
Kanadas Premier Carney begrüßt „Neue Weltordnung" und öffnet Tür für chinesische E-Autos

Was sich derzeit in Kanada abspielt, dürfte selbst hartgesottenen Beobachtern der internationalen Politik die Sprache verschlagen. Der kanadische Premierminister Mark Carney hat bei seinem Staatsbesuch in Peking nicht nur die Handelsbeziehungen mit China neu ausgerichtet – er sprach offen von einer „neuen Weltordnung", für die sein Land bestens aufgestellt sei. Ein bemerkenswerter Schulterschluss mit dem kommunistischen Regime, der in Washington für erhebliche Verstimmung sorgen dürfte.
Drastische Kehrtwende bei Zöllen auf chinesische Elektrofahrzeuge
Die Invasion chinesischer Elektrofahrzeuge auf den nordamerikanischen Markt steht vor einer dramatischen Beschleunigung. Carney hat sich bereit erklärt, die dreistelligen Zölle auf chinesische E-Autos, die sein Vorgänger Justin Trudeau erst 2024 eingeführt hatte, weitgehend zurückzunehmen. Statt der bisherigen 100 Prozent sollen künftig nur noch 6,1 Prozent fällig werden – gedeckelt auf 49.000 Fahrzeuge. Im Jahr 2023 exportierte China bereits 41.678 Elektrofahrzeuge nach Kanada.
Diese Entscheidung steht in krassem Widerspruch zur America-First-Politik von Präsident Donald Trump, der die nordamerikanische Automobilindustrie revitalisieren möchte. Während chinesische E-Autos in den USA praktisch vom Import ausgeschlossen bleiben, beobachten Analysten bereits eine spürbare Zunahme von BYD-Fahrzeugen auf mexikanischen Autobahnen.
Fragwürdige Begründung für den China-Kurs
„Um Kanadas eigenen wettbewerbsfähigen EV-Sektor aufzubauen, müssen wir von innovativen Partnern lernen, Zugang zu deren Lieferketten erhalten und die lokale Nachfrage steigern", erklärte Carney nach seinen Gesprächen mit Präsident Xi Jinping.
Diese Argumentation wirft jedoch erhebliche Fragen auf. Wenn Kanada tatsächlich einen eigenen Elektrofahrzeugsektor aufbauen wollte, wäre es logisch, sich an amerikanische Expertise zu wenden – an Tesla, Rivian, Lucid oder die traditionellen Detroiter Autobauer. Stattdessen wendet sich Ottawa nach Osten. Wo liegt Carneys wahre Loyalität – beim Westen oder beim Osten?
Tiefe Verbindungen zu Peking
Carney war der erste kanadische Premierminister seit 2017, der China besuchte. Er strebt offenbar eine umfassende Entspannung der Beziehungen an, nachdem diese jahrelang von diplomatischen und handelspolitischen Spannungen geprägt waren. Gegenüber Zhao Leji, dem dritthöchsten Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas, äußerte er sich geradezu enthusiastisch:
„Wir sind ermutigt von der Führung von Präsident Xi Jinping und der Geschwindigkeit, mit der sich unsere Beziehung entwickelt hat."
Die „Neue Weltordnung" – mehr als nur eine Floskel?
Besonders brisant war jedoch Carneys Aussage zur geopolitischen Neuordnung: „Die Welt hat sich seit dem letzten Besuch stark verändert. Ich glaube, dass der Fortschritt, den wir in unserer Partnerschaft gemacht haben, uns gut für die neue Weltordnung aufstellt."
Diese Worte sind keine diplomatische Höflichkeit – sie sind ein Statement. Ein kanadischer Regierungschef, der sich offen an die Seite Pekings stellt und von einer „neuen Weltordnung" spricht, während der wichtigste Verbündete im Süden einen völlig anderen Kurs fährt. Die Reaktionen in konservativen Kreisen Kanadas ließen nicht lange auf sich warten. Videos zeigen, wie der Oppositionspolitiker Scott Moe fassungslos auf Carneys Äußerungen reagiert.
Hat Carney die europäische Lektion nicht verstanden?
Die Öffnung für chinesische E-Autos erscheint umso fragwürdiger, wenn man den Blick nach Europa richtet. Dort hat die Flut billiger chinesischer Elektrofahrzeuge die heimische Automobilindustrie in eine existenzielle Krise gestürzt. Traditionsreiche Hersteller kämpfen ums Überleben, Arbeitsplätze gehen verloren, ganze Regionen stehen vor dem wirtschaftlichen Niedergang.
Carney scheint diese Warnsignale geflissentlich zu ignorieren. Stattdessen hofft er auf eine Wiederbelebung des Handels mit landwirtschaftlichen Produkten. China hatte als Reaktion auf frühere Handelsstreitigkeiten 100 Prozent Zölle auf kanadisches Rapsöl sowie 25 Prozent auf Schweinefleisch und Meeresfrüchte verhängt.
„China war früher der größte Markt für kanadischen Rapssamen", so Carney. „Wir wollen nicht nur zu diesen Niveaus zurückkehren, sondern sie übertreffen."
Ein gefährliches Spiel mit der Souveränität
Was wir hier beobachten, ist nichts weniger als eine fundamentale Neuausrichtung der kanadischen Außen- und Handelspolitik. Ein NATO-Mitglied und enger Verbündeter der USA wendet sich demonstrativ China zu – ausgerechnet in einer Zeit, in der die geopolitischen Spannungen zwischen Ost und West auf einem Höhepunkt sind.
Die Frage, die sich stellt: Handelt Carney im Interesse der kanadischen Bürger, oder dient er anderen Herren? Die Verbindungen seiner früheren Arbeitgeber zu chinesischen Geschäftsinteressen werfen jedenfalls Fragen auf, die einer gründlichen Untersuchung bedürfen. Für die nordamerikanische Einheit und die westliche Allianz insgesamt verheißt dieser Kurs nichts Gutes.
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