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Kettner Edelmetalle
23.02.2026
11:13 Uhr

Kanzler Merz knickt ein: Weichspüler statt klare Kante

Es ist eine Nachricht, die aufhorchen lässt – und die zugleich ein bezeichnendes Licht auf den Zustand der deutschen Politik wirft. Bundeskanzler Friedrich Merz soll auf Drängen seines engsten Umfelds seinen rhetorischen Stil bewusst entschärft haben. Der Mann, der einst mit markigen Worten und klaren Ansagen die CDU-Basis elektrisierte, gibt sich neuerdings zahm. „Kanten rausnehmen" – so lautet offenbar die neue Devise aus dem Kanzleramt.

Vom Klartext-Politiker zum diplomatischen Leisetreterer

Wie aus Berichten hervorgeht, sei Merz in den vergangenen Wochen wiederholt von führenden Christdemokraten angesprochen worden. Mal am Rande von Parteiveranstaltungen, mal direkt im Kanzleramt. Die Botschaft war stets dieselbe: Der zugespitzte, direkte Ton, der ihn als Parteivorsitzenden so populär gemacht habe, wirke im Amt des Bundeskanzlers zunehmend kontraproduktiv. Man darf sich fragen: Kontraproduktiv für wen genau? Für die Bürger, die endlich einen Kanzler wollten, der Tacheles redet? Oder für die parteiinternen Netzwerke, denen unbequeme Wahrheiten schon immer ein Dorn im Auge waren?

Bemerkenswert ist dabei, was ausdrücklich nicht kritisiert worden sein soll: Weder die außenpolitische Linie noch die Reformforderungen stünden intern zur Debatte. Es gehe ausschließlich um den Stil. Doch wer glaubt, dass sich Inhalt und Form so sauber trennen lassen, der hat die Mechanismen politischer Kommunikation nicht verstanden. Ein Kanzler, der seine Worte auf die Goldwaage legt, wird am Ende auch seine Positionen verwässern. Das lehrt die Geschichte.

Desaströse Umfragewerte als Katalysator

Der Hintergrund dieses rhetorischen Rückzugs ist wenig überraschend: Die Zustimmungswerte für Merz persönlich verharren seit seinem Amtsantritt auf erschreckend niedrigem Niveau. Seit der Bundestagswahl im Februar 2025 habe die Union in keiner einzigen Umfrage mehr als 30 Prozent erreicht. Ein Armutszeugnis für eine Partei, die mit dem Versprechen des Aufbruchs angetreten war.

Intern verweise man zwar auf internationale Parallelen – in mehreren westlichen Demokratien kämpften Regierungschefs mit sinkender Zustimmung, selbst kurz nach klaren Wahlsiegen. Doch diese Argumentation wirkt wie ein Feigenblatt. Die Wahrheit ist unbequemer: Die Bürger haben Friedrich Merz nicht gewählt, damit er klingt wie Angela Merkel in ihren letzten Amtsjahren. Sie haben ihn gewählt, weil er anders war. Weil er Probleme beim Namen nannte. Weil er nicht um den heißen Brei herumredete.

Wenn Wahrheiten als „pauschalisierend" gelten

Besonders entlarvend ist, welche konkreten Aussagen intern als problematisch eingestuft worden sein sollen. Hinweise auf geringere Arbeitszeiten in Deutschland oder auf ein verändertes Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum seien zwar „sachlich begründbar", könnten aber als „pauschalisierend oder ausgrenzend" wahrgenommen werden. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Fakten auszusprechen gilt in der CDU des Jahres 2026 bereits als Risiko. Dass die Kriminalität in Deutschland auf einem Rekordniveau angekommen ist und die Bürger sich in vielen Städten nicht mehr sicher fühlen – das sind keine Pauschalisierungen, das ist die bittere Realität.

Es ist genau diese Art von vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem medialen Mainstream, die das Vertrauen der Wähler in die etablierten Parteien seit Jahren erodieren lässt. Die Menschen sind es leid, dass ihre berechtigten Sorgen als „ausgrenzend" abgestempelt werden. Sie wollen Politiker, die den Mut haben, die Dinge so zu benennen, wie sie sind – und nicht solche, die ihre Sprache so lange schleifen, bis von der ursprünglichen Aussage nichts mehr übrig bleibt.

Der Parteitag als Bühne der neuen Zurückhaltung

Auf dem jüngsten CDU-Parteitag sei die veränderte Tonlage bereits deutlich spürbar gewesen. Merz habe zwar an seiner Einschätzung festgehalten, dass wirtschaftlicher Aufschwung ohne Reformen nicht zu erreichen sei. Gleichzeitig habe er jedoch deutlich vorsichtigere Formulierungen gewählt. „Reformen bedeutet nicht, zusammenstreichen und das war's", soll der Kanzler gesagt haben. Ein Satz, der so weich ist, dass er praktisch nichts mehr aussagt.

Dabei bräuchte Deutschland gerade jetzt einen Kanzler, der Klartext spricht. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur, das die Große Koalition auf den Weg gebracht hat, wird kommende Generationen mit Schulden belasten – und das, obwohl Merz im Wahlkampf versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Die Inflation frisst den Bürgern das Ersparte weg. Die Wirtschaft stagniert. Und der Kanzler soll jetzt leiser werden?

Ein gefährlicher Weg

Was wir hier beobachten, ist ein Muster, das in der deutschen Politik nur allzu bekannt ist. Ein Politiker tritt mit dem Versprechen an, anders zu sein, unbequem, direkt, ehrlich. Und kaum im Amt, beginnt der Anpassungsprozess. Die Berater flüstern, die Umfragen mahnen, die Parteifreunde warnen. Am Ende steht ein Kanzler, der sich von seinen Vorgängern kaum noch unterscheidet. Die Bürger, die auf Veränderung gehofft hatten, bleiben enttäuscht zurück.

Friedrich Merz wäre gut beraten, sich daran zu erinnern, warum die Menschen ihn gewählt haben. Nicht wegen seiner diplomatischen Fähigkeiten, sondern wegen seiner Bereitschaft, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Wer seine Kanten abschleift, verliert am Ende sein Profil. Und ein profilloser Kanzler ist das Letzte, was dieses Land in diesen stürmischen Zeiten braucht.

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