
Merz auf dem absteigenden Ast: Jeder Vierte glaubt nicht mehr an den Kanzler

Es ist gerade einmal ein Jahr her, dass Friedrich Merz mit dem Versprechen antrat, Deutschland endlich wieder auf Kurs zu bringen. Heute, im Frühsommer 2026, steht der Kanzler vor einem Scherbenhaufen aus enttäuschten Erwartungen, gebrochenen Versprechen und einer Wählerschaft, die sich zunehmend von ihm abwendet. Eine neue Forsa-Umfrage im Auftrag von „Stern“ und RTL liefert nun das Zeugnis dieser politischen Talfahrt – und es fällt verheerend aus.
41 Prozent: Ohne Merz wäre die Union besser dran
Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Ganze 41 Prozent der befragten Deutschen seien der Auffassung, dass die CDU/CSU bessere Chancen hätte, wenn Friedrich Merz das Kanzleramt räumen und einem anderen Unionspolitiker Platz machen würde. Eine Mehrheit von 53 Prozent glaube das zwar nicht – doch wer genauer hinschaut, erkennt: Dass über vier von zehn Bürgern den eigenen Regierungschef für ein Hindernis halten, ist alles andere als ein Vertrauensbeweis. Es ist ein politisches Misstrauensvotum aus der Bevölkerung.
Befragt wurden vom Meinungsforschungsinstitut Forsa am 28. und 29. Mai 2026 insgesamt 1.008 Bundesbürger in einer repräsentativen Erhebung. Die Ergebnisse dürften im Kanzleramt für lange Gesichter sorgen.
Wenn der Kanzler von Woche zu Woche schrumpft
Die Zustimmung zur Regierungsarbeit von Merz sei mittlerweile auf einem Tiefpunkt angelangt, heißt es. Von Umfrage zu Umfrage rutsche der CDU-Mann tiefer in der Gunst der Wähler. Wer sich fragt, woran das liegen könnte, der muss nur die Bilanz der vergangenen Monate betrachten. Da war einst das große Versprechen, keine neuen Schulden zu machen – und nun steht ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen im Raum, das kommende Generationen mit Zins und Tilgung belasten wird. Da war die Ankündigung einer Wirtschaftswende – und nun bricht der Export nach China ein, während die Energiepreise die deutschen Betriebe weiter erdrücken.
Wer große Worte verspricht und kleine Taten liefert, der darf sich über schwindendes Vertrauen nicht wundern.
Das Berliner Karussell dreht sich – Name Wüst fällt immer wieder
Seit Tagen brodelt es im politischen Berlin. Immer wieder taucht der Name Hendrik Wüst auf, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, der von vielen als möglicher Nachfolger gehandelt werde. Pikant: Es war ausgerechnet der „Stern“, der die Debatte über einen Kanzlerwechsel ins Rollen brachte. Aus dem Umfeld von Merz wischt man die Gerüchte als „wüste Spekulation“ vom Tisch – ein Wortspiel, das angesichts des kursierenden Namens kaum unfreiwilliger sein dürfte.
Die eigenen Leute zweifeln
Besonders bemerkenswert: Selbst unter den Anhängern der CDU/CSU glauben 42 Prozent, ihre Partei wäre mit einem anderen Kanzler besser aufgestellt. 56 Prozent halten dagegen. Doch wenn schon in den eigenen Reihen mehr als vier von zehn Sympathisanten am Spitzenmann zweifeln, dann ist das ein Alarmsignal, das man im Konrad-Adenauer-Haus nicht überhören sollte. Demonstrative Treueschwüre – „Wir sind Merz“, wie sie etwa von Boris Rhein und Jens Spahn zu hören waren – wirken in einer solchen Lage eher wie das Pfeifen im dunklen Walde.
Hohe Hürden für einen Wechsel
Theoretisch wäre ein Kanzlerwechsel mitten in der Legislaturperiode möglich. Doch das Grundgesetz setzt bewusst hohe Hürden. Merz könnte entweder selbst zurücktreten und so den Weg freimachen oder durch ein konstruktives Misstrauensvotum aus dem Amt befördert werden. Beide Szenarien gelten derzeit jedoch als ebenso unwahrscheinlich wie vorgezogene Neuwahlen. Lediglich die Anhänger der Linken zeigten sich bei der Frage nach einem Kanzlertausch optimistischer – was über deren Motive mehr aussagt als über die tatsächliche politische Lage.
Was bleibt vom großen Versprechen?
Am Ende offenbart diese Umfrage ein tieferes Problem: Die Menschen in Deutschland sehnen sich nach einer Politik, die Wort hält und endlich wieder für das eigene Land arbeitet, statt gegen es. Ob ein bloßer Personalwechsel an der Spitze daran etwas ändern würde, darf bezweifelt werden. Denn solange der Kurs der Großen Koalition aus immer neuen Schulden, ausufernder Bürokratie und einer planwirtschaftlichen Energiepolitik besteht, würde auch ein neuer Kopf an der Spitze kaum frischen Wind bringen. Es ist nicht allein eine Frage des Personals – es ist eine Frage der Richtung.
In unsicheren Zeiten zählt der reale Wert
Was bedeutet eine derart wankende politische Führung für den Bürger und sein Erspartes? Wenn die Berliner Regierung von Woche zu Woche an Rückhalt verliert, wenn Schuldenberge wachsen und die Inflation droht, weiter anzuziehen, dann wird deutlich, wie fragil das Vertrauen in politische Versprechen sein kann. Wer sein Vermögen vor den Folgen politischer Fehlsteuerung schützen möchte, der sucht nach Werten, die nicht von Umfragewerten und Koalitionsstreitigkeiten abhängen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie als krisenfester Anker dienen können – unabhängig davon, wer gerade im Kanzleramt sitzt. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie eine bewährte Möglichkeit, das eigene Vermögen langfristig zu sichern.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier wiedergegebenen Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion sowie den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Investition eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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