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Kettner Edelmetalle
30.07.2026
16:58 Uhr

Patriot-Lizenzen statt Friedensvertrag: Selenskyjs Washington-Besuch entlarvt die Absurdität westlicher Kriegsdiplomatie

Patriot-Lizenzen statt Friedensvertrag: Selenskyjs Washington-Besuch entlarvt die Absurdität westlicher Kriegsdiplomatie

Ein Händedruck, ein Lächeln, ein Lob auf X – und die Kriegsmaschine läuft weiter. Wolodymyr Selenskyj war erneut im Weißen Haus, hat rund eine Stunde hinter verschlossenen Türen mit Donald Trump gesprochen und nannte das Ganze hinterher ein «gutes Treffen». Die Sprecherin des Präsidenten, Karoline Leavitt, sprach von einem «positiven und produktiven» Austausch. So weit, so einstudiert. Doch was genau war eigentlich das Produkt dieses produktiven Treffens? Frieden? Nein. Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen.

Die Formel, die keine Formel ist: Verhandeln und aufrüsten gleichzeitig

Man muss kein Militärstrateg sein, um den Widerspruch zu bemerken. Auf der einen Seite werde über neue Anläufe für Friedensverhandlungen gesprochen, über eine mögliche Reise der Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Kiew. Auf der anderen Seite gehe es um den weiteren Ausbau der ukrainischen Luftverteidigung, die für Kiew angesichts der anhaltenden russischen Raketenangriffe naturgemäß oberste Priorität habe. Beides zugleich? Das ist keine Diplomatie, das ist ein Spagat auf rutschigem Parkett.

Wer über Frieden reden will, während er Produktionslizenzen für Abfangraketen verhandelt, hat den Begriff Verhandlung womöglich mit dem Begriff Geschäft verwechselt.

Und noch eine Frage, die in Berlin, Brüssel und Bern niemand gerne beantwortet: Wer soll das alles bezahlen? Die Antwort kennt der europäische Steuerzahler längst. Er zahlt. Immer. Ob für Sondervermögen, für Aufrüstungsprogramme oder für Wiederaufbaufonds, deren Verwendung niemand seriös kontrolliert.

Der Senat legt nach – und Europa zahlt die Rechnung

Parallel zum Treffen hat der US-Senat mit 86 zu 12 Stimmen einen Gesetzentwurf für verschärfte Sanktionen gegen die russische Energiewirtschaft auf den Weg gebracht. Ins Visier geraten sollen ausdrücklich auch Käufer russischer Energieexporte. Trump hat angekündigt, das Papier zu unterschreiben. Weil das Repräsentantenhaus in der Sommerpause ist, dürfte das Gesetz frühestens im September greifen.

Interessant ist nicht das Datum, interessant ist die Wirkungsrichtung. Sanktionen gegen Energieträger treffen jene am härtesten, deren Industrie auf günstige Energie angewiesen ist. Das ist nicht Texas. Das ist der deutsche Mittelstand, der seit Jahren zwischen Klimabürokratie, Strompreisen und einer Regierung sitzt, die Klimaneutralität ins Grundgesetz schreibt, aber keine Antwort darauf hat, wie ein Walzwerk mit gutem Willen betrieben werden soll. Die Erfahrung der vergangenen Jahre ist eindeutig: Jede Sanktionsrunde wurde in Washington beschlossen und in Duisburg, Ludwigshafen und Salzgitter bezahlt.

Geheimdienstpapiere und die Eskalationsspirale

Berichten zufolge habe Selenskyj dem US-Präsidenten zudem Geheimdienstinformationen präsentiert, wonach Russland dem Iran bei der Erfassung amerikanischer Ziele geholfen haben solle. Ob diese Darstellung belastbar sei, lässt sich von außen nicht überprüfen. Klar ist nur: Es ist genau die Art von Information, die geeignet wäre, weitere Unterstützung zu rechtfertigen. Man darf skeptisch bleiben, ohne deswegen parteiisch zu sein.

Was daraus zu lernen wäre

Seit 2022 lautet das westliche Versprechen: Waffen bringen Frieden. Vier Jahre, Hunderttausende Tote und ein ruinierter Kontinent später steht dieses Versprechen nackt da. Nicht Kiew, nicht Moskau, sondern Europa hat den größten Teil des Preises bezahlt – mit Deindustrialisierung, mit Inflation, mit Schulden, die Generationen binden. Eine Bundesregierung, die einst versprach, keine neuen Schulden zu machen, hat inzwischen ein 500-Milliarden-Paket aufgelegt. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, wohin das führt: zu weiter entwerteten Ersparnissen.

Wer Papierversprechen misstraut, denkt in Substanz

Genau in solchen Phasen zeigt sich der Unterschied zwischen politischen Zusicherungen und physischem Eigentum. Staatsanleihen leben von Vertrauen, Aktien von Erwartungen, Immobilien von Steuergesetzen, die morgen anders lauten können. Physisches Gold und Silber hingegen sind das, was sie sind: greifbarer Wert, unabhängig von Bündnistreue, Wahlterminen und Senatsabstimmungen. In einer Welt, in der Kriegsdiplomatie und Rüstungsgeschäft kaum noch zu trennen sind, gehört ein solides Fundament aus Edelmetallen in jedes breit gestreute Vermögen.

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Er spiegelt ausschließlich die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wider. Jeder Leser ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Bei steuerlichen oder rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Steuer- oder Rechtsberater.

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