
Krieg am Golf: Trump zerrt NATO-Partner in den Iran-Konflikt – und droht unverhohlen
Was sich seit Wochen wie ein geopolitischer Albtraum anfühlt, hat nun eine neue Eskalationsstufe erreicht. Der von den USA und Israel begonnene Krieg gegen den Iran geht in seine dritte Woche – und US-Präsident Donald Trump verlangt von seinen NATO-Verbündeten nichts Geringeres als aktive militärische Unterstützung. Die Dreistigkeit dieser Forderung ist bemerkenswert: Man beginnt einen Krieg, den man selbst gewollt hat, und erwartet dann von unbeteiligten Nationen, die Suppe auszulöffeln.
Die Straße von Hormus – Nadelöhr der Weltwirtschaft steht still
Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, jener schmalen Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt, ist praktisch zum Erliegen gekommen. Die Konsequenzen sind verheerend – nicht nur für die Golfstaaten, sondern für die gesamte Weltwirtschaft. Ölpreise schießen in die Höhe, Lieferketten brechen zusammen, und die ohnehin fragile europäische Wirtschaft steht vor einer weiteren Belastungsprobe.
In einem achtminütigen Interview mit der Financial Times machte Trump unmissverständlich klar, was er von den Verbündeten erwartet. Es sei „nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert", so der US-Präsident. Auf die Frage, welche konkrete Hilfe er erwarte, habe Trump lapidar geantwortet: „Was auch immer nötig ist." Konkret fordere er die Entsendung von Minensuchbooten – von denen Europa angeblich deutlich mehr besitze als die USA – sowie Unterstützung dabei, „einige böswillige Akteure an der iranischen Küste auszuschalten".
Trumps NATO-Drohung: Erpressung als Diplomatie
Die Tonalität des amerikanischen Präsidenten lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Sollte es „keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen", so werde dies „sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein", wurde Trump zitiert. Man muss sich diese Worte auf der Zunge zergehen lassen: Ein Staatsoberhaupt, das einen Angriffskrieg führt, droht dem wichtigsten westlichen Verteidigungsbündnis mit Konsequenzen, weil die Partner nicht bereitwillig in einen Konflikt eintreten wollen, den sie weder begonnen noch gewollt haben.
Besonders perfide mutet Trumps Verweis auf die Ukraine an. „Wir hätten ihnen in der Ukraine nicht helfen müssen. Die Ukraine ist Tausende von Kilometern von uns entfernt. Aber wir haben ihnen geholfen", so der Republikaner. „Jetzt werden wir sehen, ob sie uns helfen." Diese Argumentation ist nicht nur historisch schief – schließlich lag die Ukraine-Unterstützung auch im ureigenen geostrategischen Interesse der USA –, sie offenbart auch ein transaktionales Weltbild, in dem Bündnistreue zur Handelsware degradiert wird.
Deutschland zwischen Bündnistreue und Selbstbewahrung
Bundeskanzler Friedrich Merz hat – und das verdient ausdrückliche Anerkennung – einem deutschen Militäreinsatz in der Meerenge eine klare Absage erteilt. Deutschland sei nicht Teil dieses Krieges „und wir wollen es auch nicht werden", betonte der CDU-Vorsitzende. Eine Position, die man in ihrer Klarheit begrüßen muss. Denn was hätte Deutschland davon, sich in einen Konflikt hineinziehen zu lassen, der von Washington und Jerusalem orchestriert wurde?
Allerdings zeigen sich bereits erste Risse in der Koalition. Bundesaußenminister Johann Wadephul wollte eine Ausweitung der bereits bestehenden EU-Mission ASPIDES zur Absicherung von Handelsschiffen im Roten Meer nicht kategorisch ausschließen. Und aus der SPD kommen berechtigte Zweifel, ob die Bundesregierung weiterhin uneingeschränkt die Nutzung des US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein für den Iran-Krieg gestatten dürfe. Die völkerrechtliche Prüfung sei „noch nicht abgeschlossen", ließ der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion verlauten. Man fragt sich unwillkürlich: Wie lange kann eine solche Prüfung dauern, während täglich Bomben fallen?
