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Kettner Edelmetalle
16.02.2026
07:08 Uhr

Gold unter 5.000 Dollar: Gewinnmitnahmen bremsen die Rally – doch die Bullen lauern bereits

Gold unter 5.000 Dollar: Gewinnmitnahmen bremsen die Rally – doch die Bullen lauern bereits

Was für ein Schauspiel an den Edelmetallmärkten. Kaum hatte der Goldpreis die psychologisch bedeutsame Marke von 5.000 US-Dollar je Unze erneut durchbrochen, schlugen die Händler zu – allerdings nicht als Käufer, sondern als Verkäufer. Gewinnmitnahmen drückten den Spotpreis am Montag zeitweise um mehr als ein Prozent nach unten. Ein Rücksetzer, der erfahrene Anleger kaum überraschen dürfte, der aber einmal mehr die Frage aufwirft: Wie weit kann Gold noch steigen?

Inflation in den USA: Ein Silberstreif für Goldanleger

Auslöser der jüngsten Kursrally war ein überraschend moderater US-Inflationsbericht. Der Verbraucherpreisindex stieg im Januar lediglich um 0,2 Prozent – ein Wert, der die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die Federal Reserve kräftig befeuerte. Und genau hier liegt der entscheidende Hebel für das gelbe Edelmetall: Sinkende Leitzinsen machen nicht verzinsliche Anlagen wie Gold attraktiver, weil die sogenannten Opportunitätskosten – also der entgangene Zinsertrag – schrumpfen.

Man muss sich das einmal vor Augen führen. Während die Notenbanker in Washington noch über den richtigen Zeitpunkt für geldpolitische Lockerungen debattieren, hat der Markt längst seine eigene Antwort gegeben. Gold als ultimativer Krisenschutz und Inflationshedge bleibt gefragt – und das aus gutem Grund.

China im Goldrausch – trotz Neujahrsferien

Ein wesentlicher Treiber der jüngsten Goldnachfrage kommt aus dem Reich der Mitte. Die chinesische Nachfrage nach Edelmetallen war zuletzt außergewöhnlich hoch, so hoch, dass die Behörden in Shenzhen – einem der wichtigsten Handelsplätze für Schmuck und Edelmetalle weltweit – bereits vor illegalen Goldhandelsaktivitäten warnen mussten. Gehebelte Trading-Apps für Privatanleger und dubiose Livestream-Formate zur Vermarktung von Goldprodukten schossen wie Pilze aus dem Boden. Ein Zeichen dafür, wie tief das Misstrauen der chinesischen Bevölkerung gegenüber der eigenen Währung und dem heimischen Immobilienmarkt mittlerweile sitzt.

Dass die chinesischen Märkte diese Woche wegen des Neujahrsfests geschlossen bleiben, sorgt zwar für geringere Liquidität und gedämpfte Handelsaktivität. Doch Analysten wie Hebe Chen von Vantage Markets in Melbourne betonen, dass es sich bei den aktuellen Kursbewegungen um eine „geordnete Konsolidierung" handele – nicht um den Beginn eines Abwärtstrends.

Von der Überhitzung zur Korrektur – und zurück

Der Blick auf die jüngste Kurshistorie liest sich wie ein Thriller. Ende Januar kletterte der Goldpreis auf ein atemberaubendes Rekordhoch von über 5.595 Dollar je Unze. Eine Welle spekulativer Käufe hatte die mehrjährige Rally in eine regelrechte Überhitzungsphase katapultiert. Was folgte, war ebenso dramatisch: Eine abrupte, zweitägige Korrektur riss den Kurs auf rund 4.400 Dollar herunter. Margin Calls und Panikverkäufe machten auch vor dem Silbermarkt nicht halt.

Doch Gold bewies einmal mehr seine Widerstandsfähigkeit. Seither konnte das Edelmetall etwa die Hälfte seiner Verluste wieder aufholen. Die technischen Unterstützungsmarken haben gehalten, das makroökonomische Umfeld bleibt stabil. Wer in der Korrektur die Nerven behielt, wurde belohnt.

Banken sehen weiteres Aufwärtspotenzial

Trotz der jüngsten Volatilität rechnen zahlreiche Finanzinstitute mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. Die ANZ Group beispielsweise prognostiziert einen Goldpreis von 5.800 Dollar je Unze im zweiten Quartal. Als zentrale Treiber werden anhaltende geopolitische Spannungen genannt – vom Ukraine-Krieg über die Eskalation im Nahen Osten bis hin zu den Handelskonflikten, die Donald Trumps aggressive Zollpolitik ausgelöst hat.

Hinzu kommt eine strukturelle Umschichtung, die sich seit Jahren abzeichnet: Weg von klassischen Anlageklassen wie Staatsanleihen und Fremdwährungen, hin zu physischen Werten. In einer Welt, in der Regierungen Schulden in schwindelerregender Höhe aufhäufen – man denke nur an das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz, das letztlich nichts anderes als neue Schulden auf Kosten kommender Generationen darstellt – erscheint Gold als einer der wenigen verbliebenen Anker der Stabilität.

Silber, Platin und Palladium ebenfalls unter Druck

Nicht nur Gold musste Federn lassen. Silber verlor am Montag 1,5 Prozent und notierte bei 75,90 Dollar. Auch Platin und Palladium gaben nach. Gleichzeitig legte der Bloomberg Dollar Spot Index um 0,1 Prozent zu – ein stärkerer Dollar wirkt traditionell als Gegenwind für Edelmetalle, da diese in der US-Währung gehandelt werden.

Doch gerade für langfristig orientierte Anleger bieten solche Rücksetzer Einstiegschancen. Wer die fundamentalen Treiber des Goldmarktes versteht – die galoppierende Staatsverschuldung weltweit, die geopolitischen Brandherde, die schleichende Entwertung von Papiergeld durch die Notenpresse – der weiß, dass physische Edelmetalle als Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios zur Vermögenssicherung unverzichtbar bleiben.

Die Geschichte lehrt uns: In Zeiten, in denen Regierungen über ihre Verhältnisse leben und die Gelddruckmaschinen auf Hochtouren laufen, war Gold stets der letzte Hafen der Vernunft.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Quellen. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keinerlei Haftung für finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen könnten. Konsultieren Sie im Zweifel einen unabhängigen Finanzberater.

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