
Kiesewetter fordert deutschen Griff zur Atombombe – Wahnsinn oder Weitsicht?

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sorgt einmal mehr für Aufsehen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung plädierte er für eine deutsche Beteiligung an einem europäischen Atomschirm. Die Begründung: Die USA könnten unter der Trump-Administration als verlässlicher NATO-Partner wegfallen. Was auf den ersten Blick wie strategische Weitsicht klingen mag, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als gefährliches Spiel mit dem Feuer.
Die absurde Logik des Herrn Kiesewetter
Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Dieselbe politische Klasse, die funktionierende Kernkraftwerke in Deutschland gesprengt und die Energiewende zum nationalen Heiligtum erklärt hat, möchte nun Milliarden in nukleare Vernichtungswaffen investieren. Atomkraft zur friedlichen Energiegewinnung? Pfui Teufel! Atomwaffen zur Abschreckung? Her damit! Diese kognitive Dissonanz ist selbst für abgehärtete Beobachter der deutschen Politik schwer zu verdauen.
Kiesewetter betont zwar, dass der Zwei-plus-Vier-Vertrag eine eigenständige deutsche Entwicklung von Atomwaffen ausschließe, sieht aber eine finanzielle Beteiligung an gemeinsamen Projekten als rechtlich unbedenklich an. Deutschland könne sich an der Finanzierung beteiligen und auch eine Stationierung ermöglichen, dürfe die Waffen nur nicht selbst herstellen oder einen Einsatz eigenständig führen. Mit anderen Worten: Wir zahlen, andere drücken den Knopf.
Russland als ewiger Buhmann
Natürlich darf in Kiesewetters Argumentation der obligatorische Verweis auf die russische Bedrohung nicht fehlen. Erst kürzlich hatte der CDU-Politiker für Kopfschütteln gesorgt, als er spekulierte, das Bekennerschreiben der linksextremistischen „Vulkangruppe" zum Berliner Stromausfall könnte aus Russland stammen. Das Bundesinnenministerium widersprach dieser Theorie vehement – doch solche Kleinigkeiten scheinen den Außenpolitiker nicht zu beirren.
„Das Thema wird nur mit der Kneifzange angefasst, wie ein rohes Ei. Aber wir müssen uns damit beschäftigen, gerade auch mit Blick auf ein Grönland-Szenario und seine Folgen für die NATO und das Verhältnis zu den USA."
Was genau ein „Grönland-Szenario" mit der nuklearen Sicherheit Europas zu tun haben soll, bleibt Kiesewetters Geheimnis. Die Verknüpfung wirkt konstruiert und dient offenbar primär dazu, Ängste zu schüren und teure Rüstungsprojekte zu rechtfertigen.
Die Kosten des nuklearen Größenwahns
Kiesewetter selbst räumt ein, dass die Entwicklung eines europäischen Nuklearschutzes mindestens fünf, wahrscheinlich aber eher zehn Jahre dauern würde. In einer Zeit, in der Deutschland mit maroden Brücken, überlasteten Schulen, einem kollabierenden Gesundheitssystem und explodierenden Sozialausgaben kämpft, erscheint die Idee, Milliarden in Atomwaffen zu investieren, geradezu grotesk.
Die neue Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz hat bereits ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur aufgelegt – finanziert durch neue Schulden, die kommende Generationen belasten werden. Nun sollen also weitere Milliarden für nukleare Abschreckung fließen? Die Frage, wer das alles bezahlen soll, scheint in den Köpfen gewisser Politiker schlicht nicht vorzukommen.
Finnland, Schweden und Polen als Partner?
Kiesewetter nennt Finnland, Schweden und Polen als potenzielle Partner für eine nukleare Zusammenarbeit. Doch warum sollten diese Länder ausgerechnet mit Deutschland kooperieren wollen? Die Bundesrepublik hat sich in den vergangenen Jahren nicht gerade als verlässlicher Sicherheitspartner erwiesen. Die chronische Unterfinanzierung der Bundeswehr, die ideologisch motivierte Energiepolitik und die zögerliche Haltung bei der Unterstützung der Ukraine haben das Vertrauen der östlichen Nachbarn nachhaltig beschädigt.
Die eigentliche Gefahr
Die wahre Bedrohung für Deutschland liegt nicht in einem hypothetischen russischen Angriff, sondern in der schleichenden Erosion des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die explodierende Kriminalität, die unkontrollierte Migration, die wirtschaftliche Stagnation und der Vertrauensverlust in staatliche Institutionen – das sind die Probleme, die den Bürgern unter den Nägeln brennen. Doch statt sich diesen Herausforderungen zu stellen, flüchten sich Politiker wie Kiesewetter in geopolitische Phantasien.
In Zeiten wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unsicherheit suchen viele Bürger nach stabilen Wertanlagen. Während Politiker über Milliardenprojekte für Atomwaffen fabulieren, setzen kluge Anleger auf bewährte Vermögenssicherung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Schutz gegen politische Fehlentscheidungen und wirtschaftliche Turbulenzen bewährt. Sie bieten eine greifbare Sicherheit in einer Welt, die von zunehmender Unsicherheit geprägt ist.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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