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Pulverfass Naher Osten: Israels Luftwaffe schlägt zurück – die Waffenruhe ist Geschichte

Pulverfass Naher Osten: Israels Luftwaffe schlägt zurück – die Waffenruhe ist Geschichte

Es ist die Sorte Nachricht, die einem in den frühen Morgenstunden den Atem stocken lässt. Während Europa noch schlief, donnerten israelische Kampfjets über den Iran hinweg und schlugen mit voller Wucht zu. Teheran, Täbris, Isfahan – drei Großstädte, in denen die Nacht zum Tag wurde. Die im April mühsam ausgehandelte Waffenruhe zwischen Israel, den USA und dem Iran? Mit einem Schlag pulverisiert.

Ein Schlagabtausch mit Ansage

Die israelische Armee bestätigte die Angriffe selbst auf der Plattform X – knapp, kühl, ohne Details. Die iranischen Revolutionsgarden meldeten Explosionen in gleich drei Städten. Nach Angaben iranischer Staatsmedien sei zudem die Karun Petrochemical Company in Bandar-e Mahshahr bombardiert worden. Wer hier glaubt, es handele sich um isolierte Vorfälle, der irrt gewaltig. Denn der Iran ließ die Provokation nicht auf sich sitzen und feuerte am Montagmorgen erneut Raketen auf Israel ab.

Vorausgegangen war ein gefährliches Eskalationskarussell: Bereits am Sonntagabend hatte Teheran erste Raketen Richtung Israel geschickt – und damit die Waffenruhe, die noch im April gefeiert worden war, in Schutt und Asche gelegt. Auslöser sollen israelische Schläge auf die südlichen Vororte Beiruts gewesen sein, jene Hochburg der vom Iran alimentierten Terrororganisation Hisbollah, die seit Monaten unbeirrt ihren Raketenhagel auf den jüdischen Staat niedergehen lässt.

Trump mahnt – Netanjahu handelt

Bemerkenswert ist die Rolle Washingtons in diesem Drama. US-Präsident Donald Trump habe, so berichtet das Portal Axios, am späten Sonntagabend persönlich zum Hörer gegriffen und den israelischen Premier Benjamin Netanjahu angerufen. Die Botschaft sei eindeutig gewesen: Nicht zurückschlagen, Zurückhaltung üben. Doch Israel, ein Land, das seit seiner Gründung weiß, was es bedeutet, von Feinden umzingelt zu sein, ließ sich nicht bremsen.

„Wie immer hielten sich die USA und das zionistische Regime nicht an ihre Verpflichtungen“, ließen die islamistischen Revolutionsgarden in einer Erklärung verlauten.

Der Iran berief sich seinerseits auf die April-Vereinbarung, wonach „an allen Fronten“ die Kämpfe einzustellen seien. Eine bemerkenswerte Argumentation eines Regimes, das mit der Hisbollah und zahllosen Stellvertretermilizen genau jene Fronten erst eröffnet hat.

In Israel wird der Ton schärfer

Innenpolitisch fordern führende israelische Politiker eine kompromisslose Antwort. Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir schrieb auf X markig: „Heute Nacht muss Teheran brennen!“ Oppositionsführer Naftali Bennett sprach gar von einem „Prüfmoment“ für Israels Souveränität. Klare Worte in einer Region, in der Schwäche traditionell mit Blut bezahlt wird.

Und Deutschland? Schweigt sich lieber durch

Während im Nahen Osten die Lunte längst brennt, fällt einmal mehr auf, wie zurückhaltend, ja geradezu mutlos die deutsche Außenpolitik agiert. Ein Land, das aus seiner Geschichte eine besondere Verantwortung gegenüber Israel ableiten müsste, verliert sich lieber in diplomatischen Nebelkerzen. Eine klare Positionierung sähe anders aus. Doch klare Kante ist offenbar nicht die Stärke der Berliner Politik – weder im eigenen Land noch auf der Weltbühne.

Was die kommenden Tage bringen werden, vermag niemand seriös vorherzusagen. Sollte der Iran weiter eskalieren und Israel mit derselben Härte antworten, könnte die gesamte Region in einen Flächenbrand stürzen, dessen Auswirkungen auch in Europa spürbar wären – an den Energiemärkten, in der Inflation, an den Tankstellen.

Wenn die Welt wankt, zählt das Beständige

Geopolitische Erdbeben dieser Art führen uns schmerzhaft vor Augen, wie zerbrechlich unsere vermeintliche Sicherheit ist. In Zeiten, in denen Raketen fliegen, Bündnisse zerbrechen und Papierwährungen im Takt der Krisen an Wert verlieren, besinnen sich kluge Menschen seit Jahrtausenden auf das, was Bestand hat. Gold und Silber kennen keine geopolitischen Sympathien, keine Sanktionen und keine Notenpresse. Sie sind der ruhende Pol in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät – eine sinnvolle Beimischung für jeden, der sein Vermögen über die Stürme der Zeit hinwegtragen möchte.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Einschätzung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt für seine Entscheidungen die alleinige Verantwortung. Im Zweifel ist ein unabhängiger Fachberater hinzuzuziehen.

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