
Israels Krieg gegen den Iran eskaliert: Unterirdische Raketenstellungen im Visier
Was vor wenigen Tagen mit verheerenden Erstschlägen begann, nimmt nun eine neue, bedrohliche Dimension an. Israel tritt nach Informationen aus militärnahen Kreisen in die zweite Phase seines Krieges gegen den Iran ein – und nimmt dabei tief unter der Erde verborgene Raketenstellungen ins Visier. Die Welt hält den Atem an, während sich der Nahe Osten in einem Flächenbrand befindet, dessen Ausmaß noch vor Monaten kaum jemand für möglich gehalten hätte.
Vom Enthauptungsschlag zur systematischen Zerstörung
Die gemeinsame Luftoffensive Israels und der USA gegen den Iran nähert sich dem Ende ihrer ersten Woche. Die Eröffnungssalven hätten die iranische Führung getötet und einen regionalen Krieg ausgelöst, der mittlerweile den gesamten Nahen Osten erfasst. Iran reagierte mit Angriffen auf Israel, die Golfstaaten und den Irak. Israel wiederum weitete seine Operationen auf den Libanon aus, wo die Hisbollah erneut Raketen auf israelisches Territorium abfeuerte.
Hunderte iranische Raketenabschussrampen an der Oberfläche seien bereits zerstört worden, so das israelische Militär. Nun beginne die weitaus schwierigere Aufgabe: die Vernichtung unterirdischer Bunkeranlagen, in denen ballistische Raketen und militärisches Gerät gelagert würden. Zwei mit der Militärkampagne vertraute Quellen bestätigten diesen Strategiewechsel gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Ein Krieg auf zwei Fronten – gleichzeitig
Besonders bemerkenswert ist die operative Kühnheit der israelischen Luftwaffe. In einigen Fällen hätten dieselben Kampfjets in einer einzigen Mission sowohl Ziele im Iran als auch im Libanon bombardiert – auf dem Hinweg Angriffe auf Teheran oder den Westiran, auf dem Rückweg Schläge gegen Hisbollah-Stellungen. Eine logistische Meisterleistung, die zugleich die enorme Reichweite und Schlagkraft der israelischen Streitkräfte demonstriert.
Das israelische Militär erklärte am Donnerstag, die Luftwaffe habe über Nacht „eine unterirdische Infrastrukturanlage des iranischen Regimes zur Lagerung ballistischer Raketen" getroffen. Es war das erste Mal seit Beginn der Angriffe am Samstag, dass Israel offiziell einen Schlag gegen unterirdische Raketeneinrichtungen bestätigte.
Wie viele Raketen hat der Iran noch?
Diese Frage könnte über den weiteren Verlauf des Krieges entscheiden – und die Antworten gehen weit auseinander. Das israelische Militär schätzte den iranischen Raketenbestand vor Kriegsbeginn auf rund 2.500 Stück. Andere Analysten sprechen von bis zu 6.000. Eine gewaltige Diskrepanz, die zeigt, wie wenig selbst westliche Geheimdienste über das tatsächliche Arsenal Teherans wissen.
Douglas Barrie vom britischen International Institute for Strategic Studies warnte, der Iran verfüge nach wie vor über landgestützte Marschflugkörper – präzisionsgelenkte Waffen, die in niedriger Höhe fliegen und damit der Radarerkennung entgehen könnten. Eine Bedrohung, die keineswegs gebannt sei.
„Das System muss weiter und weiter geschwächt werden"
Israelische und amerikanische Offizielle berichteten zwar von einem Rückgang der ballistischen Raketen- und Drohnenstarts seit Samstag. Doch das israelische Militär selbst räumte ein, dass dieser Rückgang auch Teherans Versuch widerspiegeln könnte, seine Raketenbestände für einen langwierigen Zermürbungskrieg zu schonen. Eine beunruhigende Perspektive.
„Die Hoffnung der ersten Angriffswoche war, dass Irans herrschendes System schneller zu zerfallen beginnt. Aber das ist noch nicht geschehen, und solange es nicht geschieht, muss das System weiter und weiter geschwächt werden."
So die nüchterne Einschätzung von Eran Lerman, einem ehemaligen stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberater Israels. Worte, die wenig Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kampfhandlungen machen.
Europa zwischen Ohnmacht und Abhängigkeit
Während im Nahen Osten die Bomben fallen, offenbart sich einmal mehr die strategische Hilflosigkeit Europas – und ganz besonders Deutschlands. Jahrzehntelang hat man die eigene Verteidigungsfähigkeit sträflich vernachlässigt, sich in ideologischen Debatten über Gendersternchen und Klimaneutralität verloren, während die geopolitischen Realitäten eine gänzlich andere Sprache sprechen. Dass Volkswagen nun offenbar die Produktion von Militärfahrzeugen an seinem Osnabrücker Standort prüft, ist bezeichnend für den Paradigmenwechsel, der sich vollzieht – freilich viel zu spät.
Die Eskalation im Nahen Osten treibt bereits jetzt die Treibstoffpreise in die Höhe und lähmt den Luftfrachtverkehr in der Region. Investoren flüchten in Geldmarktfonds. Und der deutsche Bürger? Er darf sich fragen, ob die neue Große Koalition unter Friedrich Merz besser auf solche Krisen vorbereitet ist als ihre Vorgänger. Die bisherigen Signale stimmen wenig optimistisch.
In Zeiten geopolitischer Verwerfungen dieses Ausmaßes zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als Krisenwährung bewährt – als Anker der Stabilität, wenn Papierwährungen schwanken und politische Systeme ins Wanken geraten. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte die Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio ernsthaft in Betracht ziehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Basis dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











