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KI-generiert

Neubauer feuert Gen-Z-Demos an – und schweigt zu Gewaltaufrufen

Neubauer feuert Gen-Z-Demos an – und schweigt zu Gewaltaufrufen
Symbolbild: KI-generiert

Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat sich in einem am Donnerstag veröffentlichten Instagram-Video hinter die „Gen Z regelt“-Proteste gestellt. Die Demonstrationen sollen am Samstag, dem 31. Oktober, in zahlreichen deutschen Städten stattfinden. Neubauers Botschaft: „Gen Z Proteste. Lets Go!“ Zu den Gewaltaufrufen, die rund um einzelne Ableger der Bewegung kursieren, sagte sie Medienberichten zufolge kein Wort.

Wehrpflicht, Bildung, Klima – und viel Wut

Die Initiative protestiert gegen die Wehrpflicht und gegen Kürzungen bei der Bildung, außerdem fordert sie mehr Klimaschutz. Je nach Zählung sind Kundgebungen in 23 bis über 30 Städten geplant. Als Vorbild dienen laut Berichten die Jugendproteste in Frankreich, Spanien und Belgien.

Offiziell ruft das Bündnis zu friedlichem Protest auf. Doch dieses Bild hat Risse bekommen. Der Stuttgarter Ableger soll in einem Video erklärt haben, eine friedliche Revolution könne es nicht geben. In Telegram-Gruppen kursieren Berichten zufolge Sätze wie „Bullen müssen Angst vor uns haben wie in Paris“. Andere Nachrichten fordern demnach sogar dazu auf, Benzin zu kaufen.

Der Verfassungsschutz schlägt Alarm

Der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen beobachtet nach Medienberichten, dass Akteure aus dem linksextremistischen Spektrum und aus dem auslandsbezogenen Extremismus für die Proteste mobilisieren. Auch intern kracht es. Mitorganisator Gianni Matheja (21) soll als Pressesprecher zurückgetreten und ganz aus der Initiative ausgestiegen sein. Einen gemeinsamen friedlichen Rahmen sehe er nicht mehr ausreichend gesichert.

Dazu kommt organisatorisches Chaos. Nach eigenen Angaben verantwortet die Initiative nur fünf der Demonstrationen inhaltlich, den Rest organisieren Dritte auf eigene Faust. In Bonn lag der Polizei am Dienstag laut einem Bericht noch keine Anmeldung vor, obwohl online schon 6.000 Menschen ihr Kommen angekündigt hatten. In Dortmund sah es demnach ähnlich aus.

„Ü50-Deutschland“ als Feindbild

Neubauer sieht das Problem woanders. Dass sich „Ü50-Deutschland“ zusammentue, um über die jungen Leute zu urteilen, sei der eigentliche Kern des Problems, sagte sie. Die Lage sei „superschwer“ einzuschätzen, die Aufregung solle sich legen. Ob die Bewegung unterwandert werden könne? Das gebe es „natürlich“, und zwar in jeder Bewegung.

Dann sprach sie über Technik. Künstliche Intelligenz habe die Protestkultur verändert. Heute könne man mit wenigen Leuten viel aufbauen, weil die KI etwa die Webseite gestalte. Bei „Fridays for Future“ habe man dagegen noch Kontakte und Vertrauen aufbauen müssen.

Ein bemerkenswertes Eingeständnis. Wenn eine Bewegung ohne gewachsene Strukturen und ohne Vertrauen innerhalb weniger Tage entsteht, weiß am Ende kaum jemand, wer alles mitläuft. Genau davor warnen die Sicherheitsbehörden.

Generationenvertrag – wer zahlt die Rechnung?

Neubauer klagt, der Generationenvertrag gehe „nicht mehr auf“. Die Lasten trage allein die Jugend, und das begleitet von einer „unglaublichen Respektlosigkeit“. Junge Menschen würden behandelt, als seien sie in einer Gesellschaft der Älteren nur zu Gast.

Ganz falsch liegt sie damit nicht. Die junge Generation wird tatsächlich zahlen müssen, aus Sicht unserer Redaktion vor allem für die Schuldenpolitik. Allein das 500-Milliarden-Sondervermögen der Großen Koalition wird künftige Steuerzahler über Jahrzehnte belasten. Und ausgerechnet viele Unterstützer der Proteste aus dem linken und grünen Lager wollen noch mehr Geld ausgeben, also noch mehr Schulden machen. Wer so die Zukunft der Jugend sichern will, gießt Öl ins Feuer.

Der Samstag wird zur Bewährungsprobe

Die Polizei bereitet sich in mehreren Städten auf große Einsätze vor. Weitere Jugendproteste sind schon angekündigt, darunter eine Demonstration der Bundesschülerkonferenz im November. Ob die Proteste friedlich bleiben, zeigt sich auf der Straße. Klar ist schon jetzt: Wer junge Menschen ermutigt, auf die Straße zu gehen, sollte sich auch klar von Gewaltaufrufen distanzieren.

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