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Kettner Edelmetalle
09.03.2026
06:05 Uhr

Goldpreis unter Druck: Wie der Nahost-Krieg paradoxerweise dem Edelmetall schadet

Goldpreis unter Druck: Wie der Nahost-Krieg paradoxerweise dem Edelmetall schadet

Es klingt zunächst wie ein Widerspruch: Krieg, Chaos und geopolitische Verwerfungen – und ausgerechnet Gold, der Inbegriff des sicheren Hafens, gerät ins Straucheln. Doch genau dieses Szenario spielt sich derzeit an den internationalen Finanzmärkten ab. Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten, der den Ölpreis in Richtung 120 Dollar je Barrel katapultiert hat, entfaltet über Umwege eine Wirkung, die dem gelben Edelmetall kurzfristig zusetzt.

Der Ölpreis als Inflationstreiber – und Goldkiller

Der Mechanismus ist so simpel wie brutal: Steigende Energiepreise heizen die Inflation an. Höhere Inflation wiederum zwingt die US-Notenbank Federal Reserve dazu, ihre ohnehin restriktive Zinspolitik beizubehalten – oder schlimmstenfalls die Zinsschraube noch weiter anzuziehen. Und genau hier liegt das Problem für Gold. Denn in einem Umfeld steigender Zinsen und eines erstarkenden US-Dollars verliert das zinslose Edelmetall für viele institutionelle Investoren an relativer Attraktivität.

Am Montag fiel der Goldpreis zeitweise um bis zu drei Prozent auf 5.015 Dollar je Unze, bevor eine zaghafte Erholung einsetzte. Der Dollarindex legte gleichzeitig um 0,7 Prozent zu, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen die Marke von 4,2 Prozent überschritt. Eine toxische Kombination für Edelmetallanleger – zumindest auf den ersten Blick.

Krieg ohne Ende: Die Straße von Hormus als Nadelöhr der Weltwirtschaft

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran befindet sich mittlerweile im zehnten Tag, und von Entspannung kann keine Rede sein. Teheran hat einen neuen obersten Führer bestimmt und seine Angriffe im Persischen Golf fortgesetzt. Israel wiederum bombardierte Treibstoffdepots in der iranischen Hauptstadt und drohte mit Angriffen auf das Stromnetz der Islamischen Republik. Große Öl- und Gasproduzenten in der Golfregion haben ihre Förderung bereits reduziert.

Besonders brisant: Die Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des globalen Ölhandels fließt, ist von massiven Störungen betroffen. Diese Meerenge ist das Nadelöhr der Weltenergieversorgung. Jede Unterbrechung dort wirkt wie ein Erdbeben auf die globalen Rohstoffmärkte – und genau das erleben wir gerade.

Liquiditätsverkäufe verschärfen den Abwärtsdruck

Ein weiterer Faktor, der den Goldpreis belastet, ist ein Phänomen, das erfahrene Marktbeobachter nur zu gut kennen: In Zeiten starker Aktienmarkt-Korrekturen greifen Investoren auf ihre Goldbestände zurück, um Verluste in anderen Anlageklassen auszugleichen. Gold wird dann nicht als sicherer Hafen gehalten, sondern als Liquiditätsreserve geplündert. Ein Vorgang, der die eigentliche Stärke des Edelmetalls geradezu pervertiert.

Die langfristige Perspektive bleibt intakt

Wer sich nun allerdings von den kurzfristigen Turbulenzen verunsichern lässt, sollte einen Schritt zurücktreten und das größere Bild betrachten. Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis trotz der jüngsten Rücksetzer immer noch rund 18 Prozent zugelegt. Das ist eine Performance, von der so mancher Aktienindex nur träumen kann – insbesondere in einem Umfeld, in dem die globalen Börsen eine schmerzhafte Korrektur durchlaufen.

Ein wesentlicher Treiber dieser langfristigen Stärke ist die anhaltend hohe Nachfrage der Zentralbanken. Allen voran die People's Bank of China, die ihre Goldkäufe auf mittlerweile 16 Monate in Folge ausgeweitet hat. Wenn die Notenbanken der Welt – also jene Institutionen, die das Papiergeld drucken – selbst massiv Gold kaufen, sollte das jedem aufmerksamen Beobachter zu denken geben. Es ist ein stilles, aber unmissverständliches Misstrauensvotum gegen das eigene Produkt.

Abwarten als Strategie – oder Chance zum Einstieg?

Der Metallanalyst Ed Meir von Marex Capital Markets formulierte es kürzlich treffend: Es gebe eine Zeit zum Kaufen, eine Zeit zum Verkaufen und eine Zeit, einfach abzuwarten. Letzteres sei derzeit die bevorzugte Strategie. Eine nüchterne Einschätzung, die man teilen kann – oder auch nicht.

Denn historisch betrachtet waren genau solche Phasen kurzfristiger Schwäche inmitten eines intakten Aufwärtstrends oft die besten Einstiegsgelegenheiten für langfristig orientierte Anleger. Wer in den vergangenen Jahrzehnten bei jedem Rücksetzer in Panik verkauft hat, stand am Ende regelmäßig als Verlierer da. Die Geschichte des Goldpreises ist eine Geschichte der Erholung – und der langfristigen Wertsteigerung.

Was bedeutet das für den deutschen Anleger?

Für deutsche Sparer und Anleger kommt erschwerend hinzu, dass die neue Große Koalition unter Bundeskanzler Merz mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Staatsverschuldung weiter in die Höhe treibt. Was euphemistisch als „Investition in die Zukunft" verkauft wird, ist in Wahrheit nichts anderes als eine gigantische Hypothek auf kommende Generationen. Die Inflation wird dadurch nicht sinken – im Gegenteil. Und in einem solchen Umfeld chronischer Geldentwertung bleibt physisches Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein Anker der Stabilität in einer Welt des monetären Wahnsinns.

Während Aktienmärkte crashen, Anleiherenditen steigen und der Ölpreis explodiert, mag Gold kurzfristig unter Druck geraten. Doch wer die fundamentalen Zusammenhänge versteht, weiß: Physische Edelmetalle gehören als unverzichtbarer Bestandteil in jedes breit diversifizierte Portfolio – nicht als Spekulationsobjekt, sondern als langfristige Vermögenssicherung gegen die schleichende Enteignung durch Inflation und politische Fehlentscheidungen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung liegt in der alleinigen Verantwortung des Lesers. Wir empfehlen dringend, vor jeder Investitionsentscheidung eine eigene, gründliche Recherche durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

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