer Lieferengpass. Das klingt zunächst beruhigend. Doch wer genauer hinschaut, erkennt die Brüchigkeit dieser vermeintlichen Sicherheit. Die langfristigen LNG-Verträge mit Qatar Energy und ConocoPhillips über jährlich rund zwei Millionen Tonnen LNG – grob geschätzt 2,7 bis drei Milliarden Kubikmeter beziehungsweise etwa drei bis vier Prozent des deutschen Gasbedarfs – laufen erst seit diesem Jahr und haben bislang keine nennenswerten Mengen geliefert. Im Jahr 2024 stammten rund 90 Prozent der LNG-Mengen an deutschen Terminals aus den USA, während 2023 noch 43 Prozent der Gasimporte aus Norwegen, 26 Prozent aus den Niederlanden und 22 Prozent aus Belgien kamen.

Doch der globale Markt funktioniert wie ein System kommunizierender Röhren. Wenn Katar als einer der weltgrößten LNG-Exporteure ausfällt, verschärft sich der Wettbewerb um jede verfügbare Tonne – und die Preise steigen für alle. „Sowohl in Asien als auch in Europa sind nicht nur kurzfristig, sondern auch für den Rest des Jahres 2026 höhere Gaspreise zu erwarten", analysiert Arne Lohmann Rasmussen, Chefanalyst beim dänischen Investmenthaus Global Risk Management. LNG-Lieferungen aus Katar könnten für Monate und im schlimmsten Fall für Jahre ausfallen.

Gasspeicher erschreckend leer – die Heizperiode 2026/27 wird zum Stresstest

Besonders alarmierend: Die deutschen Gasspeicher weisen derzeit einen Füllstand von lediglich rund 20 Prozent auf. Das ist erschreckend wenig. Andere Produzenten – allen voran die USA – verfügen kurzfristig kaum über freie Kapazitäten, um den Ausfall von 17 Prozent der katarischen LNG-Exporte zu kompensieren. Die Rechnung ist simpel und ernüchternd zugleich: Weniger Angebot bei gleichbleibender oder steigender Nachfrage bedeutet höhere Preise. Und höhere Preise bedeuten für Millionen deutsche Haushalte und Unternehmen eine weitere Belastung in ohnehin schwierigen Zeiten.

Das eigentliche Risiko liegt in der kommenden Heizperiode 2026/27. Sollte ein Teil der katarischen Kapazitäten dauerhaft ausfallen und die geopolitische Lage am Golf angespannt bleiben, muss Deutschland seine Speicher im Sommer aggressiv füllen und sich verstärkt alternative LNG-Quellen sichern. Das geplante Ausbauprojekt North Field East in Katar, das zusätzliche Kapazitäten schaffen sollte, wurde mindestens auf 2027 verschoben. Die bestehenden Einschränkungen bleiben also länger bestehen als ursprünglich erwartet.

Die bittere Ernte einer verfehlten Energiepolitik

Man kann es nicht oft genug betonen: Deutschland hat sich durch den ideologisch motivierten Ausstieg aus der Kernenergie und die gleichzeitige Abhängigkeit von russischem Gas in eine strategische Sackgasse manövriert. Statt auf einen vernünftigen Energiemix zu setzen, der Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit gewährleistet, wurde jahrelang einer grünen Utopie nachgejagt, die sich nun als teurer Irrweg erweist. Die Abschaltung der letzten deutschen Kernkraftwerke im April 2023 – mitten in einer Energiekrise – wird als eine der größten energiepolitischen Fehlentscheidungen in die Geschichte eingehen.

Politisch erhöht die aktuelle Krise den Druck, den Gasverbrauch zu senken und die LNG-Importinfrastruktur weiter zu diversifizieren. Deutschland baut seine Terminalkapazitäten an Standorten wie Wilhelmshaven, Brunsbüttel und Stade aus. Auf EU-Ebene sieht der REPowerEU-Plan eine dauerhafte Senkung des Gasverbrauchs um 15 Prozent gegenüber dem Zeitraum 2017 bis 2021 vor. Mittelfristig sollen Wärmepumpen, Industrieeffizienzprogramme und der Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung die strukturelle Gasnachfrage weiter reduzieren – so zumindest die Theorie. Ob diese ambitionierten Pläne angesichts der Realitäten einer deindustrialisierten Wirtschaft und explodierender Energiekosten tatsächlich aufgehen, darf bezweifelt werden.

Börsen im Sinkflug – Gold als sicherer Hafen

Die Börsen reagierten auf die Eskalation mit deutlichen Verlusten. Dax und US-Indizes gaben spürbar nach. US-Präsident Trump drohte zwar mit Vergeltung, distanzierte sich aber zugleich von Israel – eine diplomatische Gratwanderung, die die Unsicherheit an den Märkten eher verstärkt als lindert.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der unschätzbare Wert physischer Edelmetalle als Krisenwährung. Während Aktienmärkte einbrechen, Gaspreise explodieren und geopolitische Risiken die Weltwirtschaft erschüttern, bewährt sich Gold seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher. Wer sein Vermögen in unsicheren Zeiten schützen möchte, sollte über eine Beimischung physischer Edelmetalle in sein Portfolio nachdenken – denn die Geschichte lehrt uns, dass Krisen kommen und gehen, der Wert von Gold und Silber aber Bestand hat.

Die aktuelle Eskalation am Persischen Golf ist ein weiterer Weckruf für alle, die geglaubt haben, die Energiekrise sei überstanden. Deutschland muss endlich eine realistische, ideologiefreie Energiepolitik verfolgen – bevor die nächste Heizperiode zum nationalen Notfall wird.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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