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26.10.2026
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Klima-Riese China: Peking stößt 2,7-mal so viel aus wie die USA!

Klima-Riese China: Peking stößt 2,7-mal so viel aus wie die USA!
Symbolbild: KI-generiert

China hat im Jahr 2025 rund 15.981 Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen. Das sind fast 30 Prozent der weltweiten Emissionen und 2,7-mal so viel wie die Vereinigten Staaten. Die Zahlen stammen aus der EDGAR-Datenbank der EU-Kommission. Sie zeigen, wo das Klima tatsächlich entschieden wird, und das ist nicht Berlin.

Fünf Länder, fast 60 Prozent

Hinter China folgen laut EDGAR die USA mit 6.018 Millionen Tonnen, das entspricht 11,4 Prozent. Danach kommen Indien, Russland und Indonesien:

  • China: 15.981 Mio. Tonnen (ca. 30 %)
  • USA: 6.018 Mio. Tonnen (11,4 %)
  • Indien: 4.508 Mio. Tonnen (8,5 %)
  • Russland: 2.574 Mio. Tonnen (4,9 %)
  • Indonesien: 1.359 Mio. Tonnen (2,6 %)

Zusammen kommen diese fünf Staaten auf knapp 58 Prozent des globalen Ausstoßes. Internationaler Flug- und Schiffsverkehr ist in diesen Anteilen nicht eingerechnet.

Weltweit neuer Rekord trotz aller Klimagipfel

Insgesamt sind die Emissionen weiter gestiegen. Laut dem Branchendienst Argus Media weist EDGAR für 2025 einen Rekordwert von rund 55 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalent aus, ein Plus von 0,9 Prozent. Der offizielle EDGAR-Bericht nennt ohne Landnutzung und Forstwirtschaft 54,1 Milliarden Tonnen und ein Plus von 0,7 Prozent. Die Tendenz ist in beiden Fällen dieselbe.

Am stärksten legten ausgerechnet die USA zu, und zwar um 2,2 Prozent. Chinas Ausstoß blieb mit plus 0,1 Prozent praktisch stabil, Indien verzeichnete ein leichtes Minus von 0,2 Prozent. Dem Bericht zufolge gab es seit der Jahrtausendwende nur zwei Jahre mit sinkenden globalen Emissionen: 2009 wegen der Finanzkrise und 2020 wegen der Corona-Pandemie.

Und Deutschland? Ein Rundungsfehler mit Rekordkosten

Ein Blick auf die eigenen Zahlen lohnt sich. Laut Umweltbundesamt stieß Deutschland 2025 rund 649 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent aus. Das sind etwa 1,2 Prozent der weltweiten Emissionen. China emittiert damit fast 25-mal so viel wie die Bundesrepublik.

Seit 1990 hat Deutschland seinen Ausstoß nach Angaben der Behörde um 48,2 Prozent gesenkt. Bezahlt haben das Industrie, Mittelstand und Verbraucher mit Strompreisen, die im internationalen Vergleich zu den höchsten gehören. Trotzdem schreibt das Grundgesetz inzwischen Klimaneutralität bis 2045 vor, finanziert über ein Sondervermögen, das in Wahrheit ein Schuldenberg ist. Wer zahlt am Ende? Kritiker sagen: die nächste Generation.

Wohlstand entscheidet, nicht nur die Bevölkerungszahl

Die Daten zeigen auch, dass die Einwohnerzahl allein wenig erklärt. Saudi-Arabien produziert mehr Treibhausgase als Pakistan, obwohl dort weit weniger Menschen leben. Australien kommt auf mehr als das Doppelte der Emissionen von Bangladesch, bei weniger als einem Sechstel der Bevölkerung. Den Ausschlag geben Energiemix, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und energieintensive Industrien.

Erste Lichtblicke in Asien, Europa als Vorreiter

Es gibt auch leise Signale einer Trendwende. Chinas energiebedingter CO₂-Ausstoß soll 2025 um rund 0,5 Prozent gesunken sein, getragen vom Ausbau erneuerbarer Energien und der Kernkraft. Peking setzt also weiter auf Atomstrom, während Deutschland seine letzten Meiler abgeschaltet hat. In Indien gingen die energiebedingten Emissionen ebenfalls zurück, begünstigt durch mehr Ökostrom und kühleres Wetter.

Europa hat seine Emissionen dagegen schon über viele Jahre gesenkt. Italien, Deutschland und Großbritannien liegen heute zweistellig unter dem Niveau von vor zehn Jahren. In der gesamten EU sind die Treibhausgase seit 1990 um 40 Prozent gefallen, während die Wirtschaft um mehr als 70 Prozent wuchs.

Das Fazit fällt trotzdem ernüchternd aus. Ob die Welt ihre Emissionen in den Griff bekommt, hängt an einer Handvoll Großmächte. Deutschland kann mit immer neuen Auflagen, Verboten und Milliardenschulden ein Musterschüler sein, doch auf den globalen Ausstoß hat das kaum Einfluss. Eine Klimapolitik, die die eigene Wirtschaft schwächt und Chinas Ausstoß unberührt lässt, sollte sich nach Ansicht vieler Beobachter dringend selbst hinterfragen.

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