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Kettner Edelmetalle
05.02.2026
06:30 Uhr

Kölner Innenstadt verkommt: Rewe-Betreiber droht mit Abzug aus der Domstadt

Die einst pulsierende Kölner Innenstadt entwickelt sich zunehmend zu einem Schauplatz des Niedergangs. Was sich dort abspielt, ist symptomatisch für den Verfall deutscher Stadtzentren – und ein Armutszeugnis für die politisch Verantwortlichen. Der Rewe-Betreiber Lutz Richrath hat nun öffentlich gemacht, was viele Bürger längst wissen: Das Stadtbild ist zu einem geschäftsschädigenden Faktor geworden.

Drogenszene, Obdachlosigkeit und Verwahrlosung prägen das Bild

Die Filiale in der Opernpassage, erst 2014 eröffnet, kämpft seit Jahren gegen widrige Umstände. Doch was Richrath in Interviews schildert, übertrifft das übliche Maß an Standortproblemen bei Weitem. Eine offene Drogenszene hat sich vom Neumarkt in die nahegelegene U-Bahnstation verlagert – nachdem verschärfte Kontrollen die Süchtigen schlicht vertrieben hatten. Das Problem wurde nicht gelöst, sondern nur verschoben. Typisch für eine Politik, die Symptome bekämpft, statt Ursachen anzugehen.

Die Konsequenzen für den Geschäftsbetrieb sind drastisch: Kundentoiletten mussten geschlossen werden, weil sich dort Abhängige ihre Drogen spritzten. Ohne permanenten Sicherheitsdienst sei der Laden nicht mehr zu betreiben, erklärt der Unternehmer. Ladendiebstähle häufen sich, und selbst die Außengastronomie brachte dem Betreiber hohe Ordnungsstrafen ein – weil sie angeblich den Fluchtweg eines seit vierzehn Jahren ungenutzten Opernhauses versperrt.

Bürokratischer Irrsinn trifft auf städtische Verwahrlosung

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Unternehmer, der Arbeitsplätze schafft und die Nahversorgung sichert, wird mit Strafen überzogen, während wenige Meter entfernt das Elend grassiert. Überquellende Mülleimer, zunehmender Leerstand und eine Verkehrsführung, die sich gefühlt wöchentlich ändert – das ist die Realität in der viertgrößten Stadt Deutschlands.

„Es ist fast schneller, vom Kölner Westen nach Düsseldorf zu fahren, als in die Kölner Innenstadt zu kommen"

Mit diesen Worten beschreibt Richrath die absurde Erreichbarkeitssituation. Jahrelange Baustellen haben den Zugang zum Markt erschwert, Lieferanten können kaum noch planen. Dass unter solchen Bedingungen kein florierendes Geschäft möglich ist, versteht sich von selbst.

Ein Symptom der deutschen Innenstadtkrise

Der Fall Köln steht exemplarisch für eine bundesweite Entwicklung. Nach Erhebungen des Handelsforschungsinstituts EHI steht in deutschen Innenstädten mittlerweile jeder zehnte Laden leer. Diese Leerstände wirken wie ein Virus: Sie schrecken weitere Kunden ab und beschleunigen den Niedergang. Der Handelsverband Deutschland spricht von „Angsträumen" – verlassene Stadtzentren, die niemand mehr freiwillig betritt.

In den vergangenen fünf Jahren mussten rund 50.000 Handelsunternehmen schließen. Corona, Inflation, Energiekrise – die Gründe sind vielfältig. Doch was in Köln geschieht, geht über wirtschaftliche Faktoren hinaus. Hier versagt die öffentliche Hand bei ihrer Kernaufgabe: der Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit.

Politisches Versagen auf allen Ebenen

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im Herbst 2025 eine Debatte über das „Stadtbild" angestoßen – damals im Kontext irregulärer Migration. Die Empörung war groß, die Kritik reflexhaft. Doch was Unternehmer wie Richrath täglich erleben, bestätigt die Berechtigung dieser Diskussion. Wer durch deutsche Innenstädte geht, sieht mit eigenen Augen, was jahrelange Vernachlässigung anrichtet.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe wollen die betroffene U-Bahnstation ab April nachts schließen. Ob das den Gewerbetreibenden hilft, bleibt fraglich. Wahrscheinlicher ist, dass sich die Szene erneut verlagert – und das Problem an anderer Stelle wieder auftaucht. Derweil plant die Stadt ein neues Suchthilfezentrum. Ob das die Lösung ist, die Bürger und Unternehmer sich wünschen?

Lutz Richrath will die Wiedereröffnung der Oper im September abwarten. Sollte sich die Lage nicht bessern, könnte die Innenstadt einen weiteren Nahversorger verlieren. Für die verbliebenen Anwohner wäre das ein herber Verlust – und ein weiteres Zeichen dafür, dass deutsche Städte ihre Attraktivität verspielen. Derzeit, so der Unternehmer, müsse man sich für den Standort schämen. Ein vernichtendes Urteil, das die Verantwortlichen endlich wachrütteln sollte.

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