
Maduro hinter Gittern: Venezuelas gestürzter Diktator dirigiert aus US-Gefängnis seine Nachfolgerin

Die Bilder, die derzeit aus den Vereinigten Staaten nach Südamerika dringen, haben es in sich: Nicolás Maduro, einst der starke Mann von Caracas, sitzt in amerikanischer Haft – und versucht dennoch, die Fäden in seiner Heimat zu ziehen. Der ehemalige venezolanische Präsident, der sein Land über Jahre hinweg mit eiserner Hand regierte und dabei in den wirtschaftlichen Abgrund führte, meldet sich nun aus seiner Zelle zu Wort. Seine Botschaft? Vertrauen in seine handverlesene Nachfolgerin.
Familienbande als politisches Sprachrohr
Es war Maduros Sohn, Nicolás Maduro Guerra, der die Worte seines inhaftierten Vaters an die Öffentlichkeit trug. Laut der staatlichen venezolanischen Nachrichtenagentur AVN ließ der festgesetzte Ex-Präsident ausrichten:
„Vertraut auf Delcy und ihr Team, und vertraut uns. Das ist die Botschaft, die wir erhalten haben."Eine bemerkenswerte Ansage aus dem Gefängnis heraus, die zeigt, wie wenig Maduro gewillt ist, seinen Einfluss aufzugeben.
Der gestürzte Machthaber und seine Ehefrau Cilia Flores seien „entschlossen, stark und im reinen Gewissen", so die Botschaft weiter. Sie vertrauten auf Gott und das venezolanische Volk. Welch fromme Worte von einem Mann, unter dessen Herrschaft Millionen Venezolaner vor Hunger und Repression aus ihrer Heimat flohen.
US-Spezialkräfte greifen durch
Die Festnahme Maduros und seiner Frau durch amerikanische Spezialkräfte direkt in Caracas markiert einen historischen Wendepunkt. Die anschließende Überstellung nach New York erfolgte, um das Ehepaar wegen mutmaßlicher Verbindungen zum internationalen Drogenhandel vor Gericht zu stellen. Ein Vorwurf, der seit Jahren im Raum steht und nun endlich juristisch aufgearbeitet werden soll.
Die Trump-Administration hat damit ein deutliches Zeichen gesetzt: Wer sich mit den Vereinigten Staaten anlegt und dabei auch noch in kriminelle Machenschaften verstrickt ist, wird zur Rechenschaft gezogen. Eine Politik der Stärke, die in Europa leider allzu oft vermisst wird.
Rodríguez übernimmt das Ruder – doch wohin steuert Venezuela?
Nach der spektakulären Festnahme wurde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zur geschäftsführenden Staatschefin vereidigt. Sie verurteilte die amerikanische Operation erwartungsgemäß scharf und bezeichnete Maduro weiterhin als den rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas. Gleichzeitig – und hier wird es interessant – zeigte sie sich offen für Gespräche mit Washington.
Diese Gesprächsbereitschaft könnte ein erstes Zeichen dafür sein, dass selbst die treuesten Gefolgsleute des Maduro-Regimes langsam begreifen, dass die Zeit der sozialistischen Experimente in Venezuela abgelaufen ist. Ob Rodríguez tatsächlich einen anderen Kurs einschlagen wird oder lediglich die Politik ihres Mentors fortsetzt, bleibt abzuwarten.
Ein Land am Abgrund
Venezuela, einst eines der reichsten Länder Südamerikas, liegt nach Jahren sozialistischer Misswirtschaft wirtschaftlich am Boden. Die Hyperinflation hat die Ersparnisse der Bürger vernichtet, die Infrastruktur verfällt, und Millionen Menschen haben das Land verlassen. Maduros Erbe ist eines der Zerstörung – und seine Botschaft aus der Haft zeigt, dass er noch immer nicht bereit ist, Verantwortung für dieses Desaster zu übernehmen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Venezuela unter Rodríguez einen Neuanfang wagen kann oder ob das Land weiterhin im Würgegriff des chavistischen Systems verharrt. Die Festnahme Maduros jedenfalls hat eine neue Dynamik in Gang gesetzt, deren Ausgang noch völlig offen ist.












