
Moskau als lachender Dritter: Wie der Nahostkrieg Russlands Kriegskasse füllt
Während im Nahen Osten die Bomben fallen und die Welt gebannt auf die Eskalation zwischen Israel und dem Iran blickt, reibt sich ein Akteur im Hintergrund die Hände: Russland. EU-Ratspräsident António Costa hat in einer bemerkenswert deutlichen Rede vor EU-Botschaftern in Brüssel das ausgesprochen, was viele Beobachter seit Monaten denken – Moskau sei der einzige wirkliche Gewinner des Nahostkonflikts.
Dreifacher Profit für den Kreml
Die Analyse Costas ist so simpel wie erschreckend. Russland profitiere gleich auf drei Ebenen vom Chaos im Nahen Osten: Erstens spülten die steigenden Energiepreise zusätzliche Milliarden in die russische Staatskasse – Geld, das direkt in die Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine fließe. Zweitens würden militärische Kapazitäten westlicher Staaten umgeleitet, die eigentlich für die Unterstützung Kiews vorgesehen gewesen wären. Und drittens – vielleicht der perfideste Effekt – verschwinde die Ukraine schlicht aus den Schlagzeilen. Die internationale Aufmerksamkeit, einst fest auf den russischen Überfall gerichtet, wandere nun gen Nahen Osten.
Man muss kein Geostratege sein, um zu erkennen: Was Costa beschreibt, ist ein geopolitischer Jackpot für Wladimir Putin. Ohne einen einzigen Soldaten in den Nahen Osten entsenden zu müssen, kassiert der Kreml die Dividenden eines Konflikts, den andere führen.
Costas Rundumschlag gegen die Großmächte
Besonders bemerkenswert war jedoch Costas Dreifach-Attacke gegen die Herausforderer der internationalen Ordnung. Russland verletze den Frieden, China störe den Handel, und – man höre und staune – die Vereinigten Staaten stellten die regelbasierte internationale Ordnung infrage. Eine solche Gleichsetzung aus dem Munde eines EU-Spitzenfunktionärs hätte man vor wenigen Jahren noch für undenkbar gehalten. Doch unter der zweiten Präsidentschaft Donald Trumps, der mit seinen massiven Zollerhöhungen und seiner unberechenbaren Außenpolitik die transatlantischen Beziehungen auf eine harte Probe stellt, scheinen in Brüssel die diplomatischen Hemmungen zu fallen.
Trumps jüngster Schachzug – die angekündigte Aussetzung bestimmter Öl-Sanktionen – dürfte in europäischen Hauptstädten für zusätzliches Stirnrunzeln sorgen. Dass der US-Präsident nach einem Telefonat mit Putin verkündete, dieser sei „bereit, einen Deal zu machen", ohne konkrete Details zu nennen, wirkt wie ein weiteres Kapitel in Trumps eigenwilliger Diplomatie. Welche Länder von den Sanktionslockerungen profitieren sollen, ließ er bewusst offen – ein Vorgehen, das an einen Pokerspieler erinnert, der seine Karten nicht zeigen will.
Europas zaghafte Antwort
Costa verwies stolz auf die Entsendung von Streitkräften durch Griechenland, Frankreich, Italien und Spanien zum Schutz des EU-Mitglieds Zypern – ein Schritt, den er als „starkes Beispiel europäischer Autonomie und Solidarität" lobte. Doch wie autonom ist Europa wirklich? Die Blockade der Straße von Hormus trifft den Kontinent bereits empfindlich, die wirtschaftlichen Folgen sind spürbar. Und der im Dezember genehmigte gemeinsame Kredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine klingt zwar imposant, dürfte aber letztlich wieder auf den Schultern der europäischen Steuerzahler lasten.
Hier offenbart sich einmal mehr das fundamentale Dilemma europäischer Politik: Man verteilt großzügig Geld, das man nicht hat, an Konflikte, die man nicht lösen kann, während die eigene Bevölkerung unter steigenden Preisen und einer maroden Infrastruktur leidet. Das 500-Milliarden-Sondervermögen der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz, die Milliardenkredite für die Ukraine, die explodierenden Energiekosten – irgendwann wird die Rechnung präsentiert. Und bezahlen wird sie der deutsche Bürger.
Costas Mahnung verhallte – wie so oft
„Freiheit und Menschenrechte lassen sich nicht durch Bomben erreichen. Nur das Völkerrecht schützt sie", erklärte Costa pathetisch. Ein schöner Satz, zweifellos. Doch in einer Welt, in der Russland ungestraft einen Nachbarstaat überfällt, der Iran über seine Proxys Terror exportiert und die USA unter Trump ihre eigenen Regeln schreiben, klingt das Bekenntnis zum Völkerrecht wie ein frommer Wunsch aus einer vergangenen Epoche. Europa muss endlich begreifen, dass schöne Reden allein keine Sicherheit schaffen. Was es braucht, sind nicht noch mehr Kredite und Solidaritätsbekundungen, sondern eine echte strategische Neuausrichtung – eine, die die Interessen der eigenen Bürger in den Mittelpunkt stellt, statt sie auf dem Altar einer zunehmend dysfunktionalen Weltordnung zu opfern.

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