
Goldpreis durchbricht alle Rekorde: Experten sehen 7.000 Dollar als realistisches Ziel

Der Goldpreis kennt derzeit nur eine Richtung – steil nach oben. Am Mittwoch durchbrach das Edelmetall erstmals die Marke von 4.800 Dollar pro Unze und setzte damit seine beeindruckende Rallye fort. Auslöser für den jüngsten Kurssprung waren erneute Zolldrohungen aus dem Weißen Haus, insbesondere im Zusammenhang mit Grönland, sowie wachsende Sorgen vor einem globalen Handelskrieg.
Ein historisches Jahr geht in die Verlängerung
Nach einem bereits rekordverdächtigen Jahr 2025 startet Gold mit ungebrochenem Momentum ins neue Jahr. Die Kombination aus geopolitischen Spannungen, sinkenden Realzinsen und dem verstärkten Bestreben von Investoren und Zentralbanken, sich vom Dollar zu diversifizieren, festigt die Rolle des Edelmetalls als ultimativer sicherer Hafen. Was wir hier erleben, ist keine kurzfristige Spekulation, sondern ein fundamentaler Paradigmenwechsel in der globalen Vermögensallokation.
Die Analysten der London Bullion Market Association zeigen sich in ihrer jüngsten Umfrage ausgesprochen optimistisch. Sie erwarten, dass die Preise in diesem Jahr die Marke von 5.000 Dollar überschreiten werden. Als Gründe nennen sie niedrigere US-Realzinsen, die fortgesetzte Lockerungspolitik der Federal Reserve und die anhaltende Abkehr der Zentralbanken vom Dollar.
Goldman Sachs setzt auf Gold als Top-Investment
Besonders bemerkenswert ist die Einschätzung von Goldman Sachs. Die Investmentbank bezeichnet Gold als ihren „Trade mit der höchsten Überzeugung" und prognostiziert einen Preis von 4.900 Dollar bis zum Jahresende. Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffforschung bei Goldman Sachs, betonte, dass sich die Käuferstruktur fundamental verändert habe.
„Private Investoren beginnen, über verschiedene Kanäle in Gold zu diversifizieren. Die Nachfrage kam größtenteils von Private-Wealth-Firmen, Vermögensverwaltern, Hedgefonds und Pensionsinvestoren."
Während in den Jahren 2023 und 2024 vor allem Zentralbankkäufe die Gewinne antrieben, beschleunigte sich die Rallye 2025 durch die stark gestiegene Nachfrage aus dem Privatsektor. Die ETF-Zuflüsse liefern einen klaren Beweis für diesen Wandel.
Geopolitik als treibende Kraft
Für viele Gold-Bullen bleibt die geopolitische Lage der entscheidende Hintergrund. Julia Du, Senior Commodities Strategist bei der ICBC Standard Bank, sieht den Goldpreis sogar bis auf 7.150 Dollar steigen – eine Prognose, die vor wenigen Jahren noch als völlig unrealistisch gegolten hätte.
Nicky Shiels, Leiterin der Metallstrategie bei MKS PAMP, erwartet für dieses Jahr einen Preis von 5.400 Dollar. Sie betont, dass der aktuelle Zyklus keinem spekulativen Höhepunkt ähnelt:
„Das letzte Jahr war historisch, ein Ereignis, das es so nur einmal in hundert Jahren gibt. Silber hat sich praktisch verdoppelt, Gold stieg um 60 Prozent. Diese Gewinne werden wir nicht wiederholen, aber 5.400 Dollar bedeuten immer noch solide 30 Prozent Zuwachs im Jahresvergleich. Dies ist ein säkularer Trend, kein spekulativer Blow-off-Top."
Kritische Rohstoffe im Fokus der Weltmächte
Die geopolitischen Spannungen verblassen keineswegs im Hintergrund – im Gegenteil. Jüngste Brennpunkte, darunter US-Aktionen in Venezuela und Washingtons Bestrebungen, die Kontrolle über Grönland zu erlangen, haben die Flucht der Investoren in Gold nur noch verstärkt. Die aggressive Handelspolitik der Trump-Administration mit ihren massiven Zollerhöhungen auf EU-Importe, chinesische Waren und Produkte aus Mexiko und Kanada schürt die Unsicherheit an den Märkten zusätzlich.
Shiels bringt es auf den Punkt: „Wir betreten eine Welt, in der eine starke Nachfrage besteht, kritische Metalle und kritische Rohstoffe in diesem Jahrzehnt zu sichern."
Was bedeutet das für deutsche Anleger?
Während die Bundesregierung unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen neue Schulden anhäuft und die Inflation weiter befeuert, erweist sich physisches Gold einmal mehr als verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten. Die Entwertung des Papiergeldes durch expansive Geldpolitik und schuldenfinanzierte Staatsprogramme macht Edelmetalle zur logischen Wahl für jeden, der sein Vermögen langfristig schützen möchte.
Die aktuelle Entwicklung unterstreicht, was konservative Anleger schon lange wissen: In einer Welt zunehmender Unsicherheit, politischer Instabilität und geldpolitischer Experimente bleibt Gold der ultimative Wertspeicher. Wer sein Portfolio noch nicht mit physischen Edelmetallen diversifiziert hat, sollte die aktuellen Entwicklungen als deutlichen Weckruf verstehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren. Die dargestellten Informationen und Meinungen spiegeln die Einschätzung unserer Redaktion wider und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.
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