Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
25.02.2026
15:27 Uhr

Gold auf dem Weg zu 5.200 Dollar: Warum das Edelmetall jetzt erst richtig durchstartet

Gold auf dem Weg zu 5.200 Dollar: Warum das Edelmetall jetzt erst richtig durchstartet

Während Politiker in Washington und Brüssel weiterhin fleißig Schulden aufhäufen und die Gelddruckmaschinen auf Hochtouren laufen, sendet der Goldmarkt ein unmissverständliches Signal: Das gelbe Edelmetall kratzt erneut an der Marke von 5.200 US-Dollar je Unze – und Silber steht kurz vor dem Durchbruch durch die 90-Dollar-Schwelle. Was für manchen Beobachter nach einer spekulativen Übertreibung aussehen mag, ist in Wahrheit nichts anderes als die logische Konsequenz einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.

US-Zollchaos als Brandbeschleuniger

Die jüngste Aufwärtsbewegung beim Goldpreis kommt nicht von ungefähr. Nachdem der Supreme Court das von Donald Trump eingeführte reziproke Zollregime für unzulässig erklärt hatte, trat am Dienstag ein breit angelegter Importzoll von 10 Prozent in Kraft. Doch damit nicht genug: Der Präsident drohte umgehend mit einer Anhebung auf 15 Prozent – eine offizielle Umsetzung stehe allerdings noch aus. Parallel dazu bereite die Trump-Regierung mehrere nationale Sicherheitsprüfungen vor, die den Weg für zusätzliche Abgaben auf strategisch relevante Güter wie Batterien und Industriechemikalien ebnen könnten.

Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu erkennen, was dieses Zollchaos für die globalen Märkte bedeutet. Unsicherheit. Und Unsicherheit ist bekanntlich der beste Freund des Goldes. Der Goldpreis legte am Mittwochmorgen zeitweise um mehr als ein Prozent auf 5.210 Dollar zu und machte damit einen erheblichen Teil der Verluste aus der vorherigen Sitzung wett.

Der „Debasement-Trade" – Flucht aus dem Papiergeld

Besonders aufschlussreich ist die Warnung von David Wilson, Rohstoffstratege bei BNP Paribas. Mögliche Rückerstattungen bereits gezahlter Zollabgaben an Importeure könnten erhebliche Folgen für das ohnehin aufgeblähte US-Haushaltsdefizit haben – und damit auch für den Dollar und den Markt für US-Staatsanleihen. Was Wilson beschreibt, ist der sogenannte Debasement-Trade: Investoren ziehen ihr Kapital aus Anleihen und Währungen ab und schichten verstärkt in Sachwerte wie Gold um.

Dieser Trend hatte maßgeblich zur mehrjährigen Rally des Goldpreises beigetragen, bevor es Ende Januar zu einer abrupten Korrektur kam. Doch inzwischen hat sich das Edelmetall wieder oberhalb von 5.000 Dollar stabilisiert und mehr als die Hälfte der Verluste aufgeholt, die während des historischen zweitägigen Ausverkaufs zum Monatswechsel entstanden waren. Yuxuan Tang, Leiterin der Makrostrategie für Asien bei JP Morgan Private Bank, sehe vieles, das auf einen bevorstehenden Ausbruch nach oben hindeute.

Iran-Krise: Der geopolitische Pulverfass-Faktor

Als wäre die handelspolitische Gemengelage nicht schon explosiv genug, schwebt über den Märkten das Damoklesschwert einer militärischen Eskalation im Nahen Osten. Ein amerikanischer Militäraufbau vor der nächsten Runde der Atomgespräche mit dem Iran sorgt für zusätzliche Nervosität. Wer die Geschichte kennt, weiß: Jede Eskalation in dieser Region hat Gold traditionell nach oben katapultiert. Und angesichts der dramatischen Entwicklungen im Juni 2025, als Israel iranische Atomanlagen angriff und der Iran mit Raketen reagierte, ist die Angst vor einer neuerlichen Zuspitzung alles andere als unbegründet.

Die Kombination aus Zollunsicherheit und geopolitischem Risiko könnte als doppelter Katalysator für eine weitere Aufwärtsbewegung wirken. Sollten diese stützenden Faktoren allerdings entfallen, dürfte der Goldpreis seine Konsolidierung fortsetzen – so zumindest die nüchterne Einschätzung der Analysten.

Fed hält still – und das ist gut für Gold

Ein Faktor, der kurzfristig bremsend wirken könnte, ist die Zinspolitik der US-Notenbank. Susan Collins, Präsidentin der Federal Reserve Bank of Boston, signalisierte, dass die Leitzinsen angesichts positiver Arbeitsmarktdaten für einige Zeit stabil bleiben dürften. Bereits die Protokolle der Januar-Sitzung hätten gezeigt, dass mehrere Notenbankvertreter Zurückhaltung gegenüber schnellen Zinssenkungen signalisierten.

Doch wie ein Kommentator treffend bemerkte: Was kümmert es den Goldkäufer, ob das Zinsniveau hoch bleibt? Die Banken geben den Zins ohnehin kaum an ihre Kunden weiter. Bei etlichen Instituten liegt der Sparzins nach wie vor bei nahezu null Prozent. Der Wertzuwachs bei Gold hingegen – von unter 2.000 Dollar noch vor wenigen Jahren auf nun über 5.000 Dollar – spricht eine deutlichere Sprache als jede Zinsstatistik.

Silber und Platin ziehen kräftig nach

Nicht nur Gold profitiert von der aktuellen Gemengelage. Silber verteuerte sich um beachtliche 3,7 Prozent auf 90,30 Dollar je Unze. Platin legte sogar um 8 Prozent auf 2.285 Dollar zu, während Palladium um 1,5 Prozent auf 1.815 Dollar kletterte. Der Bloomberg Dollar Spot Index fiel derweil um 0,2 Prozent – ein weiteres Indiz dafür, dass das Vertrauen in die Papierwährung schwindet.

Die Botschaft der Edelmetallmärkte ist unmissverständlich: In einer Welt, in der Regierungen – ob in Washington oder Berlin – Schulden in historischem Ausmaß aufhäufen, in der Handelsbarrieren errichtet und geopolitische Konflikte eskalieren, suchen kluge Anleger Zuflucht in dem, was seit Jahrtausenden als Wertspeicher dient. Physisches Gold und Silber kennen keinen Zahlungsausfall, keine Insolvenz und keine politische Willkür. Sie sind der ultimative Schutzschild gegen die Erosion der Kaufkraft – und die aktuellen Preisbewegungen zeigen, dass immer mehr Investoren weltweit genau das erkannt haben.

Auch Deutschland sollte aufwachen

Während die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen plant, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird, und die Inflation weiter an der Kaufkraft der Bürger nagt, wäre es für jeden deutschen Sparer ratsam, über eine Beimischung physischer Edelmetalle zum eigenen Portfolio nachzudenken. Denn eines lehrt die Geschichte mit unerbittlicher Klarheit: Papiergeld kommt und geht – Gold bleibt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung. Konsultieren Sie im Zweifel einen unabhängigen Finanzberater.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen