
Pulverfass Hormus: Iran schlägt mit Raketen gegen den Golf zurück – Öltransporte der Welt am Abgrund

Der Nahe Osten brennt einmal mehr lichterloh. Nach amerikanischen Luftschlägen gegen iranische Stellungen in der unmittelbaren Nachbarschaft der Straße von Hormus hat die Führung in Teheran in der Nacht zum Mittwoch mit einer Welle aus Raketen und Drohnen geantwortet. Getroffen werden sollten Ziele in Jordanien, Kuwait und Bahrain. Die Eskalationsspirale dreht sich weiter – und mit ihr die Sorge um jene Meerenge, durch die ein gewaltiger Teil des weltweiten Ölhandels fließt.
Ein Hubschrauber als Auslöser der Eskalation
Der unmittelbare Funke, der diesen jüngsten Schlagabtausch entzündete, war offenbar der Verlust eines amerikanischen Kampfhubschraubers vom Typ AH-64 Apache vor der Küste Omans. Das Fluggerät sei während einer Patrouille nahe der Straße von Hormus ins Meer gestürzt, beide Besatzungsmitglieder hätten innerhalb von rund zwei Stunden gerettet werden können und befänden sich in stabilem Zustand. So lauteten zumindest die Angaben des US-Regionalkommandos CENTCOM.
US-Präsident Donald Trump machte umgehend den Iran für den Vorfall verantwortlich und kündigte eine militärische Vergeltung an. Berichten zufolge soll eine iranische Einweg-Angriffsdrohne den Apache zum Absturz gebracht haben. Andere Quellen sprechen von einer Kollision. Eine unabhängige Überprüfung dieser Darstellungen war zunächst nicht möglich – ein Umstand, der bei militärischen Konflikten dieser Art zur traurigen Regel geworden ist.
Vier Stunden Bombardement – dann die Antwort aus Teheran
Die amerikanischen Angriffe begannen am Dienstagabend mitteleuropäischer Zeit und sollen rund vier Stunden gedauert haben. Knapp zwanzig iranische Ziele seien getroffen worden, darunter Luftverteidigungsanlagen, Bodenleitstellen und Überwachungsradare in der Nähe der Straße von Hormus. Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten Treffer bei Jask, Sirik und auf der Insel Qeschm – ein Funkmast beschädigt, zwei Wassertanks zerstört.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Jordanien bestätigte den Abschuss von fünf iranischen Raketen, die in Richtung des Luftwaffenstützpunkts al-Azraq abgefeuert worden seien. Trümmerteile gingen demnach auf jordanischem Boden nieder, ohne Verletzte oder Schäden zu verursachen. Kuwait meldete den Einsatz seiner Luftverteidigung gegen feindliche Flugobjekte, in Bahrain heulten die Warnsirenen.
Iran werde keinen Angriff und keine Bedrohung unbeantwortet lassen, erklärte Außenminister Abbas Araghtschi nach den amerikanischen Luftschlägen.
Die Lebensader der Weltwirtschaft in Gefahr
Wer glaubt, dieser Konflikt spiele sich in fernen Wüsten ab und gehe den deutschen Bürger nichts an, der irrt gewaltig. Die Straße von Hormus zählt zu den strategisch wichtigsten Seewegen überhaupt. Vor dem Krieg liefen durch diese Meerenge mehr als ein Viertel des weltweiten seewärtigen Ölhandels und rund ein Fünftel des globalen Handels mit verflüssigtem Erdgas. Jede Eskalation in dieser Region schlägt unmittelbar auf die Energiepreise durch – und damit am Ende auf die Heizkostenabrechnung und den Tankquittungen ganz normaler Familien hierzulande.
Während die Welt also auf einen Flächenbrand zusteuert, der die ohnehin fragile Versorgungslage erschüttern könnte, hält sich die deutsche Politik mit klaren Strategien zur Absicherung der eigenen Energieversorgung vornehm zurück. Wer das Land über Jahre hinweg von verlässlichen Energiequellen abgeschnitten und sich blind auf wackelige Lieferketten verlassen hat, der steht in solchen Momenten mit leeren Händen da.
Wenn die Welt wankt, zählt Beständigkeit
Geopolitische Krisen wie diese führen vor Augen, wie verletzlich ein papierbasiertes, schuldenfinanziertes Finanzsystem in Wahrheit ist. Steigende Ölpreise, geopolitische Unsicherheit und das fortwährende Säbelrasseln zwischen Großmächten lassen die Inflationssorgen aufs Neue aufflammen. In einem solchen Umfeld zeigt sich seit Jahrtausenden, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber ihren Wert auch dann bewahren, wenn ringsum die Märkte beben und Währungen ins Wanken geraten. Eine durchdachte Beimischung physischer Edelmetalle kann daher als sinnvoller Baustein eines breit gestreuten Vermögens dienen – als Anker in stürmischen Zeiten.
Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Investitionsentscheidungen treffen Sie stets eigenverantwortlich. Bitte informieren Sie sich umfassend und ziehen Sie bei Bedarf fachkundigen Rat hinzu. Eine Haftung für etwaige Verluste wird ausgeschlossen.

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