280.000
Kunden
Sicherer
Versand
29.10.2026
19:08 Uhr
KI-generiert

Kriegsgewinne an der Zapfsäule: Shell und Total kassieren Milliarden!

Kriegsgewinne an der Zapfsäule: Shell und Total kassieren Milliarden!
Symbolbild: KI-generiert

Die Autofahrer zahlen, die Ölmultis kassieren. Shell und TotalEnergies haben im dritten Quartal 2026 ihre höchsten Gewinne seit 2022 eingefahren. Getrieben wurden sie vom Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Beide Konzerne meldeten ihre Zahlen am Donnerstag und kündigten an, Milliarden in den Rückkauf eigener Aktien zu stecken.

Fast doppelt so viel wie im Vorjahr

Der britische Riese Shell weist für das Quartal einen bereinigten Gewinn von 10,8 Milliarden US-Dollar aus. Ein Jahr zuvor waren es Medienberichten zufolge rund 5,4 Milliarden. Analysten hatten im Schnitt mit etwa 10,3 Milliarden gerechnet. Übertroffen also, und das deutlich.

Auch beim französischen Rivalen TotalEnergies sprudelt das Geld. Dessen bereinigter Gewinn kletterte laut Bericht von vier auf 9,1 Milliarden Dollar. Konzernchef Patrick Pouyanné sprach in einer Mitteilung von einem Hochpreisumfeld mit historischen Raffineriemargen und einem boomenden Gasmarkt.

Die Goldgrube heißt Raffinerie

Das ganz große Geld verdienen die Konzerne derzeit nicht an der Ölquelle, sondern beim Veredeln. In der Raffinerie wird Rohöl zu Benzin, Diesel und Kerosin verarbeitet. Die Marge ist die Differenz zwischen dem Wert dieser Produkte und den Kosten des eingesetzten Rohöls.

Genau diese Spanne ist regelrecht explodiert: Sie lag fast viermal so hoch wie vor einem Jahr. Shell kam auf 42 Dollar je Barrel, nach 11,60 Dollar im Vorjahr und 24 Dollar im Vorquartal. Ein Rekord. Bei TotalEnergies waren es 33,20 Dollar.

Wer an der Tankstelle steht, spürt diese Zahlen unmittelbar im Portemonnaie. Jeder Dollar Marge ist ein Dollar, den Pendler, Handwerker und Spediteure zusätzlich berappen.

Neun Monate Krieg, neun Monate Preisschock

Seit Ende Februar tobt der Krieg gegen den Iran, die Störungen der globalen Energieversorgung sind massiv. Shell selbst bekam das zu spüren: Die Gassparte förderte in den ersten neun Monaten 17 Prozent weniger Öl und Gas als im Vorjahreszeitraum, vor allem wegen kriegsbedingter Ausfälle in Katar. Geschadet hat es der Bilanz offenbar kaum.

Pikant ist ein anderes Detail. Shell kappt seine geplanten Investitionen für 2026 auf 23 bis 25 Milliarden Dollar. Weniger Geld für neue Förderung, mehr für die Aktionäre? Kritiker dürften genau das fragen.

Rückkäufe in Rekordnähe

  • Shell erhöht sein Rückkaufprogramm von drei auf fünf Milliarden Dollar. Berichten zufolge das zweitgrößte der Firmengeschichte, übertroffen nur von sechs Milliarden im zweiten Quartal 2022.
  • TotalEnergies will im vierten Quartal 2026 und im ersten Quartal 2027 jeweils 2,5 Milliarden Dollar für eigene Aktien ausgeben. Zudem steigt die Zwischendividende auf 0,90 Euro je Aktie.

Der Mechanismus ist simpel. Weniger Aktien im Umlauf bedeuten einen größeren Anteil am Gewinn für jedes verbleibende Papier, der Kurs kann steigen. Die Shell-Aktie legte Medienberichten zufolge im frühen Handel knapp drei Prozent zu.

Déjà-vu aus dem Jahr 2022

Das Muster kennt man. Schon nach dem russischen Angriff auf die Ukraine fuhren die Ölmultis Rekordgewinne ein, während Europas Bürger unter Inflation und Energiepreisen ächzten. Brüssel reagierte damals mit einer Übergewinnabgabe. Ob die Politik diesmal wieder nach neuen Abgaben ruft, statt die Steuerlast auf Sprit endlich zu senken, bleibt abzuwarten.

Britische Verbraucherschützer reagierten bereits scharf. Simon Francis von der End Fuel Poverty Coalition sagte laut Berichten:

„Shell earns more in 60 seconds than most people in this country manage in 12 months."

Was das für Sparer bedeutet

Für die Bürger bleibt die bittere Bilanz: Krieg treibt Energiepreise, Energiepreise treiben die Inflation, und die frisst Ersparnisse auf. Aktien von Ölkonzernen hängen am Tropf geopolitischer Krisen. Endet der Konflikt, können Margen und Kurse ebenso schnell wieder abstürzen.

Gold und Silber haben dagegen über Jahrhunderte bewiesen, dass sie in Kriegs- und Inflationszeiten Kaufkraft bewahren können. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sind physische Edelmetalle gerade jetzt eine Überlegung wert.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Edelmetallen. Jeder Anleger muss selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“