
Miami statt Sanktionen: Trump holt Putin an den G20-Tisch zurück
Was für ein diplomatischer Paukenschlag: Während Brüssel und Berlin noch immer dem Mantra des "Putin-darf-nirgendwo-hin" huldigen, schafft Donald Trump Fakten. Der US-Präsident lädt den russischen Staatschef Wladimir Putin zum G20-Gipfel nach Miami ein – mitten hinein in die westliche Hemisphäre, die ihm seit Jahren den roten Teppich verweigert. Ein ranghoher US-Regierungsvertreter bestätigte am Donnerstag, dass sämtliche G20-Mitglieder sowohl zu den Ministertreffen als auch zum eigentlichen Gipfel der Staats- und Regierungschefs geladen würden. Keine Ausnahmen, keine politischen Spielchen.
Trump selbst überrascht skeptisch
Kurios: Der US-Präsident selbst gab sich bei Nachfragen von Journalisten zurückhaltend. Er wisse nicht, ob Putin überhaupt erscheinen werde, und bezweifle es sogar. Gleichzeitig betonte Trump aber unmissverständlich, dass eine Teilnahme des Kreml-Chefs "wahrscheinlich sehr hilfreich" wäre. Eine diplomatische Geste, wie sie in den politisch verkrampften Hauptstädten Europas seit Jahren undenkbar erscheint. Wer an den üblichen Isolationsreflexen festhält, verschließt die Augen vor der Realität: Ohne Russland wird weder der Ukraine-Krieg beendet, noch lassen sich globale Fragen von Energieversorgung bis Rüstungskontrolle lösen.
Der Schatten von 2014
Trump ließ es sich nicht nehmen, seinen Amtsvorgänger Barack Obama frontal zu kritisieren. Dessen Entscheidung, Russland 2014 nach der Krim-Annexion aus der damaligen G8 auszuschließen, bezeichnete er als Affront. Putin sei davon "zu Recht beleidigt" gewesen, so Trump. Eine bemerkenswerte Neubewertung westlicher Diplomatie – und ein Kontrast zur europäischen Linie, die seit Jahren auf Ausgrenzung statt auf Dialog setzt. Mit welchem Ergebnis? Mit einem Krieg, der bald ins vierte Jahr geht, einer zerrütteten Energieversorgung und einer deutschen Wirtschaft, die den Preis für diese gescheiterte Politik bezahlt.
Der Kreml hält sich bedeckt
Russische Staatsmedien bestätigen unterdessen, dass Moskau "auf höchster Ebene" zum Gipfel am 14. und 15. Dezember in Miami geladen worden sei. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte jedoch, eine Entscheidung über Putins Teilnahme sei bislang nicht getroffen worden. Der russische Vize-Außenminister Alexander Pankin bestätigte gegenüber der Agentur Ria Novosti die Einladung. Bemerkenswert: Putin hat seit 2019 an keinem G20-Gipfel mehr teilgenommen – erst wegen Corona, dann aufgrund des Ukraine-Kriegs. Ein Comeback auf amerikanischem Boden wäre geopolitisch eine Zäsur.
Deutschland außen vor
Während Trump die globale Diplomatie neu vermisst, scheint die Bundesregierung unter Friedrich Merz in Berlin schlicht zu fehlen. Von aktivem Mitgestalten kann keine Rede sein. Deutschland, einst Brückenbauer zwischen Ost und West, hat diese Rolle seit dem Kurs der Ampel-Jahre verspielt – und die neue Große Koalition zeigt bislang nicht den Willen, daran etwas zu ändern. Stattdessen lässt man sich von Washington die Agenda diktieren. Ein Armutszeugnis für eine Nation, die sich einst als diplomatisches Schwergewicht verstand.
Auch Trumps bisherige Bilanz im Ukraine-Konflikt ist bemerkenswert: Er empfing Putin bereits im vergangenen August in Alaska, versucht zwischen Moskau und Kiew zu vermitteln und hat mehrfach den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für dessen kompromisslose Haltung kritisiert. Ob das der richtige Weg ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Unbestritten aber ist: Trump bewegt etwas, während Europa zuschaut.
Was bleibt für Anleger?
In Zeiten solcher geopolitischer Umbrüche zeigt sich einmal mehr, wie wichtig Substanz und Unabhängigkeit von politischen Wetterlagen sind. Wer Gipfeltreffen, Sanktionsdrohungen und diplomatische Kehrtwenden über die Jahre beobachtet hat, weiß: Papierwerte und politisch abhängige Vermögensklassen sind wankelmütig. Physische Edelmetalle hingegen behaupten sich seit Jahrtausenden als Anker in einer Welt, in der sich die Spielregeln über Nacht ändern können. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio bleibt daher eine Überlegung wert – unabhängig davon, ob Putin nun nach Miami reist oder nicht.

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