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Kettner Edelmetalle
14.04.2026
06:26 Uhr

Putz-Urlaub in der Hauptstadt: Berlin will Touristen als Müllsammler einspannen

Putz-Urlaub in der Hauptstadt: Berlin will Touristen als Müllsammler einspannen

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die deutsche Hauptstadt, einst Aushängeschild preußischer Ordnung und Sauberkeit, ist mittlerweile so verdreckt, dass der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) allen Ernstes Touristen zum Müllsammeln animieren will. Statt die eigenen Probleme in den Griff zu bekommen, sollen nun also zahlende Gäste aus aller Welt mit Greifzange und Mülleimer durch die Spree paddeln. Willkommen im Berlin des Jahres 2025.

Kopenhagen als Vorbild – ein Vergleich, der hinkt

Das Konzept trägt den klangvollen Namen „BerlinPay" und soll noch vor Pfingsten vorgestellt werden. Die Idee dahinter sei dem dänischen Modell entlehnt, wie Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) erklärte. In Kopenhagen würden Touristen mit Gratis-Eintritten, Führungen oder einem Cocktail belohnt, wenn sie bei der Stadtreinigung mithelfen. Giffey ließ verlauten, man wolle sich „ein Beispiel am sehr sauberen Kopenhagen nehmen".

Doch genau hier liegt die bittere Ironie. Kopenhagen ist eine der saubersten Städte Europas – und nutzt das Programm als nettes Zusatzangebot für umweltbewusste Besucher. Berlin hingegen versinkt buchstäblich im Müll und braucht die Hilfe von Urlaubern, weil die eigene Verwaltung offenkundig überfordert ist. Der Vergleich ist ungefähr so passend wie der zwischen einem Michelin-Restaurant und einer Imbissbude, die beide Pommes auf der Karte haben.

13 Millionen Euro für illegalen Müll – eine Bankrotterklärung

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Allein im Jahr 2025 musste die Berliner Stadtreinigung BSR 13 Millionen Euro für die Entsorgung illegal abgelagerter Abfälle aufwenden. Dreizehn Millionen Euro Steuergelder, weil Menschen ihren Dreck einfach auf die Straße werfen. Wirtschaftssenatorin Giffey kommentierte dies mit den Worten, wer seinen Müll auf die Straße werfe, werfe „auch ein Stück Respekt vor unserer Stadt weg". Eine bemerkenswert milde Formulierung angesichts eines Problems, das seit Jahren eskaliert und für das die politisch Verantwortlichen keinerlei nachhaltige Lösung gefunden haben.

Statt konsequent durchzugreifen, setzt man nun auf einen sogenannten „Einstellungs-Turbo" für Müllsheriffs. Mehr Ordnungsamtsmitarbeiter sollen also eingestellt werden, um illegale Müllablagerungen zu ahnden. Dass Berlin seit Jahren unter einem massiven Personalmangel in der Verwaltung leidet und offene Stellen teilweise monatelang unbesetzt bleiben, scheint dabei niemanden zu irritieren. Ob dieser „Turbo" mehr als ein politisches Lippenbekenntnis ist, darf bezweifelt werden.

Verpackungssteuer als nächster Griff in die Taschen der Bürger

Als wäre das nicht genug, wird in Berlin auch über eine Verpackungssteuer diskutiert. Das benachbarte Potsdam macht es bereits vor und erhebt ab Juli Abgaben auf To-Go-Verpackungen – 50 Cent pro Becher, 20 Cent für Besteck. Natürlich zahlt am Ende der Konsument. Statt die Verursacher konsequent zur Rechenschaft zu ziehen, wird also wieder einmal der brave Bürger zur Kasse gebeten. Ein Muster, das sich durch die gesamte deutsche Politik zieht wie ein roter Faden.

Berlin ist längst zum Sinnbild einer gescheiterten Stadtpolitik geworden. Eine Hauptstadt, die Touristen als unbezahlte Reinigungskräfte rekrutieren muss, hat jedes Recht verwirkt, sich mit Metropolen wie Kopenhagen, Wien oder Tokio zu vergleichen. Was die Stadt bräuchte, wäre keine PR-Kampagne mit hübschem Namen, sondern eine grundlegende Kehrtwende in der Ordnungspolitik: konsequente Strafen für Müllsünder, eine funktionierende Verwaltung und Politiker, die Probleme lösen, statt sie mit Gutscheinen zu kaschieren. Doch davon ist Berlin – wie in so vielen anderen Bereichen – meilenweit entfernt.

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