
Habecks Katar-Deal entpuppt sich als heiße Luft: Keine einzige Gaslieferung nach Deutschland

Es war ein Schauspiel, das seinesgleichen suchte: Robert Habeck, der grüne Wirtschaftsminister, der sich 2022 vor den Scheichs in Katar verbeugte, um Deutschland vor der drohenden Energiekrise zu retten. Die Bilder gingen um die Welt, die Versprechen waren groß, die Erwartungen noch größer. Doch was ist aus dieser vielgepriesenen „Energiepartnerschaft" geworden? Die ernüchternde Antwort lautet schlicht: nichts.
Die große Illusion der Energiesicherheit
Nach aktuellen Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bezieht Deutschland derzeit kein einziges Kubikmeter Flüssiggas aus dem Emirat Katar. Nicht einen Tropfen. Die vollmundigen Ankündigungen des damaligen Klimaministers haben sich als das entpuppt, was Kritiker von Anfang an befürchteten: reine Symbolpolitik ohne Substanz.
Das Ministerium verweist auf den „sehr liquiden" Markt und betont, dass weltweit kein Engpass bei LNG bestehe. Eine bemerkenswerte Aussage angesichts der Tatsache, dass sich die deutschen Gasspeicher kontinuierlich leeren und die Bundesnetzagentur die Bürger bereits zum Energiesparen aufgefordert hat. Die Regierung schiebt die Verantwortung elegant auf „Unternehmen und Händler", die schließlich die Lieferverträge abschließen würden. Dass mit Uniper eines der größten dieser Handelsunternehmen zu mehr als 99 Prozent dem Bund gehört, wird dabei geflissentlich verschwiegen.
Workshops statt Gaslieferungen
Was hat die vielgepriesene „Katarisch-Deutsche Energiepartnerschaft" also tatsächlich hervorgebracht? Die Antwort des Ministeriums liest sich wie ein Hohn auf jeden deutschen Steuerzahler, der sich um seine Heizkosten sorgt: Es fanden „mehrere Veranstaltungen" statt. Darunter ein Arbeitsgruppentreffen, ein Webinar zum Thema „Carbon Border Adjustment Mechanism" und ein „virtueller Workshop zu Sustainable Aviation Fuels". Dazu gesellte sich ein Austausch mit dem katarischen Umweltministerium.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Während deutsche Bürger mit explodierenden Energiepreisen kämpfen und die Industrie unter den Stromkosten ächzt, organisierte das Habeck-Ministerium Webinare über Flugzeugtreibstoffe. Die Prioritäten dieser Regierung könnten kaum deutlicher zum Ausdruck kommen.
„Im Rahmen der Partnerschaft fanden bisher mehrere Veranstaltungen statt" – so die nüchterne Bilanz des Wirtschaftsministeriums zu Habecks großspuriger Katar-Initiative.
Europa kauft – Deutschland schaut zu
Besonders pikant wird die Situation, wenn man den Blick über die deutschen Grenzen hinaus richtet. Andere europäische Staaten beziehen sehr wohl Gas aus Katar. Nach Angaben der Deutschen Welle stammten 2024 immerhin zwölf Prozent des in Europa ankommenden LNG aus dem Emirat. Die größten Lieferanten waren die USA mit 43 Prozent, gefolgt – man höre und staune – von Russland mit 21 Prozent. Ausgerechnet jenes Russland, dessen Gaslieferungen man mit großem moralischen Pathos ablehnte.
Die Ironie könnte kaum größer sein: Deutschland, das sich als Vorreiter der Energiewende und moralischer Leuchtturm Europas inszeniert, steht am Ende mit leeren Händen da. Während andere Nationen pragmatisch ihre Energieversorgung sichern, verliert sich die Bundesrepublik in ideologischen Grabenkämpfen und Symbolpolitik.
Katar wendet sich ab
Die Gründe für das Scheitern der Partnerschaft sind vielschichtig, aber keineswegs überraschend. Die EU-Lieferkettenrichtlinie mit ihren umfassenden sozialen und ökologischen Auflagen hat im Emirat offenbar für erhebliche Verstimmung gesorgt. Katar drohte sogar mit einem vollständigen Boykott europäischer Abnehmer. Wer hätte gedacht, dass ein autoritär regierter Golfstaat wenig Interesse daran hat, sich von europäischen Bürokraten vorschreiben zu lassen, wie er seine Geschäfte zu führen hat?
Stattdessen orientiert sich Katar zunehmend nach Asien. Japan, das nach der Fukushima-Katastrophe 2011 seinen Gasbedarf drastisch steigern musste, pflegt eine enge Partnerschaft mit dem Emirat. Auch Ägypten hat kürzlich eine Absichtserklärung unterzeichnet, die bis zu 24 Lieferungen in den kommenden Monaten vorsieht. Deutschland hingegen bleibt außen vor.
Die Rechnung für grüne Ideologie
Was wir hier beobachten, ist das Ergebnis einer Politik, die Ideologie über Pragmatismus stellt. Die Grünen haben Deutschland in eine energiepolitische Sackgasse manövriert, aus der es keinen einfachen Ausweg gibt. Der gleichzeitige Ausstieg aus Kernkraft und Kohle, kombiniert mit der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines und dem Scheitern alternativer Lieferquellen, hat das Land in eine prekäre Lage gebracht.
Die Gasspeicher leeren sich, die Preise steigen, und die Industrie wandert ab. Doch statt Lösungen zu präsentieren, organisiert man Workshops über nachhaltige Flugzeugtreibstoffe. Es ist ein Trauerspiel, das seinesgleichen sucht.
Auch ein Besuch der neuen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche in Doha im November konnte die Wogen offenbar nicht glätten. Was dort besprochen wurde, bleibt im Dunkeln. Das Ministerium erwähnte die Treffen nicht einmal im Zusammenhang mit der Energiepartnerschaft. Ein deutlicheres Zeichen für das Scheitern dieser Initiative kann es kaum geben.
Die Zukunft bleibt ungewiss
Während Deutschland weiter auf dem Trockenen sitzt, hat US-Präsident Donald Trump bereits die Weichen für die Zukunft gestellt. Als Teil eines Zollabkommens hat sich die Europäische Union zum Kauf von LNG im Wert von 750 Milliarden Dollar aus den USA verpflichtet. Ob und wann diese Lieferungen die deutschen Gasspeicher füllen werden, steht jedoch in den Sternen.
Die staatliche katarische Nachrichtenagentur berichtete unterdessen mit einer gewissen Genugtuung über den niedrigen Füllstand der deutschen Gasspeicher. Man scheint im Emirat sehr genau zu beobachten, wie sich die Lage in Deutschland entwickelt – ohne jedoch die geringste Anstalten zu machen, zur Lösung des Problems beizutragen.
Die Wirtschaftsleistung Katars übersteigt mittlerweile in absoluten Zahlen die der Ukraine, obwohl letztere zehnmal so viele Einwohner hat. Gas nach Deutschland fließt derzeit jedoch aus keinem der beiden Länder. Es ist ein Armutszeugnis für die deutsche Energiepolitik, das sich die Verantwortlichen nicht schönreden können – auch wenn sie es zweifellos versuchen werden.
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