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Kettner Edelmetalle
05.05.2026
14:30 Uhr

Hormuz im Würgegriff: Washington und Manama treiben UN-Resolution gegen Teheran voran

Hormuz im Würgegriff: Washington und Manama treiben UN-Resolution gegen Teheran voran

Die Straße von Hormuz – jene schmale Wasserstraße zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öls fließt – ist erneut zum Brennpunkt geopolitischer Machtspiele geworden. Die Vereinigten Staaten und das Königreich Bahrain haben einen Resolutionsentwurf in den UN-Sicherheitsrat eingebracht, der Sanktionen gegen den Iran ermöglichen und im äußersten Fall sogar militärische Gewalt legitimieren könnte. Drei westliche Diplomaten bestätigten die Pläne, über die ab Dienstag in New York verhandelt werde.

Eine fragile Waffenruhe wankt

Die seit vier Wochen brüchig haltende Feuerpause zwischen Washington und Teheran scheint zunehmend Makulatur zu werden. Am Montag gab es erneut massive Zusammenstöße: Die US-Streitkräfte sollen sechs iranische Schnellboote zerstört haben, während iranische Raketen einen Ölhafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten getroffen haben sollen. Vor diesem Hintergrund hat das Pentagon die Operation „Project Freedom" gestartet – einen Vorstoß, festsitzende Tanker und Frachter durch die strategisch wichtige Meerenge zu lotsen.

Diplomatischer Schwenk nach Monaten des Alleingangs

Bemerkenswert ist die Kehrtwende der Trump-Administration: Monatelang hatte Washington bewusst außerhalb des UN-Rahmens agiert, Militärschläge ohne Mandat des Sicherheitsrats geführt und Verbündete zu informellen Marinepatrouillen gedrängt. Diese Strategie stieß auf wachsenden Widerstand bei Partnern, die rechtliche Konsequenzen und einen unkontrollierbaren Konflikt fürchteten. Donald Trump reagierte bekanntermaßen scharf und attackierte jene Staaten verbal, die sich seinem Kurs nicht anschließen wollten.

Nun also der Schwenk zur multilateralen Diplomatie. Ein erster bahrainischer Entwurf, der die US-Militäraktionen nachträglich legitimieren sollte, war zuvor am Veto Russlands und Chinas gescheitert. Der neue Text sei laut Diplomaten vorsichtiger formuliert, vermeide explizite Gewaltautorisierung, operiere aber dennoch unter Kapitel VII der UN-Charta – jenem Abschnitt, der dem Sicherheitsrat Sanktionen bis hin zu militärischen Maßnahmen erlaubt.

Was die Resolution konkret fordert

Der Entwurf verurteilt die mutmaßlichen Verstöße Teherans gegen die Waffenruhe sowie dessen „fortgesetzte Handlungen und Drohungen" gegen die freie Schifffahrt durch Hormuz, einschließlich des Verlegens von Seeminen. Diese Aktivitäten würden als Bedrohung des Weltfriedens eingestuft. Der Iran solle Angriffe sofort einstellen, die Positionen verlegter Minen offenlegen und Räumarbeiten nicht behindern. Zudem werde Teheran aufgefordert, mit den UN bei der Einrichtung eines humanitären Korridors zu kooperieren – Hilfslieferungen, Düngemittelexporte und andere essenzielle Güter würden derzeit massiv beeinträchtigt.

Der UN-Generalsekretär soll binnen 30 Tagen über die Einhaltung berichten. Sollte sich der Iran weigern, könnten weitere Schritte – darunter Sanktionen – folgen. Washington dränge auf einen schnellen Abschluss der Verhandlungen, ein finaler Entwurf solle bis zum 8. Mai zirkulieren, eine Abstimmung sei für Anfang nächster Woche angesetzt. Russland und China hätten allerdings einen konkurrierenden Text in Vorbereitung.

Maritime Freedom Construct: Eine neue Sicherheitsarchitektur am Golf

Parallel zur UN-Initiative arbeitet Washington am Aufbau einer multinationalen Marinekoalition unter dem Namen „Maritime Freedom Construct" (MFC). Das Vorhaben soll eine Sicherheitsarchitektur für die Zeit nach dem Konflikt schaffen und die Straße von Hormuz wieder vollständig öffnen, sobald sich die Lage stabilisiert habe. Die MFC solle ergänzend zu einer separaten französisch-britischen Mission arbeiten, an der rund 30 Staaten beteiligt seien. Mehrere Länder hätten allerdings signalisiert, dass sie ein UN-Mandat als Voraussetzung für die Bereitstellung militärischer Mittel betrachten würden.

Was das für Energiepreise und Edelmetalle bedeutet

Die Eskalation am Golf ist weit mehr als ein regionales Problem. Wer die Augen offen hält, erkennt: Geopolitische Spannungen dieser Größenordnung treiben traditionell die Ölpreise nach oben, befeuern die Inflation und untergraben das Vertrauen in Papierwährungen. Während Notenbanken weltweit ihre Goldreserven aufstocken und private Anleger nach krisensicheren Anlagen suchen, demonstrieren physische Edelmetalle einmal mehr ihre Rolle als Anker der Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten.

Die deutsche Wirtschaft – ohnehin durch hausgemachte energiepolitische Fehlentscheidungen, eine ausufernde Bürokratie und das schuldenfinanzierte 500-Milliarden-Sondervermögen der Großen Koalition geschwächt – wäre von einer Eskalation am Golf besonders hart getroffen. Steigende Rohstoffpreise würden auf eine Volkswirtschaft treffen, die bereits jetzt unter Wettbewerbsschwäche leidet. Statt Strategien zur Energiesicherheit zu entwickeln, beschäftigt sich Berlin lieber mit ideologischen Nebenschauplätzen.

Fazit: Die Welt wird unsicherer

Ob die UN-Resolution den Knoten löst oder Russland und China sie erneut zerschießen, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Welt gleitet in eine Phase tiefer geopolitischer Verwerfungen, in der Lieferketten, Energieversorgung und Währungsstabilität gleichermaßen auf dem Spiel stehen. Wer in solchen Zeiten allein auf Aktien, Anleihen oder das digitale Versprechen der Notenbanken vertraut, sollte die Lehren der Geschichte studieren. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie Krisen überdauern – ein Argument, das in der aktuellen Gemengelage gewichtiger wird denn je.

Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen spiegeln die Meinung der Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wider. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Für etwaige Verluste übernehmen wir keine Haftung.

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