
Kahlschlag bei der Deutschen Bank: 100 Filialen fallen dem digitalen Zeitgeist zum Opfer
Die Deutsche Bank setzt den Rotstift an – und zwar mit Nachdruck. Bis Ende 2026 sollen rund 100 weitere Geschäftsstellen geschlossen werden. Was das Management als „Effizienzprogramm" verkauft, ist in Wahrheit ein weiterer Sargnagel für den persönlichen Kundenservice in Deutschland. Der digitale Wandel, so heißt es beschönigend, nehme eben Fahrt auf.
Von 750 auf noch weniger: Das schleichende Sterben der Bankfiliale
Gemeinsam mit der Postbank betreibt Deutschlands größtes Geldhaus derzeit noch etwa 750 Niederlassungen. Eine Zahl, die in den kommenden Monaten drastisch schrumpfen wird. Das erklärte Ziel: eine „angemessene" Größe erreichen. Was genau angemessen bedeutet, bleibt freilich im Nebel der Konzernsprache verborgen. Für die rund 19 Millionen Privatkunden dürfte es jedenfalls bedeuten, dass der Weg zur nächsten Filiale künftig noch weiter wird.
Besonders ältere Kunden und Menschen in ländlichen Regionen werden die Leidtragenden dieser Entwicklung sein. Während in den Metropolen die Digitalisierung längst zum Alltag gehört, kämpfen viele Bürger auf dem Land noch immer mit schlechter Internetversorgung. Doch solche Realitäten scheinen in den Vorstandsetagen der Frankfurter Bankentürme kaum eine Rolle zu spielen.
Künstliche Intelligenz ersetzt menschliche Beratung
Statt in Personal investiert die Deutsche Bank lieber in Algorithmen. Ein KI-gestützter Kundenassistent soll noch in der zweiten Jahreshälfte eingeführt werden. Dieser digitale Helfer – man beachte die euphemistische Wortwahl – soll Kunden durch die Bank-App führen, Funktionen erklären und bei alltäglichen Anliegen unterstützen. Vom Zahlungsverkehr bis zur Kreditkarte, alles soll künftig der Roboter erledigen.
Die Bank feiert sich selbst dafür, dass die App-Nutzung in den vergangenen 18 Monaten „deutlich gestiegen" sei. Verschwiegen wird dabei, dass viele Kunden schlicht keine andere Wahl mehr haben, wenn Filialen reihenweise dichtmachen. Die „Aktivierung der Nutzerbasis", wie es im Konzern-Jargon heißt, ist weniger ein Erfolg als vielmehr ein Zwang.
Das Märchen von der persönlichen Beratung
Natürlich beteuert das Institut, am Grundprinzip persönlicher Beratung festzuhalten. Die verbliebenen Standorte sollen „gezielter eingesetzt" werden – weniger für Routine, stärker für anspruchsvolle Beratung. Klingt vernünftig, ist aber in Wahrheit eine Mogelpackung. Denn wer entscheidet, was anspruchsvoll ist und was nicht? Der Algorithmus?
Gerade bei weitreichenden finanziellen Entscheidungen wünschen sich viele Kunden den direkten Austausch mit einem Menschen aus Fleisch und Blut. Videoberatung mag für technikaffine Großstädter eine Alternative sein, für die Mehrheit der Bevölkerung ist sie bestenfalls ein Notbehelf.
Ein Symptom des deutschen Niedergangs
Der Filialabbau bei der Deutschen Bank ist symptomatisch für eine Entwicklung, die weit über das Bankwesen hinausreicht. Deutschland schafft sich ab – Stück für Stück, Filiale für Filiale. Während andere Länder in ihre Infrastruktur investieren, wird hierzulande nur noch gespart und gestrichen. Die Zeche zahlen am Ende die Bürger, die sich mit immer schlechterem Service zufriedengeben müssen.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und galoppierender Inflation wäre es für viele Anleger ratsam, über alternative Formen der Vermögenssicherung nachzudenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten dabei eine bewährte Möglichkeit, das eigene Portfolio zu diversifizieren und sich gegen die Unwägbarkeiten des Finanzsystems abzusichern.

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