
Politisches Erdbeben: AfD enteilt der Union mit fünf Punkten Vorsprung

Was sich in den vergangenen Wochen bereits angedeutet hatte, ist nun mit voller Wucht eingetreten: Die AfD hat die Union in der jüngsten Forsa-Erhebung im Auftrag von RTL und n-tv regelrecht überrollt. Mit satten 27 Prozent Zustimmung lässt die Partei die schwarz-rote Regierungspartei CDU/CSU, die auf magere 22 Prozent abgestürzt ist, weit hinter sich. Ein Vorsprung von fünf Prozentpunkten – das hat es in einem Forsa-Trendbarometer in dieser Konstellation noch nie gegeben.
Der Absturz einer Regierungspartei in Zeitlupe
Noch im Frühsommer hatte sich die Union nach der Regierungsübernahme bei Werten zwischen 25 und 26 Prozent eingependelt. Doch was folgte, gleicht einem politischen Sinkflug ohne Bremsfallschirm. In den vergangenen Wochen rutschte die CDU/CSU bereits auf 24 Prozent ab, nun folgt der nächste Rückschlag mit zwei weiteren verlorenen Prozentpunkten. Schlechter stand die Union zuletzt Anfang Dezember 2021 da – jenem Zeitpunkt, an dem sie sich nach dem Laschet-Debakel in der Opposition wiederfand.
Die Bilanz für Bundeskanzler Friedrich Merz fällt vernichtend aus: Lediglich 15 Prozent der Bürger sind mit seiner Arbeit zufrieden, während ganze 83 Prozent ihre Unzufriedenheit kundtun. Werte, die in normalen Zeiten den Rücktritt eines Kanzlers nahelegen würden. Doch wir leben offenbar nicht in normalen Zeiten.
Versprechen, gebrochen wie Glas
Wer hätte gedacht, dass ein Kanzler, der mit dem Versprechen angetreten war, keine neuen Schulden zu machen, die Migration zu begrenzen und das Land wirtschaftlich wieder auf Kurs zu bringen, binnen weniger Monate ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen durchpeitscht und die Klimaneutralität bis 2045 ins Grundgesetz meißelt? Die Wähler haben offenbar ein gutes Gedächtnis. Anders als manche Politiker, die im Wahlkampf das eine versprechen und im Regierungssessel das genaue Gegenteil tun.
Das Vertrauen in die einstige Volkspartei bröckelt mit einer Geschwindigkeit, die selbst hartgesottene Polit-Beobachter ins Staunen versetzt. Der bürgerliche Wähler, jahrzehntelang treuer Stammkunde der Union, fühlt sich verraten – und quittiert dies an der Wahlurne, beziehungsweise zunächst einmal in den Umfragen.
Stillstand bei den anderen Parteien
Während sich an der Spitze ein Erdrutsch vollzieht, herrscht im restlichen Parteienspektrum gespenstische Ruhe. Die SPD verharrt bei zwölf Prozent, die Grünen halten ihre 15 Prozent. Die Linke kann sich um einen Punkt verbessern und liegt nun gleichauf mit dem Koalitionspartner SPD bei zwölf Prozent. Die FDP dümpelt bei vier Prozent unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde – ein Schicksal, das sich für die Liberalen offenbar manifestiert hat.
Insa bestätigt den Trend
Die Forsa-Umfrage steht keineswegs allein da. Bereits am Dienstag dieser Woche zeigte das Insa-Trendbarometer ein nahezu identisches Bild: Dort kommt die AfD sogar auf 28 Prozent, während die Union nur noch 23,5 Prozent erreicht. Bemerkenswert: In einer Insa-Umfrage wurde noch nie eine andere politische Kraft als CDU/CSU oder SPD derart hoch eingeschätzt. Ein historisches Novum, das die Tektonik der deutschen Parteienlandschaft grundlegend verändern dürfte.
Wirtschaftliche Realität trifft auf politische Versprechen
Wer die Ursachen für diesen Vertrauensverlust ergründen will, muss nicht lange suchen. Die deutsche Industrie ächzt unter explodierenden Energiekosten, der Mittelstand wird durch immer neue Auflagen drangsaliert, und die Inflation frisst weiterhin die Ersparnisse der Bürger auf. Das beschlossene 500-Milliarden-Schuldenpaket wird die Inflationsspirale aller Voraussicht nach weiter antreiben und nachfolgende Generationen mit Zinslasten belegen, deren Ausmaß heute kaum jemand vollständig überblickt.
Hinzu kommen Belastungen wie die nun debattierte Zuckersteuer auf Softdrinks – ein weiteres Beispiel dafür, wie der Staat zur Finanzierung seiner ausufernden Ausgaben immer tiefer in die Taschen seiner Bürger greift. Die Geduld der Wähler ist endlich, und die Umfragen spiegeln dies mittlerweile in aller Deutlichkeit wider.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Sollte sich der Trend verstetigen, steht die Bundesrepublik vor einer politischen Zäsur historischen Ausmaßes. Eine Partei, die noch vor wenigen Jahren als Randerscheinung galt, marschiert in Richtung 30-Prozent-Marke. Gleichzeitig erodiert die einst übermächtige Union zur Mittelpartei. Der politische Souverän – also der Wähler – sendet ein unmissverständliches Signal: So kann und darf es nicht weitergehen.
Ob die Verantwortlichen in Berlin dieses Signal verstehen oder weiterhin auf die altbewährte Strategie des Aussitzens und Diffamierens setzen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Eines aber steht fest: Die Zeit, in der man Wähler durch moralische Drohgebärden zur Stange halten konnte, scheint endgültig vorbei zu sein.
Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten
Wenn die politische Landschaft derart in Bewegung gerät und gleichzeitig ein historisches Schuldenpaket die Inflationsgefahr zusätzlich anheizt, gewinnt die Frage nach werterhaltenden Anlagen zusätzliche Brisanz. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie auch in turbulenten politischen und wirtschaftlichen Phasen ihre Kaufkraft bewahren. Als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögensportfolio bieten sie genau jene Stabilität, die Papierwährungen in Zeiten ausufernder Staatsverschuldung zunehmend einbüßen. Wer sein Erspartes vor den Folgen politischer Fehlentscheidungen schützen möchte, findet in Edelmetallen einen verlässlichen Anker.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und Anlageentscheidungen auf Basis der eigenen finanziellen Situation und gegebenenfalls nach Konsultation eines unabhängigen Beraters zu treffen. Eine Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

AufzeichnungWeltsystemwechselÖlschock, Kollaps & der Griff nach deinem Vermögen
Tim Kellner, Ernst Wolff, Peter Hahne, Prof. Dr. Polleit, Prof. Dr. Werner und Dr. Elsässer zeigen, wie Sie Ihr Vermögen vor dem Weltsystemwechsel schützen.
Ihre Webinar-Pakete
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











