
Medwedew prognostiziert baldiges Ende der westlichen Weltordnung
In einem aufsehenerregenden Interview mit dem Nachrichtensender RT warnt der ehemalige russische Präsident und jetzige stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, vor dem bevorstehenden Zusammenbruch der westlich dominierten Weltordnung.
USA als Profiteur globaler Krisen
Medwedew zeichnet ein düsteres Bild der amerikanischen Außenpolitik. Die Vereinigten Staaten würden gezielt Krisen wie den Ukraine-Konflikt schüren, um ihre globale Vormachtstellung zu festigen. Dabei profitiere die US-Rüstungsindustrie erheblich von den weltweiten Konflikten. "Je mehr Krisen entstehen, desto besser für Amerika", soll Medwedew betont haben.
BRICS als Gegengewicht zur westlichen Dominanz
Besonders interessant erscheint Medwedews Analyse der sich wandelnden globalen Machtstrukturen. Die BRICS-Staatengemeinschaft und ähnliche Bündnisse, in denen die USA keinen Einfluss haben, würden von Washington als "feindlich" wahrgenommen. Dies sei ein deutliches Zeichen dafür, dass die Amerikaner spürten, wie ihnen die Kontrolle entgleite.
"Die regelbasierte Ordnung ist nichts weiter als die Vorstellung der USA und ihrer NATO-Verbündeten davon, wie die Welt funktionieren sollte."
Kritik an der "regelbasierten Ordnung"
Mit scharfer Kritik nimmt Medwedew die von den USA propagierte "regelbasierte Ordnung" ins Visier. Diese sei weder klar definiert noch rechtlich fundiert. Es handle sich vielmehr um ein willkürliches Konstrukt des Westens, das allen anderen Nationen aufgezwungen werden solle.
Vorteile einer multipolaren Weltordnung
Im Gegensatz zur instabilen unipolaren Weltordnung unter US-Führung, die stets zu Konflikten neige, sieht Medwedew in einer multipolaren Welt große Chancen. Diese von Russland und den BRICS-Staaten angestrebte Ordnung würde verschiedene Machtzentren miteinander verbinden und so zu mehr Stabilität führen.
Die Aussagen Medwedews verdeutlichen einmal mehr die wachsenden Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Sie zeigen auch, dass die traditionelle Vormachtstellung der USA und ihrer Verbündeten zunehmend in Frage gestellt wird. Die Entwicklung hin zu einer multipolaren Weltordnung scheint unaufhaltsam - sehr zum Missfallen Washingtons.
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