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Kettner Edelmetalle
09.01.2026
06:58 Uhr

Peking zieht die Zügel an: China diktiert Elektroautos strenge Verbrauchslimits

Peking zieht die Zügel an: China diktiert Elektroautos strenge Verbrauchslimits

Während Deutschland noch über Ladesäulen-Infrastruktur debattiert und die heimische Automobilindustrie mit hausgemachten Problemen kämpft, setzt China einmal mehr Maßstäbe in der Elektromobilität. Ab dem 1. Januar 2026 gelten im Reich der Mitte verbindliche Grenzwerte für den Stromverbrauch von Elektrofahrzeugen – ein regulatorischer Paukenschlag, der die gesamte Branche unter Zugzwang setzt.

Effizienz wird zum Überlebenskriterium

Die chinesische Regierung macht Ernst. Was bislang als unverbindliche Empfehlung galt, wird nun zum knallharten Gesetz. Die neuen Vorgaben staffeln sich nach Leergewicht und Fahrzeugkonzept, wodurch sich mangelnde Effizienz nicht länger hinter üppigen Ausstattungslisten verstecken lässt. Ein Elektrofahrzeug mit etwa zwei Tonnen Leergewicht darf künftig maximal 15,1 Kilowattstunden pro 100 Kilometer im chinesischen CLTC-Testzyklus verbrauchen. Umgerechnet auf den europäischen WLTP-Standard entspricht dies grob geschätzt 18 bis 19 Kilowattstunden – ein ambitionierter Wert, der manchen Hersteller ins Schwitzen bringen dürfte.

Die Verschärfung gegenüber den bisherigen Richtwerten beträgt satte elf Prozent. Leichtere Fahrzeuge müssen noch strengere Limits einhalten, was den Entwicklungsdruck auf die gesamte Wertschöpfungskette massiv erhöht. Aerodynamik, Rollwiderstand, Regelstrategien – jedes Detail zählt nun im Kampf um die Einhaltung der Grenzwerte.

Der fiskalische Hebel: Keine Effizienz, keine Steuervorteile

Besonders clever hat Peking die Durchsetzung der neuen Standards konzipiert. Wer die Verbrauchslimits nicht einhält, verliert nicht nur die Zulassungschancen, sondern auch die lukrative Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge. Dieser Mechanismus trifft die Hersteller dort, wo es am meisten wehtut: beim Endpreis für den Verbraucher. Ein Elektroauto ohne Steuerbefreiung wird im hart umkämpften chinesischen Markt schlicht unverkäuflich.

Für Anbieter mit ohnehin knappen Margen ist dies ein existenzielles Problem. Die fehlende Steuerfreiheit erhöht den Verkaufspreis spürbar und macht das Fahrzeug gegenüber der effizienteren Konkurrenz chancenlos. So wird Energieeffizienz vom technischen Merkmal zum wirtschaftlichen Überlebensfaktor.

Die Musterschüler zeigen, dass es geht

Interessanterweise erfüllen zahlreiche aktuelle Modelle die neuen Anforderungen bereits mit Leichtigkeit. Ein Tesla Model Y mit etwas über 1,8 Tonnen Leergewicht kommt je nach Variante auf lediglich 11,2 bis 13,4 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Der chinesische Newcomer Xiaomi SU7 mit knapp zwei Tonnen Gewicht liegt bei 12,3 Kilowattstunden, und selbst der schwerere Luxeed R7 mit 2.180 Kilogramm schafft 13,2 Kilowattstunden.

Diese Werte beweisen: Hohe Energieeffizienz ist technisch machbar, wenn Plattform und Software konsequent auf niedrige Verluste getrimmt werden. Die Frage ist nur, ob alle Hersteller dieses Niveau erreichen können – oder wollen.

Ältere Modelle vor dem Aus?

Für Baureihen, die bereits auf dem Markt sind und die neuen Limits überschreiten, wird es eng. Hersteller müssen Antriebsstrang, Software oder Fahrzeugstruktur anpassen, um die Verbrauchswerte in den erlaubten Bereich zu drücken. Gelingt dies nicht, droht das endgültige Aus für das betreffende Modell. Effizienz wird damit zum harten Selektionskriterium, das über Marktpräsenz und Förderfähigkeit entscheidet.

Was bedeutet das für Europa?

Während China mit klaren Vorgaben und konsequenter Durchsetzung voranschreitet, wirkt die europäische Regulierung im Vergleich geradezu zaghaft. Die deutschen Automobilhersteller, einst Weltmarktführer in Sachen Ingenieurskunst, sehen sich zunehmend von chinesischen Konkurrenten überholt – nicht nur bei der Produktion, sondern auch bei der technologischen Effizienz. Die neuen chinesischen Standards könnten den Druck auf europäische Hersteller weiter erhöhen, wenn sie im wichtigsten Elektroautomarkt der Welt weiterhin mitspielen wollen.

Es bleibt abzuwarten, ob die deutsche Politik aus dem chinesischen Vorgehen lernt oder weiterhin mit ideologisch aufgeladenen Debatten wertvolle Zeit verschwendet, während die Konkurrenz aus Fernost Fakten schafft.

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