Die Eskalationsspirale dreht sich weiter
Derweil eskaliert der Konflikt mit erschreckender Geschwindigkeit. In Teheran meldeten Medien eine neue Angriffswelle – Explosionen in mehreren Stadtteilen der Millionenmetropole, Flugabwehr im Einsatz nahe der Revolutionsstraße. Die Bevölkerung der iranischen Hauptstadt ist seit über zwei Wochen vom Internet abgeschnitten. Nachrichten dringen nur noch sporadisch nach außen. Ein digitaler Blackout, der an die dunkelsten Kapitel moderner Kriegsführung erinnert.
Der Iran seinerseits hat nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn 700 Raketen auf Ziele in Israel und US-Stützpunkte in der Golfregion abgefeuert. Hinzu kämen rund 3.600 Kamikazedrohnen mit Sprengladungen. Ein Sprecher der Revolutionsgarden erklärte ominös, dass viele der eingesetzten Raketen aus alten Beständen stammten – die neueren Modelle seien noch gar nicht zum Einsatz gekommen. Eine Drohung, die man ernst nehmen sollte.
Der Krieg greift auf die Region über
Dass dieser Konflikt nicht auf die Kriegsparteien beschränkt bleibt, zeigt der Drohneneinschlag auf den Flughafen von Dubai. Ein Treibstofflager ging in Flammen auf, der Flugbetrieb musste vorübergehend eingestellt werden. Dubai – jenes glitzernde Emirat, das sich als sicherer Hafen des internationalen Handels und Tourismus inszeniert – wird plötzlich zum Kollateralschaden eines Krieges, an dem es nicht beteiligt ist.
Im Libanon sind die Kämpfe zwischen der iranisch unterstützten Hisbollah und dem israelischen Militär erneut aufgeflammt. UN-Friedenstruppen gerieten unter Beschuss, erst vor einer Woche wurden drei UNIFIL-Soldaten verletzt. Israelische Angriffe auf südliche Vororte Beiruts, die als Hisbollah-Hochburgen gelten, verschärfen die Lage zusätzlich. Frankreichs Präsident Macron appellierte an Teheran, die „inakzeptablen Angriffe" auf Länder der Region sofort einzustellen – ein Appell, der angesichts der Realität auf dem Schlachtfeld fast rührend naiv wirkt.
Was bedeutet das für Deutschland und Europa?
Die Frage, die sich jeder deutsche Bürger stellen muss, ist simpel und doch fundamental: Wollen wir uns in einen weiteren Krieg hineinziehen lassen? Die Erfahrungen aus Afghanistan, wo Deutschland zwanzig Jahre lang Blut und Milliarden investierte, nur um am Ende ein Desaster zu erleben, sollten als Warnung genügen. Die Bundeswehr ist ohnehin in einem desolaten Zustand – jahrzehntelang kaputtgespart von Regierungen, die lieber Geld für ideologische Projekte ausgaben als für die Landesverteidigung.
Gleichzeitig treibt der Konflikt die Energiepreise in die Höhe – eine Entwicklung, die Deutschland mit seiner ohnehin schon desaströsen Energiepolitik besonders hart trifft. Die Abkehr von fossilen Energieträgern, die von der Vorgängerregierung mit ideologischem Eifer vorangetrieben wurde, rächt sich nun bitter. Wer sich freiwillig in Abhängigkeit begibt, darf sich nicht wundern, wenn er erpressbar wird.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert von physischen Edelmetallen als Krisenwährung. Während Aktienmärkte einbrechen, Währungen schwanken und geopolitische Risiken die Weltwirtschaft erschüttern, bewähren sich Gold und Silber seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Welt absichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil seines Portfolios in Betracht ziehen.
„Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges und wir wollen es auch nicht werden." – Bundeskanzler Friedrich Merz
Man kann nur hoffen, dass diese Worte mehr sind als bloße Rhetorik. Denn die Geschichte lehrt: Wer sich in fremde Kriege hineinziehen lässt, zahlt dafür einen Preis – und dieser Preis wird nicht von den Politikern bezahlt, sondern von den Bürgern.
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