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Kettner Edelmetalle
10.03.2026
07:10 Uhr

Kupfer-Engpass droht: Warum das rote Metall zum strategischen Schlüsselrohstoff wird

Während sich die Welt in einem beispiellosen Wettlauf um Elektrifizierung, künstliche Intelligenz und den Ausbau erneuerbarer Energien befindet, zeichnet sich am Horizont eine Krise ab, die weitreichende Konsequenzen für die globale Wirtschaft haben dürfte: Kupfer wird knapp. Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern in einem Ausmaß, das selbst erfahrene Rohstoffexperten alarmiert.

Ein Defizit von historischem Ausmaß

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Laut einer Studie von S&P Global wird die Kupfernachfrage bis 2040 auf rund 42 Millionen Metrische Tonnen ansteigen – ein Anstieg von satten 50 Prozent gegenüber dem heutigen Niveau. Dem steht ein prognostiziertes Angebotsdefizit von 10 Millionen Metrischen Tonnen gegenüber. Bereits für 2026 rechnet die ING Group mit einem Defizit von 600.000 Kilotonnen an raffiniertem Kupfer, nachdem schon 2025 eine Unterversorgung von 200.000 Kilotonnen zu verzeichnen gewesen sei.

Die Konsequenzen sind bereits spürbar. Die US-Kupfer-Futures an der COMEX legten 2025 um über 41 Prozent zu – der stärkste Anstieg seit 2009, als die Kontrakte nach der Finanzkrise um 138 Prozent in die Höhe schossen. Auch 2026 setzt sich der Aufwärtstrend fort, wenngleich moderater.

Wenn die größten Minen der Welt gleichzeitig ausfallen

Was diese Kupferkrise so besonders brisant macht, ist die Häufung schwerwiegender Minenausfälle. Drei der weltweit bedeutendsten Kupferminen fielen im vergangenen Jahr zeitweise komplett aus – ein Szenario, das selbst Branchenkenner als außergewöhnlich bezeichnen.

Die Kamoa-Kakula-Mine im Kongo, einer der größten Kupferproduzenten weltweit, wurde in der ersten Jahreshälfte 2025 von massiven Überschwemmungen heimgesucht. Die Produktionsprognosen für 2026 und 2027 mussten drastisch nach unten korrigiert werden. In Chile kollabierte ein Tunnel in der El-Teniente-Mine von Codelco – der größten unterirdischen Kupfermine der Welt – mit tödlichen Folgen. Der Generalmanager der Mine räumte ein, dass die Produktion in den kommenden fünf Jahren gedrosselt bleiben werde. Und in Indonesien führte ein verheerender Erdrutsch in der Grasberg-Mine zu einer Reduktion der Produktionsprognosen für 2026 um 35 Prozent.

Charles Cooper, Leiter der Kupferforschung bei Wood Mackenzie, brachte es auf den Punkt: Normalerweise rechne die Branche mit jährlichen Störungen von etwa fünf Prozent. Doch was 2025 geschah, habe dieses Maß bei weitem übertroffen. Ein Großteil des neuen Kupferangebots, das die wachsende Lücke hätte schließen sollen, sei nun auf unbestimmte Zeit verschoben.

17 Jahre vom Fund bis zur Förderung

Erschwerend kommt hinzu, dass der Aufbau neuer Minen ein quälend langsamer Prozess ist. Laut S&P Global vergehen im Durchschnitt 17 Jahre, bis eine neu entdeckte Kupferlagerstätte tatsächlich in Produktion geht. Wer also heute auf schnelle Abhilfe durch neue Förderstätten hofft, der lebt in einer Fantasiewelt.

Trumps Zollpolitik verschärft die Lage dramatisch

Als wären die geologischen und logistischen Herausforderungen nicht genug, hat die Handelspolitik der Trump-Administration die Situation zusätzlich verschärft. Im Juli 2025 verhängte Washington 50 Prozent Zölle auf halbfertige Kupferprodukte wie Rohre, Drähte und Armaturen. Zwar blieben Rohkupfer, Erze und Kathoden von den Abgaben verschont, doch die Angst vor einer Ausweitung der Zölle löste eine massive Hamsterwelle aus.

Ewa Manthey, Rohstoffstrategin bei ING, beschrieb die Situation gegenüber internationalen Medien mit bemerkenswerter Klarheit: Das gesamte Material türme sich in US-Lagerhäusern auf, während außerhalb der Vereinigten Staaten eine akute Knappheit herrsche. Es handele sich um eine „künstliche Verknappung" – in den USA stapele sich Kupfer, während der Rest der Welt auf dem Trockenen sitze.

Obwohl der US-Supreme-Court im März einen erheblichen Teil von Trumps umfassenden Zöllen kippte, blieben die sektorspezifischen Metallzölle bestehen. Die anhaltende Unsicherheit über die künftige Handelspolitik sorge weiterhin für einen „Risikoaufschlag" auf die Kupferpreise, so Manthey. Material, das bereits in die USA verschoben worden sei, werde kaum wieder in den globalen Kreislauf zurückfließen – zu unberechenbar sei die Lage.

Kupfer als Schlüssel zur modernen Welt

Warum ist Kupfer eigentlich so wichtig? Das rote Metall gilt seit jeher als Barometer der Weltwirtschaft. Es steckt in Stromnetzen, Windkraftanlagen, Elektrofahrzeugen, in der Verkabelung von Wohnhäusern und Industriekomplexen. Und nun kommt ein weiterer gewaltiger Nachfragetreiber hinzu: der KI-Boom. Die riesigen Rechenzentren, die für das Training und den Betrieb von KI-Modellen benötigt werden, verschlingen enorme Mengen an Kupfer – für Stromversorgung, Kühlsysteme und Netzwerkinfrastruktur.

„Wenn Volkswirtschaften wachsen, brauchen sie mehr Infrastruktur, mehr Infrastruktur erfordert mehr Energie, und mehr Energie erfordert mehr Kupferverbrauch", fasste Wood Mackenzies Cooper die Dynamik zusammen. Ein simpler, aber unerbittlicher Kreislauf.

Was bedeutet das für Anleger?

Die sich abzeichnende Kupferknappheit ist mehr als nur eine Randnotiz für Rohstoffhändler. Sie ist ein Symptom einer Welt, die sich in einem fundamentalen Umbruch befindet – und in der physische Rohstoffe und Edelmetalle zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wer sein Vermögen langfristig absichern möchte, sollte die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten genau beobachten. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, protektionistischer Handelspolitik und fragiler Lieferketten erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Säulen der Vermögenssicherung. Sie bieten nicht nur Schutz vor Inflation und Währungsrisiken, sondern auch eine zeitlose Wertbeständigkeit, die kein Papiergeld dieser Welt garantieren kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Investitionsentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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