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29.10.2026
19:17 Uhr
KI-generiert

Putin schwärmt von Musk: Kreml redet mit dem Starlink-Chef!

Putin schwärmt von Musk: Kreml redet mit dem Starlink-Chef!
Symbolbild: KI-generiert

Kremlchef Wladimir Putin hat Elon Musk am Mittwoch als „echtes Genie“ gefeiert und erklärt, Moskau stehe mit dem SpaceX-Chef in Sachen Satelliten in Kontakt. Die Worte fielen am Rande des Russland-Afrika-Gipfels in Moskau. Das Timing ist brisant: Erst wenige Tage zuvor hatte die Ukraine gemeldet, dass die Drosselung ihrer Starlink-Verbindungen aufgehoben worden sei.

„Enger Kontakt“ im Orbit

Russland pflege laut Putin einen „engen Kontakt“ zu seinen „amerikanischen Partnern, einschließlich Herrn Musk“. Im All sei es eben wichtig, sich „nicht gegenseitig zu stören“. Klingt technisch. Politisch hat der Satz Sprengkraft.

Anlass war eine Ausstellung, auf der Digitalminister Maksut Schadajew das Projekt Rassvet vorstellte, Russlands Antwort auf Starlink. Medienberichten zufolge habe Russland bislang gut 30 Satelliten gestartet. Dem stünden nach Schadajews Angaben mehr als 5.000 aktive Starlink-Satelliten gegenüber. Der unabhängige Tracker Orbital Radar zählt sogar fast 10.000 SpaceX-Satelliten.

David gegen Goliath, nur andersherum

Rechnet man nach, hat Musk je nach Quelle 160- bis 300-mal so viele Satelliten im Orbit wie die einstige Raumfahrt-Supermacht. Das räumte sogar Putin ein. Rassvet sei ein erster Schritt, Russland habe die Arbeit aus eigener Kraft begonnen. Ausgerechnet das Land, das 1957 mit Sputnik den ersten künstlichen Satelliten ins All schoss, läuft nun einem privaten Unternehmer hinterher. Die Ironie dürfte dem Kreml nicht entgangen sein.

Gedrosselte Drohnen, gekappte Geduld

Putins Lob fällt mitten in den Streit um Starlink in der Ukraine. Ab dem 14. Oktober wurden die kommerziellen Starlink- und die militärischen Starshield-Terminals des Landes Berichten zufolge eingeschränkt. Schnell bewegliche Geräte waren auf rund 100 Meilen pro Stunde begrenzt, also etwa 160 km/h. Das habe die Abfangdrohnen behindert, mit denen Kiew russische Shahed-Drohnen mit Strahltriebwerk bekämpft.

Am 24. Oktober erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj, der Dienst laufe wieder mit der Geschwindigkeit, die das Militär brauche. Er fühle sich von Musk und Trump verraten, sagte er. Am Dienstag fügte er hinzu, während der Abschaltung seien Zivilisten ums Leben gekommen.

Niemand will es gewesen sein

Die Verantwortung für die Drosselung hat bisher keiner übernommen, weder Musk noch die Trump-Regierung. Trump wollte Berichte nicht bestätigen, wonach er Musk angerufen und um die Aufhebung der Beschränkungen gebeten habe. Musk schrieb auf X, die Ukraine habe mit offensiven Drohnenangriffen gegen die Starlink-Nutzungsbedingungen verstoßen. Ein ziviler, kommerzieller Dienst dürfe nicht zum Töten genutzt werden. Über Starshield entscheide dagegen die US-Regierung. Das Schlupfloch sei in der Vorwoche geschlossen worden.

Zwischen Bewunderung und Kalkül

Dazu kommt ein zweiter Streit im Orbit. Wie die Moscow Times berichtet, werfen US-Diplomaten einem russischen Militärsatelliten vor, sich „absichtlich rücksichtslos“ in der Nähe eines in den USA registrierten und von Finnland betriebenen Radarsatelliten verhalten zu haben. Dieser liefert der Ukraine Aufklärungsdaten. Moskau nannte den Vorwurf „absurd“.

Putins Lob ist nicht neu. Schon 2023 nannte er Musk einen „herausragenden Menschen“. Im April 2025 verglich er ihn mit Sergej Koroljow, dem legendären Chefkonstrukteur des sowjetischen Raumfahrtprogramms. Neu ist dagegen, dass Putin öffentlich von Gesprächen mit Musk über den Verkehr im Orbit spricht, und das in der Woche, in der Kiew den wiederhergestellten Zugang meldet.

Beobachter sehen darin eine klare Lehre. Wer Kommunikation und Kriegsführung von der Infrastruktur eines einzelnen Privatkonzerns abhängig macht, gibt Souveränität ab. Das gilt auch für Europa. Die EU spricht seit Jahren von „strategischer Autonomie“, hat aber im All bisher wenig vorzuweisen.

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