
Porsche am Abgrund: Elektro-Träume zerplatzen wie Seifenblasen
Was für ein Desaster für den einst so stolzen Stuttgarter Sportwagenbauer! Die Elektrosparte von Porsche steht vor dem Kollaps, und nun droht auch den prestigeträchtigen Vorzeigemodellen Boxster und Cayman in ihrer elektrischen Variante das endgültige Aus. Die bittere Wahrheit: Die Fahrzeuge sind schlicht zu teuer, die Nachfrage ist miserabel, und die Konkurrenz aus Fernost fährt den deutschen Traditionsherstellern gnadenlos davon.
Entwicklungschaos und explodierende Kosten
Wie aus einem aktuellen Bericht von Bloomberg hervorgeht, erwägt der Porsche-Vorstand ernsthaft, die Zukunftspläne für den elektrischen Boxster sowie den elektrischen Cayman der Modellreihe 718 vollständig zu verwerfen. Eine endgültige Entscheidung steht zwar noch aus, doch die Zeichen stehen auf Sturm. Entwicklungsverzögerungen und explodierende Kosten haben das Projekt in eine Sackgasse manövriert, aus der es offenbar keinen eleganten Ausweg mehr gibt.
Ursprünglich sollten beide Modelle ab Mitte dieses Jahrzehnts ausschließlich als Elektro-Sportwagen auf den Markt kommen. Die Verbrennerversionen wurden bereits im vergangenen Jahr eingestellt – ein Schritt, der sich nun als fataler Fehler erweisen könnte. Die Einführung der elektrischen Nachfolger wurde mehrfach verschoben, vor allem wegen der anspruchsvollen Batteriearchitektur. Um Schwerpunkt und Sitzhöhe möglichst niedrig zu halten, sollte das Akkupaket beim 718 anstelle des Motors vor der Hinterachse positioniert werden. Eine technisch ambitionierte Lösung, die jedoch offenbar nicht wie geplant funktioniert.
Der Taycan – vom Flaggschiff zum Ladenhüter
Wie durchwachsen das Elektrogeschäft bei Porsche tatsächlich läuft, zeigen die erschreckenden Absatzzahlen des elektrischen Taycan. Dieses Modell sollte einst das Flaggschiff der elektrischen Mobilitätswende bei Porsche sein – ein Symbol für Innovation und Zukunftsfähigkeit. Die Realität sieht anders aus: Im Jahr 2025 lieferte Porsche weltweit lediglich 16.339 E-Taycan aus. Das entspricht einem Rückgang von satten 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Absturz, der seinesgleichen sucht.
Die Konsequenzen dieser Entwicklung sind verheerend. Im ersten Halbjahr 2025 sank der operative Gewinn um atemberaubende 67 Prozent auf gerade einmal 1,01 Milliarden Euro – im Vorjahr waren es noch 3,06 Milliarden Euro gewesen. Der Umsatz ging um 6,7 Prozent auf 18,16 Milliarden Euro zurück. Doch damit nicht genug: Im dritten Quartal schrieb Porsche sogar rote Zahlen und verbuchte einen operativen Verlust von 966 Millionen Euro.
China dominiert – Deutschland verliert
Die Ursachen für dieses Debakel liegen auf der Hand, auch wenn sie von der Politik jahrelang ignoriert wurden. Die starke Konkurrenz aus China macht deutschen Herstellern das Leben schwer. Dort können Unternehmen Elektrofahrzeuge zu einem deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Die Gründe dafür sind struktureller Natur und haben mit den katastrophalen Rahmenbedingungen am Wirtschaftsstandort Deutschland zu tun.
Während hierzulande hohe Energie- und Arbeitskosten sowie eine erdrückende Steuer- und Bürokratielast auf den Unternehmen lasten, stellt sich die Situation in Fernost völlig anders dar. Energie- und Lohnkosten sind vergleichsweise niedrig, die Steuerbelastung geringer, und heimische Autobauer profitieren zudem von staatlichen Subventionen sowie von einem erleichterten Zugang zu kritischen Rohstoffen, die für die Produktion von Elektrofahrzeugen essenziell sind.
Die Folgen einer verfehlten Wirtschaftspolitik
Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass die deutsche Automobilindustrie unter den Folgen einer jahrelangen Fehlpolitik leidet. Die ideologisch getriebene Energiewende hat die Strompreise in astronomische Höhen getrieben. Die überbordende Bürokratie erstickt jede unternehmerische Initiative im Keim. Und die einseitige Fixierung auf die Elektromobilität – ohne Rücksicht auf technologische Realitäten und Marktbedürfnisse – hat ganze Industriezweige in existenzielle Nöte gestürzt.
Ein Elektro-Porsche ist für viele Enthusiasten schlicht eine Zumutung. Sportwagen leben von Emotionen – vom Sound des Motors, vom Gefühl der Kraft, von der Einzigartigkeit des Fahrerlebnisses. Was vermitteln Elektroautos? Stille. Gleichförmigkeit. Austauschbarkeit. Es ist, als würde man in eine Luxusuhr ein billiges Quarzwerk einbauen und erwarten, dass die Kunden dafür Zehntausende Euro bezahlen.
Ein Lehrstück in Selbstüberschätzung
Die Porsche-Krise ist mehr als nur ein betriebswirtschaftliches Problem eines einzelnen Unternehmens. Sie ist ein Symptom für den schleichenden Niedergang des Industriestandorts Deutschland. Jahrzehntelang aufgebaute Kompetenz und Tradition werden auf dem Altar einer grünen Ideologie geopfert, die mit der wirtschaftlichen Realität wenig zu tun hat.
Während die Politik weiterhin von der großen Transformation träumt, kämpfen deutsche Traditionsunternehmen ums nackte Überleben. Die Frage ist nicht mehr, ob sich die deutsche Automobilindustrie erholen wird, sondern wie viel von ihr am Ende noch übrig bleibt. Porsche mag ein besonders prominentes Opfer sein – aber es wird nicht das letzte sein.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Fehlentscheidungen erweisen sich übrigens physische Edelmetalle wie Gold und Silber als verlässliche Konstante. Während Aktienkurse einbrechen und ganze Industriezweige ins Wanken geraten, bieten Edelmetalle eine bewährte Möglichkeit zur Vermögenssicherung und sollten als sinnvolle Ergänzung in einem breit gestreuten Anlageportfolio nicht fehlen.

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