
Investitionsflucht aus den USA: Deutsche Unternehmen ziehen sich massiv zurück

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Deutsche Unternehmen haben ihr Engagement in den Vereinigten Staaten drastisch heruntergefahren. Was sich bereits seit Monaten abzeichnete, wird nun durch eine aktuelle Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mit harten Fakten untermauert. Die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump erweist sich als regelrechtes Investitionsgrab für deutsche Firmen.
Ein Einbruch von historischem Ausmaß
Die Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in den USA sind in den ersten zehn Monaten der zweiten Trump-Präsidentschaft – also im Zeitraum Februar bis November 2025 – auf magere 10,2 Milliarden Euro zusammengeschrumpft. Das entspricht einem Rückgang von satten 45 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, als noch knapp 19 Milliarden Euro über den Atlantik flossen. Selbst im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024 verzeichnet die Statistik ein Minus von 24 Prozent.
Diese Entwicklung dürfte kaum jemanden überraschen, der die erratische Wirtschaftspolitik der Trump-Administration aufmerksam verfolgt hat. Die massiven Zollerhöhungen – 20 Prozent auf EU-Importe, 34 Prozent auf chinesische Waren, 25 Prozent auf Produkte aus Mexiko und Kanada – haben ein Klima der Unsicherheit geschaffen, das Gift für langfristige Investitionsentscheidungen ist.
Unberechenbarkeit als Geschäftsmodell
IW-Expertin Samina Sultan bringt es auf den Punkt: Die jüngsten Zolldrohungen der USA wegen Grönland unterstrichen, wie unberechenbar die Lage sei. „Das ist Gift für Investitionen und Handel", so die Wirtschaftsexpertin. Und in der Tat: Welcher Vorstand kann es vor seinen Aktionären verantworten, Milliarden in einem Land zu investieren, dessen Handelspolitik sich von einem Tweet zum nächsten grundlegend ändern kann?
Die deutsche Industrie scheint ihre Lektion gelernt zu haben. Während in der ersten Trump-Amtszeit noch viele Unternehmen hofften, durch lokale Produktion den Zöllen zu entgehen, hat sich diese Strategie als trügerisch erwiesen. Die ständigen Drohungen, die willkürlichen Ausnahmen und die politisch motivierten Handelskriege haben das Vertrauen nachhaltig erschüttert.
Die Folgen für die transatlantischen Beziehungen
Bundeskanzler Friedrich Merz steht vor einer schwierigen Aufgabe. Die neue Große Koalition muss einen Balanceakt vollführen: Einerseits die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands schützen, andererseits die transatlantische Partnerschaft nicht vollends aufs Spiel setzen. Doch wie soll das gelingen, wenn der wichtigste Verbündete seine eigenen Partner wie Gegner behandelt?
Die Zahlen des IW sind ein Weckruf. Sie zeigen, dass deutsche Unternehmen längst mit den Füßen abstimmen. Statt in einem zunehmend protektionistischen Amerika zu investieren, suchen sie nach stabileren Alternativen. Ob diese Entwicklung umkehrbar ist, hängt maßgeblich davon ab, ob Washington zu einer berechenbaren Handelspolitik zurückfindet – eine Hoffnung, die angesichts der aktuellen Entwicklungen mehr als naiv erscheint.
Edelmetalle als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten
In Zeiten solch massiver wirtschaftlicher Verwerfungen und politischer Unberechenbarkeit gewinnen traditionelle Wertanlagen wieder an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Schutz gegen wirtschaftliche Turbulenzen bewährt. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Anlageportfolio können sie zur Vermögenssicherung beitragen und bieten einen Anker der Stabilität, wenn die Weltwirtschaft von politischen Launen erschüttert wird.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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