
Iran-Krieg treibt Verbraucherpreise: Henkel kündigt Preiserhöhungen an – und der Bürger zahlt die Zeche
Als hätte der deutsche Verbraucher nicht schon genug zu schultern, rollt die nächste Preiswelle heran. Der Nahost-Konflikt, der mit den israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen und der iranischen Vergeltung eine dramatische Eskalation erfahren hat, schlägt nun mit voller Wucht auf die Supermarktregale durch. Der Düsseldorfer Konsumgüterriese Henkel macht unmissverständlich klar: Die Kosten werden an die Kunden weitergereicht.
Henkel-Chef Knobel: „Es hilft nicht, mit Preiserhöhungen zu lang zu warten"
Vorstandschef Carsten Knobel ließ im Gespräch mit dem Handelsblatt keinen Zweifel daran, wohin die Reise geht. Sollten sich die Herstellkosten drastisch erhöhen, müsse man diese Kosten weitergeben, so Knobel. Wer zu spät reagiere, gerate nur umso stärker unter Druck. Eine bemerkenswert offene Ansage – und eine, die Millionen deutsche Haushalte direkt betrifft.
Denn Henkel ist kein Nischenanbieter. Das 1876 gegründete Traditionsunternehmen steht hinter Marken wie Persil, Perwoll, Pril und Schwarzkopf – Produkte, die in nahezu jedem deutschen Haushalt zu finden sind. Mit einem Jahresumsatz von rund 20,5 Milliarden Euro und etwa 47.000 Beschäftigten weltweit gehört der Konzern zu den Schwergewichten der Branche. Dass weniger als 20 Prozent der Belegschaft in Deutschland arbeiten, ist dabei ein Symptom, das für sich spricht.
Der Ölpreis als Brandbeschleuniger der Inflation
Besonders perfide an der aktuellen Entwicklung: Henkel sei vor allem indirekt von den steigenden Kosten betroffen, erklärte Knobel. Der explodierende Ölpreis treffe Zulieferer und Logistikunternehmen teilweise massiv. Diese gäben einen Teil ihrer gestiegenen Kosten an Henkel weiter – und Henkel reicht sie an den Endverbraucher durch. Eine Kaskade der Verteuerung, an deren Ende immer derselbe steht: der deutsche Bürger an der Supermarktkasse.
Man hoffe natürlich, dass der Krieg nicht das ganze Jahr über andauern werde, sagte Knobel. Hoffnung – das ist alles, was der Konzernchef anzubieten hat. Für Familien, die bereits jetzt jeden Euro zweimal umdrehen müssen, ist das ein schwacher Trost. Die Inflation, die man uns jahrelang als „vorübergehend" verkauft hat, wird durch geopolitische Krisen immer wieder neu befeuert.
Eigenmarken auf dem Vormarsch – doch Markentreue hält
Knobel räumte ein, dass er einen deutlichen Trend hin zu günstigeren Eigenmarken des Handels beobachte. Wer den Kunden davon überzeugen wolle, mehr zu bezahlen, müsse einen nachvollziehbaren Vorteil bieten. Dennoch gebe es zu Markenprodukten wie Persil oder Schwarzkopf eine große Loyalität. Die Produkte würden vielleicht etwas sparsamer verwendet, aber weiterhin gekauft. Sparsamer verwendet – eine höfliche Umschreibung dafür, dass sich immer mehr Menschen die gewohnten Markenprodukte schlicht nicht mehr in der bisherigen Menge leisten können.
Die politische Dimension: Wer schützt den deutschen Verbraucher?
Was in der nüchternen Berichterstattung über Konzernbilanzen und Lieferkettenprobleme gerne untergeht, ist die fundamentale Frage nach der politischen Verantwortung. Deutschland hat sich über Jahre hinweg in eine fatale Energieabhängigkeit manövriert, die Kernkraftwerke abgeschaltet, die Industrie mit Auflagen überzogen und gleichzeitig keine belastbare Strategie entwickelt, um die eigene Wirtschaft gegen geopolitische Schocks abzusichern. Jede neue Krise – ob Pandemie, Ukraine-Krieg oder nun die Eskalation im Iran – trifft den deutschen Verbraucher mit voller Härte.
Das von der neuen Großen Koalition unter Friedrich Merz beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur klingt nach Aufbruch, dürfte aber die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Zins- und Tilgungslasten belasten. Und während die Preise für Waschmittel, Kosmetik und Klebstoffe steigen, bleibt der Mindestlohn bei bescheidenen 12,82 Euro pro Stunde. Die Schere zwischen Lebenshaltungskosten und verfügbarem Einkommen öffnet sich immer weiter.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen gegen die schleichende Entwertung zu schützen. Während Papiergeld an Kaufkraft verliert und die Preise für alltägliche Güter unaufhörlich klettern, haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt. Wer sein Portfolio mit realen Sachwerten ergänzt, schafft sich ein Bollwerk gegen die inflationären Verwerfungen unserer Zeit.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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