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25.10.2026
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KI-generiert

Irans Kabel-Drohung: Wird der Golf zum digitalen Schlachtfeld?

Irans Kabel-Drohung: Wird der Golf zum digitalen Schlachtfeld?
Symbolbild: KI-generiert

Teheran droht dem Westen dort, wo es wehtut: in der digitalen Infrastruktur. Mohsen Rezaei, Sekretär des iranischen Obersten Nationalen Sicherheitsrats, kündigte über den Staatssender PressTV an, bei einem neuen Angriff der USA und Israels würden Datenzentren, Unterseekabel und KI-Anlagen am Golf zu Zielen. Gleichzeitig ziehen die Amerikaner Medienberichten zufolge Personal aus der Region ab.

Der Angriff auf die Lebensadern des Internets

Rezaei begründete die Drohung damit, dass der Puls der amerikanischen Wirtschaft in der Region durch Irans Teil der Welt laufe. Bislang stünden diese Anlagen nicht auf der Zielliste. Breche aber Krieg aus, würden viele Kabel, Rechenzentren und KI-Einrichtungen zerstört.

Ein Bluff? Wohl kaum. Nach Angaben der Internationalen Fernmeldeunion läuft mehr als 99 Prozent des internationalen Datenverkehrs über Seekabel. Unter der Straße von Hormus liegen laut den Revolutionsgarden sieben große Leitungen, darunter so wichtige Verbindungen wie AAE-1, FALCON und Gulf Bridge International. Wer dort die Kabel kappt, trifft nicht nur Dubai oder Riad, sondern auch den Datenstrom zwischen Europa und Asien.

Dass Iran zuschlagen kann, ist belegt. Im März bestätigte Amazon, dass zwei seiner Anlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt getroffen worden seien. Ein Drohnenangriff nahe einer Einrichtung in Bahrain habe zudem Schäden verursacht. Cloud-Dienste fielen aus, und die Wiederherstellung könne sich hinziehen.

"Null rote Linien": Teherans neue Doktrin

Mehdi Mohammadi, Berater von Parlamentspräsident Mohammad Ghalibaf, erklärte gegenüber dem britischen Guardian, man betrachte den nächsten Konflikt als existenzielle Bedrohung. Ein dritter Krieg innerhalb von zwei Jahren gefährde die Existenz des Landes. Deshalb gelte nun die Strategie "null rote Linien". Ein künftiger Krieg werde länger dauern und sich über ein größeres Gebiet erstrecken, als der Gegner erwarte.

Pakistanische Medien berichten unter Berufung auf iranische Quellen, Ziele in bis zu sieben Golfstaaten seien denkbar. Für die Ölmonarchien ist das ein Albtraum. Sie haben Milliarden in ihre digitale Zukunft gesteckt. Allein Microsoft investiert 15,2 Milliarden Dollar in Rechenzentren und KI-Kapazitäten in den Emiraten. Ohne funktionierende Seekabel wären diese Investitionen kaum etwas wert.

Washington räumt das Feld: Ein schlechtes Omen?

Laut NBC News hat das Pentagon Soldaten von Stützpunkten in Jordanien, Katar und Kuwait abgezogen. Das Außenministerium reduzierte das Personal mehrerer Vertretungen, die Botschaft in Saudi-Arabien ging in den Modus der angeordneten Ausreise. Ein Sprecher des US-Zentralkommandos wollte die Bewegungen mit Verweis auf die operative Sicherheit nicht kommentieren.

Beobachter erinnern an das Muster vor dem Angriff auf Iran am 28. Februar 2026. Auch damals gingen ähnliche Truppenverlegungen voraus. Ein US-Beamter sagte NBC, die Optionen reichten von kurzen Luftschlägen wie bei der Operation "Midnight Hammer" im Juni 2025 bis zum Einsatz der GBU-43/B MOAB. Das ist die stärkste nicht-nukleare Bombe im US-Arsenal.

Wahlkampf mit dem Feuer

Kurz vor den israelischen Parlamentswahlen am 27. Oktober sagte Benjamin Netanyahu vor Offiziersanwärtern, die Bedrohung lasse sich nur durch den Sturz des iranischen Regimes dauerhaft beseitigen. Diese Anweisung habe er Armee und Mossad gegeben. Das Weiße Haus erklärte dagegen, die USA würden Iran vor den Zwischenwahlen am 3. November auf keinen Fall angreifen.

Die New York Times berichtet allerdings von gemeinsamen Plänen für eine Bombenkampagne nach diesem Termin. Für Trump wäre ein Schlag vor der Wahl riskant, denn steigende Benzinpreise kosten Stimmen.

Was das für deutsche Sparer bedeutet

Ein neuer Golfkrieg würde Europa doppelt treffen: über explodierende Energiepreise und über gestörte Datenverbindungen. Für Deutschland mit seiner ohnehin angeschlagenen Industrie und den hohen Strompreisen wäre das ein weiterer Schock. In solchen Phasen haben sich physisches Gold und Silber historisch oft als Krisenanker bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bleiben sie deshalb einen Gedanken wert.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser muss eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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