
Karma schlägt zurück: Indianerstamm fordert Billie Eilishs Millionen-Anwesen als „Stammesland"

Die amerikanische Musikindustrie feierte sich am vergangenen Sonntag wieder einmal selbst bei der Grammy-Verleihung. Zwischen Glitzer, Glamour und goldenen Trophäen nutzte Sängerin Billie Eilish die Bühne für ein politisches Statement, das ihr tosenden Applaus einbrachte – und nun wie ein Bumerang zurückkehrt. „Niemand ist illegal auf gestohlenem Land", verkündete die 24-Jährige selbstgerecht in ihrer Dankesrede und fügte hinzu: „Scheiß auf ICE." Was als vermeintlich mutiger Protest gegen die amerikanische Abschiebebehörde gedacht war, entpuppt sich nun als klassisches Eigentor der besonderen Art.
Der Tongva-Stamm meldet sich zu Wort
Nur wenige Tage nach Eilishs großem Auftritt meldete sich der Indianerstamm der Tongva mit einer bemerkenswerten Erklärung gegenüber Fox News zu Wort. Die historischen Bewohner des Gebiets, das heute als Los Angeles bekannt ist, wiesen die Sängerin darauf hin, dass sich ihr millionenschweres Anwesen ebenfalls auf „gestohlenem Land" befinde – nämlich auf ihrem angestammten Stammesgebiet. Die Ironie könnte kaum größer sein.
Der Stamm kritisierte, dass Eilish bezüglich ihres Grundstücks keinerlei Kontakt mit den Tongva aufgenommen habe. In ihrer Stellungnahme erklärten die Stammesvertreter: „Wir hoffen, dass in zukünftigen Gesprächen explizit auf den Stamm Bezug genommen wird, um sicherzustellen, dass die Öffentlichkeit versteht, dass das Großraumgebiet von Los Angeles weiterhin Gabrieleno-Tongva-Territorium ist."
Die Doppelmoral der Hollywood-Elite
Dieser Fall illustriert einmal mehr die erschreckende Scheinheiligkeit, die in den Kreisen der selbsternannten progressiven Elite grassiert. Da steht eine junge Frau auf der Bühne, predigt Moral und Menschlichkeit, während sie selbst in einem Luxusanwesen residiert, das nach ihrer eigenen Logik auf unrechtmäßig angeeignetem Boden steht. „Ich bin voller Hoffnung in diesem Raum und ich finde, wir müssen weiterkämpfen, unsere Stimme erheben und protestieren. Unsere Stimmen zählen wirklich, und die Menschen zählen", appellierte Eilish noch vermeintlich selbstlos. Doch wie viel zählen die Stimmen der Tongva für sie?
Es ist ein Muster, das sich durch die gesamte linke Prominenz zieht: Große Worte, moralische Überlegenheit zur Schau stellen, aber wenn es um die eigenen Privilegien geht, herrscht plötzlich betretenes Schweigen. Man erinnere sich an die zahllosen Prominenten, die offene Grenzen fordern, während sie selbst hinter hohen Mauern in bewachten Anwesen leben. Oder an jene, die Klimaschutz predigen und dann mit dem Privatjet zum nächsten Charity-Event fliegen.
Die ICE-Proteste und ihre Folgen
Der Hintergrund von Eilishs Äußerungen sind die ICE-Einsätze in Minneapolis, bei denen es in den vergangenen Monaten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizeibeamten und linken Demonstranten kam. Diese protestierten gegen die Abschiebung illegaler Migranten – wohlgemerkt Menschen, die sich unrechtmäßig im Land aufhalten. Bei den Protesten starben zwei Aktivisten, die die Einsätze blockiert hatten, was wiederum zu Ausschreitungen führte.
Neben Eilish äußerte sich auch der spanische Rapper Bad Bunny zu den Vorfällen. Die Unterhaltungsindustrie scheint sich einmal mehr als moralische Instanz aufspielen zu wollen, während sie gleichzeitig die Durchsetzung geltenden Rechts kritisiert. Denn genau das tut die ICE: Sie setzt geltendes Einwanderungsrecht durch. Für die linke Prominenz scheint es jedoch keine Staatsgrenzen und keine Gesetze zu geben – zumindest nicht für andere.
Ein Lehrstück in Sachen Konsequenz
Die Reaktion der Tongva ist ein brillantes Beispiel dafür, wie man Heuchler beim Wort nehmen kann. Wenn Eilish tatsächlich der Überzeugung ist, dass niemand auf gestohlenem Land illegal sein kann, dann müsste sie konsequenterweise ihr Anwesen den rechtmäßigen Eigentümern – den Tongva – zurückgeben. Alles andere wäre nach ihrer eigenen Logik schlicht und ergreifend Diebstahl.
Doch wird sie das tun? Die Erfahrung lehrt uns, dass solche moralischen Appelle immer nur für andere gelten. Die eigenen Privilegien werden selbstverständlich nicht angetastet. Es ist leicht, von der Grammy-Bühne herab Forderungen zu stellen, wenn man selbst in einem Millionen-Dollar-Anwesen residiert und von den Konsequenzen der eigenen Forderungen nicht betroffen ist.
Dieser Fall sollte all jenen zu denken geben, die den moralischen Predigten der Unterhaltungsindustrie allzu bereitwillig Glauben schenken. Hinter der Fassade der Tugend verbirgt sich allzu oft nichts als hohle Rhetorik und blanke Heuchelei. Die Tongva haben Billie Eilish einen Spiegel vorgehalten – und das Bild, das sich darin zeigt, ist alles andere als schmeichelhaft.

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