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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
06:43 Uhr

Milliarden-Tarifpaket für den öffentlichen Dienst: Steuerzahler sollen erneut tief in die Tasche greifen

Milliarden-Tarifpaket für den öffentlichen Dienst: Steuerzahler sollen erneut tief in die Tasche greifen

Nach vier zermürbenden Verhandlungstagen und zwei durchverhandelten Nächten steht fest: Die rund 925.000 Tarifbeschäftigten der Bundesländer erhalten eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5,8 Prozent – verteilt auf drei Stufen über 27 Monate. Was auf den ersten Blick nach einem moderaten Kompromiss klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als fiskalischer Sprengsatz für die ohnehin angespannten Länderhaushalte. Denn die Rechnung zahlt am Ende wie immer der deutsche Steuerzahler.

12,34 Milliarden Euro – und das ist nur der Anfang

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel bezifferte die Zusatzkosten des Tarifabschlusses auf satte 12,34 Milliarden Euro bis zum Ende der Laufzeit. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen. Zwölf Milliarden. In einer Zeit, in der Deutschland unter einer erdrückenden Schuldenlast ächzt, in der das 500-Milliarden-Sondervermögen der neuen Bundesregierung die Inflation weiter anzuheizen droht und in der Friedrich Merz einst versprach, keine neuen Schulden zu machen. Dressel nannte den Abschluss dennoch einen „vertretbaren Kompromiss", der an die „Grenze des Machbaren" gehe. Man fragt sich unwillkürlich: Wo genau liegt diese Grenze eigentlich noch?

Die Erhöhung erfolgt in drei Schritten: Zum 1. April 2026 steigen die Gehälter um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro. Zum 1. März 2027 folgen weitere 2,0 Prozent, und am 1. Januar 2028 kommt noch ein Prozent obendrauf. Für Nachwuchskräfte beträgt die Mindesterhöhung sogar 150 Euro. Hinzu kommen verbesserte Schichtdienstzulagen von bis zu 250 Euro monatlich in Krankenhäusern.

Der eigentliche Sprengstoff: Die Übertragung auf Beamte und Pensionäre

Doch das wahre Ausmaß der finanziellen Belastung wird erst sichtbar, wenn man den Blick auf die mehr als 1,3 Millionen Beamten und Pensionäre richtet. Die Gewerkschaften fordern vehement eine zeitgleiche und vollständige Übertragung des Tarifabschlusses auf diese Gruppe. Der Chef des Beamtenbundes dbb, Volker Geyer, ließ keinen Zweifel daran, dass man sich „massiv widersetzen" werde, sollte irgendein Bundesland versuchen, bei der Besoldung Abstriche zu machen oder die Umsetzung hinauszuzögern.

Genau das hat Bayern allerdings bereits angekündigt. Der Freistaat plant offenbar eine um sechs Monate verzögerte Übernahme – was Geyer als inakzeptabel brandmarkte. Bayerns Finanzminister Albert Füracker sprach seinerseits von einem „enormen Kraftakt" für den Freistaat mit seiner hohen Personalausgabenquote. Und auch Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz prognostizierte bereits, der Abschluss werde den finanziellen Spielraum des Landes in den kommenden Jahren erheblich einschränken.

Ost-West-Angleichung: Symbolpolitik auf Kosten der Substanz?

Ein weiterer Bestandteil des Tarifpakets ist die Angleichung der Arbeitsbedingungen zwischen Ost und West – beim Kündigungsschutz und bei der Arbeitszeit. Betroffen sind unter anderem die drei ostdeutschen Universitätskliniken in Rostock, Greifswald und Jena. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig lobte diesen Schritt mit den Worten, die Menschen in Ostdeutschland leisteten „genauso gute Arbeit wie die im Westen". Thüringens Finanzministerin Katja Wolf vom BSW nannte die Angleichung 36 Jahre nach der Wiedervereinigung „besonders wichtig".

Niemand wird ernsthaft bestreiten wollen, dass gleiche Arbeit gleich entlohnt werden sollte. Doch die entscheidende Frage bleibt: Wer bezahlt das alles? Die Bundesländer stehen vor einem gewaltigen Dilemma. Einerseits müssen sie als Arbeitgeber konkurrenzfähig bleiben, um qualifiziertes Personal zu halten – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels im öffentlichen Dienst. Andererseits sind die Kassen vieler Länder bereits jetzt erschreckend leer.

Ein System, das sich selbst auffrisst

Verdi-Chef Frank Werneke räumte ein, man habe „nicht alle Ziele erreicht", aber doch viele. Entscheidend sei gewesen, dass die Erhöhung nicht niedriger ausfalle als beim Tarifvertrag für Bund und Kommunen von 2025. Eine bemerkenswerte Logik: Der Maßstab für die Angemessenheit einer Gehaltserhöhung ist nicht etwa die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes, sondern schlicht das, was andere bereits bekommen haben. So funktioniert die Spirale nach oben – und der Steuerzahler dreht sich mit.

Deutschland leistet sich einen der teuersten öffentlichen Dienste der Welt. Das wäre kein Problem, wenn die Bürger dafür auch erstklassige Leistungen erhielten. Doch wer in den letzten Jahren versucht hat, einen Termin beim Bürgeramt zu bekommen, wer monatelang auf eine Baugenehmigung gewartet hat oder wer die marode Infrastruktur dieses Landes betrachtet, der dürfte berechtigte Zweifel haben, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis noch stimmt.

Während in der Privatwirtschaft Unternehmen unter den Folgen der Trump-Zölle, der Energiekrise und der bürokratischen Überregulierung ächzen, während der deutsche Mittelstand – das Rückgrat unserer Volkswirtschaft – um seine Existenz kämpft, wird im öffentlichen Sektor munter weiter aufgestockt. Die Frage, die sich jeder Bürger stellen sollte, lautet: Wie lange kann sich ein Land diesen Kurs noch leisten, dessen Wirtschaft seit Jahren stagniert?

In Zeiten wie diesen, in denen die Kaufkraft des Euro kontinuierlich schwindet und die Inflation die Ersparnisse der Bürger aufzehrt, erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen durch wertbeständige Anlagen wie physische Edelmetalle abzusichern. Gold und Silber haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt – unabhängig davon, welche Tarifabschlüsse gerade die Staatskassen belasten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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