
Historisches Debakel: Nur noch 15 Prozent der Deutschen stehen hinter der Regierung Merz
Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: 84 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung unter Friedrich Merz unzufrieden. Ein Rekordtief, das seinesgleichen sucht – und das weniger als ein Jahr nach dem feierlichen Versprechen, es besser zu machen als die gescheiterte Ampel-Koalition. Der jüngste ARD-„Deutschlandtrend" liest sich wie ein politisches Armutszeugnis, das selbst hartgesottene Beobachter des Berliner Politikbetriebs erschaudern lässt.
Der freie Fall des Friedrich Merz
Nur noch 21 Prozent der Befragten zeigen sich mit der Arbeit des Bundeskanzlers und CDU-Vorsitzenden einverstanden – ein Absturz um acht Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat. Doch was bei Merz wie ein schmerzhafter Kratzer wirkt, gleicht bei seinen Koalitionspartnern von der SPD einer offenen Wunde. Lars Klingbeil, der sich als Vizekanzler und SPD-Chef profilieren wollte, verliert sage und schreibe 15 Punkte und landet bei mageren 18 Prozent Zufriedenheit. Bärbel Bas kommt auf gerade einmal 15 Prozent. Selbst Markus Söder, der als CSU-Vorsitzender traditionell polarisiert, steht mit 27 Prozent noch vergleichsweise komfortabel da – wenn man bei solchen Werten überhaupt von Komfort sprechen kann.
Was ist passiert? Wie konnte eine Regierung, die mit dem Versprechen des Aufbruchs angetreten war, derart rasant das Vertrauen der Bürger verspielen? Die Antwort liegt, wie so oft, im Portemonnaie der Menschen.
Die Steuer- und Abgabenlast erdrückt die Bürger
66 Prozent der Deutschen empfinden die Belastung durch Steuern und Sozialabgaben als zu hoch. Nur 28 Prozent halten sie für angemessen, und ein verschwindend geringes Prozent – man möchte fast fragen, wer diese Menschen sind – hält sie gar für zu niedrig. Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die Altersgruppen: Unter den 18- bis 34-Jährigen, also jener Generation, die das Land in Zukunft tragen soll, klagen 72 Prozent über eine zu hohe Belastung. Bei den über 65-Jährigen sind es immerhin noch 56 Prozent.
Diese Zahlen sind ein Alarmsignal. Wer junge Leistungsträger mit immer höheren Abgaben belastet, während gleichzeitig ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Staatsverschuldung in astronomische Höhen treibt, der darf sich über solche Umfragewerte nicht wundern. Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen wirkt heute wie ein schlechter Scherz – einer, über den niemand mehr lacht.
Grünen-Anhänger in der Parallelwelt
Bemerkenswert ist auch die parteipolitische Aufschlüsselung der Steuerwahrnehmung. Während AfD-Wähler mit 87 Prozent am deutlichsten die Überlastung spüren, halten Anhänger der Grünen ihre Abgabenlast zu zwei Dritteln für angemessen. Man fragt sich unwillkürlich, ob hier die Realität des arbeitenden Durchschnittsbürgers überhaupt noch wahrgenommen wird – oder ob ideologische Verblendung den Blick auf den eigenen Kontoauszug trübt.
Die Volksparteien – ein Auslaufmodell?
Die Sonntagsfrage zeichnet ein Bild, das die einstigen Volksparteien in ihren Grundfesten erschüttern dürfte. Die Union kommt auf 26 Prozent, die SPD auf katastrophale zwölf Prozent – der niedrigste jemals im ARD-„Deutschlandtrend" gemessene Wert für die Sozialdemokraten. Zusammen erreichen CDU/CSU und SPD gerade einmal 38 Prozent. Keine Mehrheit. Nicht einmal annähernd. Es ist der tiefste gemeinsame Wert, den Infratest dimap jemals für die beiden Parteien ermittelt hat, die einst das politische Rückgrat der Bundesrepublik bildeten.
Die AfD hingegen legt um zwei Prozentpunkte zu und erreicht 25 Prozent – nur noch einen Hauch hinter der Union. Die Grünen kommen auf 14 Prozent, die Linke auf zehn. BSW und FDP dümpeln bei jeweils drei Prozent und wären damit weiterhin nicht im Bundestag vertreten.
Ein Land am Scheideweg
Was diese Zahlen offenbaren, ist mehr als bloße Unzufriedenheit mit einzelnen Politikern oder Maßnahmen. Es ist ein fundamentaler Vertrauensverlust in die Handlungsfähigkeit des politischen Systems. Die Bürger haben die Ampel abgewählt, weil sie Besserung wollten. Stattdessen bekommen sie eine Große Koalition, die offenbar weder groß noch koalitionsfähig genug ist, um die drängenden Probleme des Landes zu lösen: explodierende Lebenshaltungskosten, eine erdrückende Abgabenlast, eine Infrastruktur, die auf Pump saniert werden soll, und eine Gesellschaft, die sich zunehmend von ihrer politischen Führung entfremdet.
Die Botschaft der Bürger ist unmissverständlich. Sie wollen eine Politik, die sich an den realen Bedürfnissen der Menschen orientiert – an bezahlbarem Wohnraum, an Sicherheit auf den Straßen, an einer Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand stärkt statt ihn zu erdrosseln. Solange die Regierung Merz diese Botschaft nicht versteht, wird der Absturz in den Umfragen weitergehen. Und die Frage, ob diese Koalition überhaupt bis zur nächsten regulären Bundestagswahl durchhält, wird mit jedem neuen „Deutschlandtrend" drängender.
In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit suchen viele Bürger nach Wegen, ihr Erspartes zu schützen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn das Vertrauen in politische Institutionen schwindet und die Staatsverschuldung neue Rekorde erreicht. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

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