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12.03.2026
11:56 Uhr

Iran-Krieg würgt Deutschlands ohnehin schwache Wirtschaft ab – ifo-Institut korrigiert Prognose drastisch nach unten

Iran-Krieg würgt Deutschlands ohnehin schwache Wirtschaft ab – ifo-Institut korrigiert Prognose drastisch nach unten

Es ist ein Déjà-vu, das niemand gebrauchen kann: Wieder einmal sind es explodierende Energiepreise, die der deutschen Wirtschaft das Genick brechen. Das renommierte ifo-Institut in München hat seine Wachstumsprognose für Deutschland wegen des anhaltenden Krieges gegen das iranische Mullah-Regime deutlich nach unten korrigiert. Was als zaghafter Aufschwung begonnen hatte, droht nun im Keim erstickt zu werden.

Von der Hoffnung zum Schock

Noch vor wenigen Wochen herrschte in den Münchner Forschungsstuben vorsichtiger Optimismus. Die Konjunkturforscher um Prof. Timo Wollmershäuser, den Leiter der ifo-Konjunkturforschung, wollten ihre Herbstprognose sogar anheben. Bis zu ein Prozent Wachstum sei möglich gewesen, so Wollmershäuser. Ein Prozent – wohlgemerkt. In einem Land, das einst als Exportweltmeister galt, wäre selbst das ein beschämend mageres Ergebnis gewesen. Doch nun kommt es noch schlimmer.

Allein der kurzfristige Energiepreisanstieg infolge des Nahost-Konflikts kostet die deutsche Wirtschaft 0,2 Prozentpunkte. Das ifo-Institut rechnet jetzt nur noch mit einem Wachstum von 0,8 Prozent für das laufende Jahr und 1,2 Prozent für 2027. Zahlen, die man in einem Schwellenland als Krise bezeichnen würde – in der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt sind sie schlicht eine Bankrotterklärung.

Das Worst-Case-Szenario lauert bereits

Und es könnte noch deutlich schlimmer kommen. Sollten die Preise für fossile Energieträger über einen längeren Zeitraum auf dem aktuell erhöhten Niveau verharren, drohe die Inflation auf knapp drei Prozent zu klettern. In diesem Szenario würde das Wachstum auf klägliche 0,6 Prozent in diesem Jahr zusammenschrumpfen – und im kommenden Jahr auf gerade einmal 0,8 Prozent. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Deutschland, die einstige Lokomotive Europas, tuckert mit der Geschwindigkeit einer Draisine durch die wirtschaftliche Landschaft.

Wer sich an die Energiekrise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine erinnert, dem dürfte ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Damals wie heute zeigt sich die fatale Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieimporten. Und damals wie heute hat die Politik es versäumt, rechtzeitig für eine resiliente Energieversorgung zu sorgen. Statt pragmatischer Lösungen gab es ideologisch motivierte Abschaltungen von Kernkraftwerken und milliardenschwere Subventionen für Windräder, die bei Flaute keinen einzigen Haushalt mit Strom versorgen.

Auch der Arbeitsmarkt gerät unter Druck

Die Folgen des Konflikts beschränken sich keineswegs auf abstrakte Wachstumszahlen. Auch der Arbeitsmarkt leidet. Die Zahl der Erwerbstätigen werde in diesem Jahr noch einmal sinken, prognostiziert das ifo-Institut. Erst 2027 dürfte es wieder mehr Beschäftigung geben – vorausgesetzt, der Krieg eskaliert nicht weiter. Wollmershäuser formuliert es diplomatisch: Wann die Trendwende komme, hänge von der Dauer der kriegerischen Auseinandersetzungen und den damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheiten ab.

Der Staat als einziger Wachstumstreiber – ein Armutszeugnis

Besonders entlarvend ist ein Detail der ifo-Analyse, das in der öffentlichen Debatte viel zu wenig Beachtung findet: Der zaghafte Erholungskurs, den die deutsche Wirtschaft Ende 2025 eingeschlagen hatte, wird fast ausschließlich von staatlichen Ausgaben getragen. Mehrausgaben für Infrastruktur, Klimaneutralität und Verteidigung – finanziert aus dem umstrittenen 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die Große Koalition unter Friedrich Merz auf den Weg gebracht hat – sollen die Konjunktur stützen.

Im Klartext bedeutet das: Nicht die Privatwirtschaft, nicht der für Deutschland so wichtige Export sorgt für den Mini-Aufschwung, sondern der Steuerzahler. Es ist ein schuldenfinanziertes Strohfeuer, das kommende Generationen mit Zinsen und Tilgung belasten wird. Ausgerechnet Friedrich Merz, der im Wahlkampf noch vollmundig versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen, prescht nun mit einem der größten Ausgabenprogramme der deutschen Nachkriegsgeschichte voran. Die Ironie könnte kaum bitterer sein.

Energieabhängigkeit als Achillesferse

Der Iran-Krieg legt einmal mehr die strukturelle Schwäche der deutschen Wirtschaft offen. Ein Land, das sich systematisch von günstiger Energieversorgung abgeschnitten hat – sei es durch den Ausstieg aus der Kernenergie, sei es durch die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines –, ist jedem geopolitischen Schock schutzlos ausgeliefert. Während Frankreich dank seiner Atomkraftwerke vergleichsweise gelassen auf steigende Ölpreise blicken kann, zittert Deutschland bei jedem Konflikt im Nahen Osten um seine wirtschaftliche Existenz.

Die verbesserte Auftragslage im Baugewerbe und in der Industrie, auf die das ifo-Institut als Lichtblick verweist, ist bei näherer Betrachtung vor allem ein Ergebnis staatlicher Aufträge. Von einer selbsttragenden Erholung der Privatwirtschaft kann keine Rede sein. Die deutsche Industrie kämpft weiterhin mit hohen Energiekosten, überbordender Bürokratie und einer Steuerlast, die international ihresgleichen sucht.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In Zeiten geopolitischer Krisen, steigender Inflation und wackelnder Konjunkturprognosen zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Aktienmärkte nervös auf jede Eskalation im Nahen Osten reagieren und Anleiherenditen von der Geldpolitik der Zentralbanken abhängen, hat sich Gold über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt. Wer sein Vermögen gegen Inflation, Währungsrisiken und geopolitische Verwerfungen absichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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