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15.06.2026
14:50 Uhr

Politisches Erdbeben in der Hauptstadt: AfD klettert in Berlin auf Platz zwei

Politisches Erdbeben in der Hauptstadt: AfD klettert in Berlin auf Platz zwei

Wenn selbst im roten Berlin, jenem Biotop linker Lebensentwürfe und subventionierter Selbstverwirklichung, die AfD zur zweitstärksten Kraft aufsteigt, dann ist das mehr als nur eine Randnotiz. Es ist ein politisches Donnergrollen, das man in den Amtsstuben der Altparteien kaum noch überhören kann. Eine neue Civey-Umfrage für den Tagesspiegel offenbart, was viele längst ahnten: Die Bürger haben genug.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Rund drei Monate vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September liegt die CDU mit dem amtierenden Regierenden Bürgermeister Kai Wegner zwar noch mit 22 Prozent vorn. Doch direkt dahinter folgt – man reibt sich die Augen – die AfD mit satten 18 Prozent, ein Plus von einem Prozentpunkt. Die Grünen kommen auf 17 Prozent, die Linke auf 15 Prozent, und die einst stolze SPD landet abgeschlagen mit 14 Prozent auf dem fünften Platz. FDP (4 Prozent) und BSW (3 Prozent) dürften den Sprung ins Abgeordnetenhaus verfehlen.

Dass ausgerechnet in Berlin, der Hochburg progressiver Träumereien, eine Partei wie die AfD die etablierten Kräfte überholt, sollte den politischen Eliten zu denken geben. Doch die Reaktion dürfte vorhersehbar sein: Wegschauen, abwiegeln, weitermachen wie bisher.

Ein Bürgermeister im freien Fall

Besonders bemerkenswert ist die vernichtende Bilanz für Kai Wegner persönlich. 76 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit unzufrieden – ein Negativrekord für einen Berliner Bürgermeister. Lediglich elf Prozent äußern sich positiv. Und mit dem Senat aus Schwarz-Rot sind gar 84 Prozent der Berliner unzufrieden. Trotz dieser desaströsen Werte hat die CDU Wegner bereits erneut als Spitzenkandidaten nominiert. Man könnte fast meinen, die Union habe ein besonderes Talent dafür, gescheiterte Gesichter wieder und wieder ins Schaufenster zu stellen.

Ein Senat, mit dem 84 Prozent der Bürger unzufrieden sind, will weiterregieren – und nennt das auch noch Demokratie.

Das Spiel der Verlierer

Rechnerisch hätte der seit 2023 amtierende Senat aus CDU und SPD aktuell keine Mehrheit mehr. Stattdessen zeichnen sich Dreierbündnisse ab. Denkbar wäre etwa ein rot-grün-rotes Bündnis aus den Plätzen drei, vier und fünf – also an den beiden stärksten Kräften vorbei. Genau hier offenbart sich die ganze Absurdität des Systems: Eine Koalition der Wahlverlierer könnte an die Macht gelangen, während der eigentliche Wählerwille kunstvoll umschifft wird.

Die Entscheidung hinge dabei ausgerechnet von der SPD ab – jener Partei, die im Sinkflug begriffen ist und in anderen Umfragen sogar auf nur 14 Prozent abrutschte. Dass eine fünftplatzierte Partei zum Königsmacher werden könnte, sagt mehr über den Zustand unserer politischen Landschaft aus als jede Sonntagsrede.

Was Berlin uns lehrt

Der Aufstieg der AfD in der Bundeshauptstadt ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines tiefen Vertrauensverlusts. Wenn Bürger erleben, dass ihre Stadt verwahrlost, dass innere Sicherheit zur Worthülse verkommt und dass die Politik konsequent an ihren Bedürfnissen vorbeiregiert, dann wenden sie sich ab. Berlin ist hier nur das Brennglas einer Entwicklung, die ganz Deutschland erfasst hat – von der Großen Koalition in Bund unter Friedrich Merz bis hinunter in die Kommunen.

Die Spitzenkandidaten geben das übliche Bild ab: Wegner für die CDU, Steffen Krach für die SPD, Elif Eralp für die Linke, Werner Graf für die Grünen und Kristin Brinker für die AfD. Ob die Berliner am 20. September für einen echten Wechsel stimmen oder ob das Karussell der Altparteien sich munter weiterdreht, bleibt abzuwarten.

Die Konsequenz für vorsichtige Bürger

Politische Unsicherheit, eine zerrüttete Hauptstadt und ein Regierungssystem, das den Wählerwillen elegant umgeht – all das schafft genau jenes Klima, in dem kluge Menschen ihr Vermögen krisenfest aufstellen. Während Parteien um Pöstchen feilschen und die Inflation durch immer neue Schuldenprogramme befeuert wird, behalten physische Edelmetalle wie Gold und Silber ihren Wert über Generationen. Als solide Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie das, was die Politik längst nicht mehr liefert: Stabilität und Verlässlichkeit.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben weder Anlage-, Steuer- noch Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und seine Entscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen.

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