
Mercedes verlagert A-Klasse-Produktion nach Ungarn: 20.000 deutsche Arbeitsplätze vor dem Aus

Was sich seit Jahren abzeichnet, wird nun bittere Realität für tausende deutsche Arbeitnehmer: Der Stuttgarter Automobilkonzern Mercedes-Benz kehrt seinem Heimatstandort Rastatt den Rücken und verlagert die komplette Produktion der A-Klasse nach Kecskemét in Ungarn. Ein weiterer Sargnagel für den einst so stolzen Industriestandort Deutschland – und ein vernichtendes Zeugnis für die verfehlte Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre.
Ungarn feiert, Deutschland trauert
Während in Budapest die Sektkorken knallen, herrscht in Baden-Württemberg blankes Entsetzen. Ungarns Außenminister Péter Szijjártó verkündete den Coup mit kaum verhohlener Genugtuung und sprach von einer "auf gesundem Menschenverstand basierenden Wirtschaftspolitik" sowie einer "stabilen Regierung", die kontinuierlich neue Investitionsprojekte von Weltkonzernen aus Amerika, Asien und eben auch Deutschland anziehe.
Die Botschaft könnte deutlicher kaum sein: Was Deutschland durch ideologiegetriebene Politik verspielt, sammelt Ungarn dankend ein. Niedrige Steuern, politische Stabilität und eine hochqualifizierte Arbeitnehmerschaft – das sind die Argumente, die Investoren überzeugen. Nicht Gendersternchen, nicht Klimakleber, nicht endlose Bürokratie.
AfD übt scharfe Kritik an der Regierungspolitik
Die Alternative für Deutschland reagierte mit deutlichen Worten auf die Hiobsbotschaft. Der AfD-Politiker Christian Abel brachte es auf den Punkt: Mercedes-Benz stehe seit Jahrzehnten für deutsche Ingenieurskunst und den wirtschaftlichen Aufschwung der Bundesrepublik. Doch wie viele andere Automobilhersteller streiche das Unternehmen nun Arbeitsplätze in Deutschland und expandiere stattdessen im Ausland.
"Dies ist eine direkte Folge der grünen Klima- und Energiepolitik von Friedrich Merz. Um Deutschland wieder zu einem attraktiven Industriestandort zu machen, braucht es eine echte wirtschaftspolitische Kehrtwende."
Abel forderte konkret die Beendigung der Energiewende, die Aufhebung des Verbrennerverbots, die Abschaffung der Flottenemissionsgrenzwerte sowie den Abbau staatlich verordneter Berichtspflichten. Seine Andeutung eines möglichen "Dexits" – eines deutschen Austritts aus der EU – sorgte allerdings selbst innerhalb der AfD für Kontroversen, da die Parteiführung um Alice Weidel einen solchen Schritt bislang kategorisch ausschließt.
Die erschreckende Bilanz: 120.000 verlorene Industriearbeitsplätze
Die Verlagerung der A-Klasse-Produktion ist kein Einzelfall, sondern Teil eines besorgniserregenden Trends. Allein im Jahr 2023 verlor Deutschland sage und schreibe 120.000 Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe. Eine Zahl, die das ganze Ausmaß der Deindustrialisierung offenbart, die sich unter den Augen einer offenbar gleichgültigen politischen Klasse vollzieht.
Für Ungarn hingegen bedeutet die Mercedes-Entscheidung einen weiteren Triumph. Das Werk in Kecskemét ist bereits jetzt der größte europäische Produktionsstandort des Konzerns – nur in China verfügt Mercedes über größere Kapazitäten. Die Produktion der A-Klasse soll bereits im zweiten Quartal anlaufen und bis mindestens 2028 fortgesetzt werden. Neben der A-Klasse werden dort künftig auch der elektrische GLB und die neue C-Klasse gefertigt.
Auch Rheinmetall investiert in Ungarn
Mercedes ist nicht der einzige deutsche Konzern, der sein Heil in Ungarn sucht. Auch der Rüstungskonzern Rheinmetall hat dort kürzlich eine neue Produktionshalle eröffnet, die mehr als 300 hochqualifizierte Arbeitsplätze schafft. Das Werk produziert Hightech-Komponenten für zivile und militärische Anwendungen – von Elektromobilität über Wasserstofffahrzeuge bis hin zu erneuerbaren Energien und Militärelektronik.
Es ist Rheinmetalls erster großer Standort außerhalb Deutschlands, der zivile und militärische Aktivitäten unter einem Dach vereint. Ungarn positioniert sich damit als europäisches Zentrum für Zukunftstechnologien – eine Rolle, die eigentlich Deutschland hätte spielen können und müssen.
Ein Weckruf, der ungehört verhallt?
Die Frage, die sich stellt, ist so simpel wie schmerzhaft: Wie lange kann sich Deutschland diese selbstzerstörerische Politik noch leisten? Während andere Länder mit pragmatischen Rahmenbedingungen um Investoren werben, erstickt die deutsche Wirtschaft unter einer Lawine aus Regulierungen, Steuern und ideologischen Vorgaben.
Mercedes-Benz, einst Inbegriff deutscher Wertarbeit und Stolz einer ganzen Nation, stimmt mit den Füßen ab. Die 20.000 Beschäftigten, die nun um ihre Existenz bangen müssen, sind die Leidtragenden einer Politik, die Klimaziele über Arbeitsplätze stellt und Ideologie über wirtschaftliche Vernunft. Es bleibt zu hoffen, dass dieser erneute Tiefschlag endlich als Weckruf verstanden wird – bevor es für den Industriestandort Deutschland endgültig zu spät ist.
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